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Rasant, unterhaltsam - aber oberflächlich und overhyped
Das Leben ist für Arvelle als älteste Schwester alles andere als einfach, insbesondere nicht im Dornen Distrikt. Hier herrscht ein täglicher Kampf ums Überleben. Nahrungsmittel und Medizin sind rares Gut- gerade Letzteres würde ihr Bruder dringend benötigen. Als ein undurchsichtiger Vampir ihr einen Handel anbietet, ergreift sie diesen letzten Strohhalm und stürzt sich in ein tödliches Abenteuer. Der Auftrag mag simpel klingen: Töte den Imperator. Aber leichter gesagt als getan, denn um überhaupt in dessen Nähe zu gelangen, muss sie an der Auslese teilnehmen und sich tödlichen Wettkämpfen analog zu Gladiatorenkämpfen stellen. Dabei wird sie unwillentlich zum praktischen Spielball diverser Figuren am Hof und sieht sich dabei auch mit ihrer Vergangenheit, tiefen emotionalen Wunden und einer alten Liebe konfrontiert. Ob ihr der grosse Coup gelingt und was Arvelle sonst noch alles durchleben muss, müsst ihr selber herausfinden. Die Autorin hat hier Fantasyelemente mit Vampiren, magischen Geschöpfen und einer Prise Magie in ein (rudimentär konstruiertes) Gladiatoren-Setting gepfercht. Der Grundidee habe ich viel abgewinnen können. Aber leider bleibt wie auch bei anderen Reihen von Stacia Stark die feine Ausarbeitung der Welt auf der Strecke. Es ist eine rasante Lektüre mit viel Handlung, aber sehr wenig Tiefe. Dennoch wird einem als Leser/in nicht langweilig. Tod, Blut und Intrigen ziehen sich wie ein roter Faden durch den Auftakt der Trilogie. Die grosse Auflösung zum Schluss hin wirkt auf mich auch eher platt konstruiert. Und dann wären da noch die Löcher im Plot… Zur schnellen Handlungsgeschwindigkeit hat der einfache, aber leicht bildliche Schreibstil der Autorin gepasst. Arvelle als Protagonistin fand ich okay. Mutig, aufopfernd, gewissenhaft, aber leider ein bisschen naiv. Nein, sie navigiert nicht wie ein Mastermind durch die Geschichte hindurch, sondern wird zur leicht lenkbaren Waffe für andere Akteure. Der Loveinterest... ja, welcher ist es denn? Der Kommandant der königlichen Garde oder der sadistische Sohn des Herrschers? Wer den Klappentext des Englischen Buches liest, dem wird dieser Gedanke als erstes durch den Kopf schwirren. ‼️Achtung! Jetzt gibt's Spoiler!‼️ Die Autorin hat eine epische Liebesgeschichte aufgezogen, die alles enthält, was ein Endgame-Couple haben muss. Eine verbindende Vorgeschichte, ein grosses Missverständnis, ein riesengrosses Opfer und ganz viele tiefe Emotionen. Und was macht Stacia Stark dann, nachdem sie das so grossartig konstruiert hat? Ja genau, sie versetzt dem einzigen tiefgründigen Aspekt ihrer eher oberflächlich gehaltenen Story den fettesten Makel überhaupt, indem sie ein Love-Triangle andeutet. 🫠🙄 Ein klassisches Copy-Paste aus SJMs ACOTAR. Unter der Betrachtung des "Verwandtschaftsgrades" der beiden Anwärter ist mir Galle hochgekommen. Also nein, der Romance-Plot überzeugt leider nicht. Von mir gibt es 2.5 ⭐️ für den actionreichen Auftakt, aber keine aktive Leseempfehlung. Ich kann den riesengrossen Hype um dieses Buch nicht nachvollziehen. Aus meiner Sicht ist das Potenzial nicht ausgeschöpft worden und es war mir zu oberflächlich. Aber das ist nur meine subjektive Wahrnehmung. Mit Stacia Starks restlichen Büchern (Kingdom of Lies) bin ich auch nicht warm geworden. Wer Lust auf eine fastpaced Story mit Gladiatorenkämpfen, Vampiren, viel Blut hat und einfach eine unterhaltsame Geschichte sucht, der könnte mit "We Who Will Die" eine nette Lesezeit haben. Die Deutsche Version erscheint am 1. März 2026 als "Empire Of Blood" beim dtv Verlag.
18. Jan. 2026
Rasant, unterhaltsam - aber oberflächlich und overhyped
Das Leben ist für Arvelle als älteste Schwester alles andere als einfach, insbesondere nicht im Dornen Distrikt. Hier herrscht ein täglicher Kampf ums Überleben. Nahrungsmittel und Medizin sind rares Gut- gerade Letzteres würde ihr Bruder dringend benötigen. Als ein undurchsichtiger Vampir ihr einen Handel anbietet, ergreift sie diesen letzten Strohhalm und stürzt sich in ein tödliches Abenteuer. Der Auftrag mag simpel klingen: Töte den Imperator. Aber leichter gesagt als getan, denn um überhaupt in dessen Nähe zu gelangen, muss sie an der Auslese teilnehmen und sich tödlichen Wettkämpfen analog zu Gladiatorenkämpfen stellen. Dabei wird sie unwillentlich zum praktischen Spielball diverser Figuren am Hof und sieht sich dabei auch mit ihrer Vergangenheit, tiefen emotionalen Wunden und einer alten Liebe konfrontiert. Ob ihr der grosse Coup gelingt und was Arvelle sonst noch alles durchleben muss, müsst ihr selber herausfinden. Die Autorin hat hier Fantasyelemente mit Vampiren, magischen Geschöpfen und einer Prise Magie in ein (rudimentär konstruiertes) Gladiatoren-Setting gepfercht. Der Grundidee habe ich viel abgewinnen können. Aber leider bleibt wie auch bei anderen Reihen von Stacia Stark die feine Ausarbeitung der Welt auf der Strecke. Es ist eine rasante Lektüre mit viel Handlung, aber sehr wenig Tiefe. Dennoch wird einem als Leser/in nicht langweilig. Tod, Blut und Intrigen ziehen sich wie ein roter Faden durch den Auftakt der Trilogie. Die grosse Auflösung zum Schluss hin wirkt auf mich auch eher platt konstruiert. Und dann wären da noch die Löcher im Plot… Zur schnellen Handlungsgeschwindigkeit hat der einfache, aber leicht bildliche Schreibstil der Autorin gepasst. Arvelle als Protagonistin fand ich okay. Mutig, aufopfernd, gewissenhaft, aber leider ein bisschen naiv. Nein, sie navigiert nicht wie ein Mastermind durch die Geschichte hindurch, sondern wird zur leicht lenkbaren Waffe für andere Akteure. Der Loveinterest... ja, welcher ist es denn? Der Kommandant der königlichen Garde oder der sadistische Sohn des Herrschers? Wer den Klappentext des Englischen Buches liest, dem wird dieser Gedanke als erstes durch den Kopf schwirren. ‼️Achtung! Jetzt gibt's Spoiler!‼️ Die Autorin hat eine epische Liebesgeschichte aufgezogen, die alles enthält, was ein Endgame-Couple haben muss. Eine verbindende Vorgeschichte, ein grosses Missverständnis, ein riesengrosses Opfer und ganz viele tiefe Emotionen. Und was macht Stacia Stark dann, nachdem sie das so grossartig konstruiert hat? Ja genau, sie versetzt dem einzigen tiefgründigen Aspekt ihrer eher oberflächlich gehaltenen Story den fettesten Makel überhaupt, indem sie ein Love-Triangle andeutet. 🫠🙄 Ein klassisches Copy-Paste aus SJMs ACOTAR. Unter der Betrachtung des "Verwandtschaftsgrades" der beiden Anwärter ist mir Galle hochgekommen. Also nein, der Romance-Plot überzeugt leider nicht. Von mir gibt es 2.5 ⭐️ für den actionreichen Auftakt, aber keine aktive Leseempfehlung. Ich kann den riesengrossen Hype um dieses Buch nicht nachvollziehen. Aus meiner Sicht ist das Potenzial nicht ausgeschöpft worden und es war mir zu oberflächlich. Aber das ist nur meine subjektive Wahrnehmung. Mit Stacia Starks restlichen Büchern (Kingdom of Lies) bin ich auch nicht warm geworden. Wer Lust auf eine fastpaced Story mit Gladiatorenkämpfen, Vampiren, viel Blut hat und einfach eine unterhaltsame Geschichte sucht, der könnte mit "We Who Will Die" eine nette Lesezeit haben. Die Deutsche Version erscheint am 1. März 2026 als "Empire Of Blood" beim dtv Verlag.
18. Jan. 2026








