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Wie die Athener ihre Vergangenheit verhandelten
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Über das Buch
In der athenischen Demokratie waren Reden ein zentraler Bestandteil der gemeinsamen Erinnerungskultur. Während die
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die Sternstunden der athenischen Myth-Historie feierten, wurde allerdings in den Reden, die die Tagespolitik bestimmten, die gesamte Bandbreite der Erinnerungen angesprochen. Erfolge wie Misserfolge wurden diskutiert, rekonstruiert, die Sicht auf sie verändert und an die aktuelle politische Situation angepasst. In der Studie werden die Vermittlungskontexte der Volksversammlung und der Gerichte in den Mittelpunkt gestellt und die in engerem Sinne politischen Argumentationsstrategien, die auf die rezente sowie weiter entfernte Vergangenheit aufbauten, untersucht. Die öffentliche Darstellung der gemeinsamen Vergangenheit erweist sich hier als ein steter Verhandlungsprozess zwischen persönlichen Anliegen des Redners und den Bedürfnissen der Gemeinschaft, der das Verhältnis zwischen Erinnerungspflicht und Vergessen, Wahrheit und Lüge, Kollektiv und Individuum sowie Gegenwart und Zukunft immer wieder aufs Neue bestimmte. Die Auseinandersetzung mit Geschichte mittels Rede spiegelt deshalb in besonderer Weise die auf öffentliche Streitkultur fußende athenische Demokratie.
Editionen (2)
ISBN9783110754803
VerlagDe Gruyter
Erscheinungsdatum03.05.22
Seitenzahl366
Haupt-GenreFachbücher
Sub-GenreGeschichte & Archäologie
FormatHardcover
SpracheDeutsch
Preis99.95 €
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