Weihnachten für Anfänger

Weihnachten für Anfänger

Hardcover
3.412
Herzschmerz

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Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
N/A
Preis
0.59 €

Beiträge

2
Alle
4

Weihnachtswohlfühlbuch

Der Klappentext suggerierte mir eher ein lustiges Buch, doch wider Erwarten hatte das Buch auch etwas Tiefgang. Alles in allem war es bald klar, wie das Buch enden wird, aber ich fand die Geschichte einfach schön. Empfehlung für alle, die ein schönes Vorweihnachtsbuch suchen.

3

Habe fast die Hälfte des Buches gebraucht, um reinzukommen. Weihnachtsstimmung kam auch spät auf, aber die Grundidee ist ganz nett. Tatsächlich auch nicht schlecht geschrieben. Insgesamt mittelmäßig gut 🫖

Nachdem Beth ihren älteren Jacob geheiratet hat, steht nun das erste gemeinsame Weihnachtsfest an. Doch nicht nur, dass sie das Weihnachtsfest für die Familie mit Jacobs Kindern planen muss, sie ist auch noch auserkoren worden DAS Mistelfest für Heilig Abend im Städtchen zu organisieren. Jenes heilige Fest, welches Jacobs erste Frau immer mit viel Brimborium präsentiert hat. Ganz nebenbei muss sie sich noch im die zwei überzogenen Hunde kümmern und ebenfalls nebenbei versucht sie zu ihrer neuen Stieftochter Holly ein besseres Verhältnis aufzubauen und dabei Jacobs erster Frau in Nichts nachzustehen. Schwierig, wenn man nebenbei auch noch einen Vollzeitjob an der Uni arbeitet. Carol, die mehr oder weniger alleinerziehende Mutter will alles richtig machen. In ihrem neuen Job, als Chefredakteurin, hat sie die Aufgabe ein Magazin, welches kurz vorm Aus steht, wieder in Bahn zu bringen. Dabei soll sie immer für ihren kleinen Jungen Tim da sein und mal eben für Weihnachten alles vorbereiten. Eigentlich kein Problem, aber wie soll da auch noch ein neuer Mann reinpassen? Tatsächlich prallen hier mehrere Storys aufeinander, was jedoch erst auf der zweiten Hälfte des Buches so richtig ankommt. In jedem Kapitel wechselt man den Erzähler, manchmal auch im Kapitel und neuem Abschnitt. Es ist anfangs schleppend und konfus. Dabei bekommt man schon einen guten Eindruck von den einzelnen Personen. Man konzentriert sich zum einen auf Beth, die Akademikerin, die absolut überkorrekt ist und von sich selbst Wunder erwartet. Keine Ahnung, wie sie es schafft alles zu organisieren, wird sie doch mit allem allein gelassen. Ihr Mann Jacob verschließt die Augen vor den sich auftütmenden Aufgaben, welche sie Tag für Tag bewältigen muss. Auch ist er inkonsequent was das Verhältnis zwischen Beth und Holly angeht. Gibt sich Beth Mühe, haut Holly einfach in den Sack. Die Erklärungen, er würde das nicht sehen und sei eine schwierige Situation greift für mich einfach nicht... Auch, dass Beth sich mit seiner toten Frau misst und er es angeblich nicht sieht, hat mich etwas wütend gemacht... Doch egal, was Beth anfasst es gelingt ihr irgendwie und genau das hat mich etwas gestört, ich finde das etwas unrealistisch. Dann ist da Holly, Beths Stieftochter und absolut ungerechte und verzogene Frau. Sie war mir mit Abstand die unsympathischste, auch wenn sie sich am Ende wandelt. Doch eben genau diese Wandlung empfand ich als too much. Sie hetzt alle auf, schlägt verbal um sich und interessiert sich nur für sich selbst. Unrealistisch wie sie in drei Minuten nach einem Gespräch mit ihrem Vater Beth ihr größtes Geheimnis anvertrauen will. Natürlich ist anders, auch wenn Weihnachten ist. Carol dagegen fand ich genial! Sie ist eine wahnsinnig tolle Person, der man alles anvertrauen kann und die sich den Hintern für einen aufreißt. Sie ist eine liebevolle Mutter und Freundin und braucht definitiv mehr Aufmerksamkeit. Sie ist für mich die Heldin in diesem Buch in mehreren Hinsichten. Eine Journalistin mit Herz, eine aufopfernde Mutter und ein Engel in dunklen Stunden. Hier ist es tatsächlich realistisch, dass sie dann denkt, dass ein Mann nicht passt. Alleine wegen ihres Sohnes, sie möchte nicht, dass er denkt, er wäre sodann die zweite Geige. Doch Timmo will nur das Beste für seine Mutter und ist dabei so kindlich niedlich, weil er ihre Mutter unbedingt verkuppeln will. Sehr gut dargestellt, wie beide miteinander umgehen und auch Carols Schusseligkeit bezüglich der Zahnfee hat mir einfach gut gefallen. Wenn man so viel um die Ohren hat, wie sie, ist es ganz klar, dass man so etwas mal vergisst. Insgesamt empfand ich die Story als mittelmäßig. Ich habe unfassbar lange für die erste Hälfte (ca. 180 Seiten) gebraucht, erst ab da wurde es besser. Zumindest kam dann auch langsam mal Weihnachtsstimmung auf, davor war es gefühlt nur Geplänkel. Interessant ist jedenfalls die Sichtweise der drei Frauen in jeweils unterschiedlichen Lebenssituationen auf die Vorweihnachtszeit und Weihnachten selbst. Mal ist es lustig, dann aufregend oder auch einfach ein Klischee. Dennoch ganz nett, vor allen Dingen in den letzten Kapiteln, wo der Geist der Weihnacht mit all seinen Waffen um sich schlägt. Überall sind Lichterketten, Bäume, Kugeln und goldene Äpfel. Es duftet durch die Seiten nach tausend verschiedenen Gerichten und man hört förmlich die Klassiker, die jedes Jahr im Radio gespielt werden. Abschließend kann ich sagen, dass es sich um ein Buch handelt, welches man durchaus zur Weihnachtszeit lesen kann, aber es ist nichts, was einen umhaut 🎄

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