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Um ehrlich zu sein, ich war etwas enttäuscht. Vielleicht waren meine Ewartungen angesichts meiner Euphorie zu hoch geschraubt? Maya, gerade frisch getrennt von einem Hochstapler, zieht in ein Haus, in dem einer durchgeknallter als der andere ist. Ganz zu schweigen von der Hausordung, die nicht von dieser Welt ist und bei der ich mich ernsthaft frage, wer sich bitte so etwas antut und dann auch noch alle möglichen Unannehmlichkeiten in Kauf nimmt, um sie einzuhalten. Neben dem sehr speziellen Bewohner, Herrn Schönrichtig, der unablässig von Lady Grazie spricht, die diese und jene Befindlichkeiten hat und derentwillen die Hausordnung noch um etliche bizarre Zusatzartikel ergänzt wird, ist da noch die intrigante Teenagergöre Katja, die Maya auf den ersten Blick hasst und ihr das Leben fortan zu Hölle macht. Ihr Erfindungsreichtum kennt dabei keine Grenzen und mir wurde es bald zuviel. Denn nicht nur die Personen erschienen mir überzeichnet, sondern auch die haarsträubenden Situationen, in die sich die chaotische Maya Seite um Seite bringt. Der einzig Normale scheint mir Holger zu sein, ein Traum von einem Mann! Kein Wunder, dass Maya völlig kopflos ist. Sonst nicht auf den Mund gefallen, schafft sie es nicht, irgendwie mal mit dem Mann zu reden. Klar, dann wäre der Plot hinfällig, aber mich hat es zunehmend genervt, vor allem weil die Katastrophen kein Ende nahmen und man schon ahnte, dass alles anders sein würde als gedacht. Dennoch eignet sich “Was sich liebt, das rächt sich nicht” als wunderbar leichte Sommerlektüre für Garten und Strand. Was mir wirklich sehr gut gefallen hat, ist der locker-freche Schreibstil der beiden Autorinnen, die sich hinter dem Pseudonym Rose Snow verbergen. Mit viel Humor und beneidenswertem Wortwitz schreiben sie sich dem Leser ins Herz und schaffen es, den Leser trotz mancher Länge lachend bis zum Ende bei der Stange zu halten. So hat das Lesen dann doch Spaß gemacht und man liest auch aufgrund der einfachen Schreibweise Seite um Seite in Rekordgeschwindigkeit. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, mehr von den beiden zu lesen, auch wenn es für “Was sich liebt, das rächt sich nicht” nur gute drei Tintenfässchen gibt – mit Tendenz nach oben. Auf der Seite der Autorinnen gibt es auch bereits eine Umfrage, mit welchen der Personen es weiter gehen soll. © Tintenelfe www.tintenhain.de
23. Sept. 2022
Um ehrlich zu sein, ich war etwas enttäuscht. Vielleicht waren meine Ewartungen angesichts meiner Euphorie zu hoch geschraubt? Maya, gerade frisch getrennt von einem Hochstapler, zieht in ein Haus, in dem einer durchgeknallter als der andere ist. Ganz zu schweigen von der Hausordung, die nicht von dieser Welt ist und bei der ich mich ernsthaft frage, wer sich bitte so etwas antut und dann auch noch alle möglichen Unannehmlichkeiten in Kauf nimmt, um sie einzuhalten. Neben dem sehr speziellen Bewohner, Herrn Schönrichtig, der unablässig von Lady Grazie spricht, die diese und jene Befindlichkeiten hat und derentwillen die Hausordnung noch um etliche bizarre Zusatzartikel ergänzt wird, ist da noch die intrigante Teenagergöre Katja, die Maya auf den ersten Blick hasst und ihr das Leben fortan zu Hölle macht. Ihr Erfindungsreichtum kennt dabei keine Grenzen und mir wurde es bald zuviel. Denn nicht nur die Personen erschienen mir überzeichnet, sondern auch die haarsträubenden Situationen, in die sich die chaotische Maya Seite um Seite bringt. Der einzig Normale scheint mir Holger zu sein, ein Traum von einem Mann! Kein Wunder, dass Maya völlig kopflos ist. Sonst nicht auf den Mund gefallen, schafft sie es nicht, irgendwie mal mit dem Mann zu reden. Klar, dann wäre der Plot hinfällig, aber mich hat es zunehmend genervt, vor allem weil die Katastrophen kein Ende nahmen und man schon ahnte, dass alles anders sein würde als gedacht. Dennoch eignet sich “Was sich liebt, das rächt sich nicht” als wunderbar leichte Sommerlektüre für Garten und Strand. Was mir wirklich sehr gut gefallen hat, ist der locker-freche Schreibstil der beiden Autorinnen, die sich hinter dem Pseudonym Rose Snow verbergen. Mit viel Humor und beneidenswertem Wortwitz schreiben sie sich dem Leser ins Herz und schaffen es, den Leser trotz mancher Länge lachend bis zum Ende bei der Stange zu halten. So hat das Lesen dann doch Spaß gemacht und man liest auch aufgrund der einfachen Schreibweise Seite um Seite in Rekordgeschwindigkeit. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, mehr von den beiden zu lesen, auch wenn es für “Was sich liebt, das rächt sich nicht” nur gute drei Tintenfässchen gibt – mit Tendenz nach oben. Auf der Seite der Autorinnen gibt es auch bereits eine Umfrage, mit welchen der Personen es weiter gehen soll. © Tintenelfe www.tintenhain.de
23. Sept. 2022





