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Starker Anfang, schlechtes Ende. Es hatte so viel Potential 😭
Ich gebe Vicious Doctor 3,5 Sterne. Es ist wirklich schade, denn das Buch hat unglaublich stark angefangen und hatte so viel Potenzial. Der Schreibstil ist recht salopp gehalten, mit vielen derben Ausdrücken und Flüchen – das muss man mögen. Anfangs dachte ich daher, es wird ein eher „trashiges“ Buch, aber im positiven Sinne: unterhaltsam, witzig und genau das Richtige, wenn man es nicht zu ernst nimmt. Und genau so hat es sich am Anfang auch angefühlt – nur eben richtig gut umgesetzt. Die Grundidee der Geschichte hat mir sehr gefallen, und auch die Charaktere waren spannend angelegt. Rex fand ich als Figur besonders interessant mit seiner psychopathischen, düsteren Art. Auch Jubilée als Protagonistin hatte etwas – ein Freigeist, der gut in die Story gepasst hat. Zu Beginn hätte ich sogar gesagt, das geht in Richtung fünf Sterne, wenn man sich auf den Stil einlässt. Leider kippt das Ganze in den letzten Kapiteln komplett. Die letzten etwa zehn Kapitel haben für mich vieles kaputt gemacht. Es wirkt, als wäre die Geschichte plötzlich zu schnell abgehandelt worden: Entwicklungen passieren abrupt, Entscheidungen wirken unlogisch und die Handlung verliert an Tiefe. Besonders enttäuschend fand ich die Entwicklung von Rex. Ein Charakter, der anfangs so konsequent düster und „böse“ war, verändert sich zum Ende hin plötzlich sehr stark – und das leider nicht auf eine nachvollziehbare Weise. Dadurch geht viel von der ursprünglichen Atmosphäre verloren. Auch die Beziehung zwischen den beiden hätte deutlich mehr Raum gebraucht. Mit mehr Seiten und mehr Tiefe hätte sich hier etwas richtig Intensives entwickeln können. Insgesamt hätte die Geschichte gern mutiger und konsequenter in Richtung Dark Romance gehen dürfen – mehr Spannung, mehr Abgründe, mehr Entwicklung. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Handlung rund um die Flucht: Jubilée handelt sehr unüberlegt, und vieles, was danach passiert, fühlt sich überhastet und nicht wirklich durchdacht an. Selbst für eine fiktive, nicht realistische Story wirkt das Ende einfach zu konstruiert und unausgereift. Umso ärgerlicher ist es, weil man das Potenzial der Autorin deutlich merkt. Mit mehr Tiefe, mehr Konsequenz in der Charakterentwicklung und einem weniger überstürzten Ende hätte das eine richtig starke Dark-Romance-Geschichte – vielleicht sogar eine ganze Reihe – werden können. So bleibt am Ende leider das Gefühl, dass viel verschenkt wurde.
5 Tage vor
Starker Anfang, schlechtes Ende. Es hatte so viel Potential 😭
Ich gebe Vicious Doctor 3,5 Sterne. Es ist wirklich schade, denn das Buch hat unglaublich stark angefangen und hatte so viel Potenzial. Der Schreibstil ist recht salopp gehalten, mit vielen derben Ausdrücken und Flüchen – das muss man mögen. Anfangs dachte ich daher, es wird ein eher „trashiges“ Buch, aber im positiven Sinne: unterhaltsam, witzig und genau das Richtige, wenn man es nicht zu ernst nimmt. Und genau so hat es sich am Anfang auch angefühlt – nur eben richtig gut umgesetzt. Die Grundidee der Geschichte hat mir sehr gefallen, und auch die Charaktere waren spannend angelegt. Rex fand ich als Figur besonders interessant mit seiner psychopathischen, düsteren Art. Auch Jubilée als Protagonistin hatte etwas – ein Freigeist, der gut in die Story gepasst hat. Zu Beginn hätte ich sogar gesagt, das geht in Richtung fünf Sterne, wenn man sich auf den Stil einlässt. Leider kippt das Ganze in den letzten Kapiteln komplett. Die letzten etwa zehn Kapitel haben für mich vieles kaputt gemacht. Es wirkt, als wäre die Geschichte plötzlich zu schnell abgehandelt worden: Entwicklungen passieren abrupt, Entscheidungen wirken unlogisch und die Handlung verliert an Tiefe. Besonders enttäuschend fand ich die Entwicklung von Rex. Ein Charakter, der anfangs so konsequent düster und „böse“ war, verändert sich zum Ende hin plötzlich sehr stark – und das leider nicht auf eine nachvollziehbare Weise. Dadurch geht viel von der ursprünglichen Atmosphäre verloren. Auch die Beziehung zwischen den beiden hätte deutlich mehr Raum gebraucht. Mit mehr Seiten und mehr Tiefe hätte sich hier etwas richtig Intensives entwickeln können. Insgesamt hätte die Geschichte gern mutiger und konsequenter in Richtung Dark Romance gehen dürfen – mehr Spannung, mehr Abgründe, mehr Entwicklung. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Handlung rund um die Flucht: Jubilée handelt sehr unüberlegt, und vieles, was danach passiert, fühlt sich überhastet und nicht wirklich durchdacht an. Selbst für eine fiktive, nicht realistische Story wirkt das Ende einfach zu konstruiert und unausgereift. Umso ärgerlicher ist es, weil man das Potenzial der Autorin deutlich merkt. Mit mehr Tiefe, mehr Konsequenz in der Charakterentwicklung und einem weniger überstürzten Ende hätte das eine richtig starke Dark-Romance-Geschichte – vielleicht sogar eine ganze Reihe – werden können. So bleibt am Ende leider das Gefühl, dass viel verschenkt wurde.
5 Tage vor








