Blick ins Buch

Thriller

Unter der Erde

3,4(35)
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Über das Buch

Was verbirgt ein ganzes Dorf? – der neue Thriller von Stephan Ludwig, dem Autor der Kult-Bestseller-Reihe »Zorn«

Volkow, ein Dorf am Rand eines riesigen Tagebaugebiets. Täglich fressen sich die Bagger näher heran, in einigen Monaten wird das Dorf verschwunden sein. Doch die Bewohner bleiben, »man kümmert sich umeinander«.

Das erfährt Elias Haack am eigenen Leib, als er an einem heißen Sommertag nach Volkow kommt. Die Neugier auf seinen Großvater Wilhelm hat ihn in das so malerische wie abgelegene Dorf gebracht.

Elias hat Wilhelm seit über dreißig Jahren nicht mehr gesehen, doch das Wiedersehen währt nur kurz. Wilhelm stirbt, und Elias strandet bei der Suche nach seiner Herkunft, die weit in die Vergangenheit reicht, in Volkow. Es führt zwar ein Weg ins Dorf, aber wie es scheint, keiner mehr heraus.

Je länger er im Haus seines Großvaters bleibt, desto merkwürdiger kommen ihm die Dorfbewohner vor. Warum harren sie aus, obwohl die Bagger von Tag zu Tag näher rücken? Was haben sie zu verbergen? Und was hat das alles mit Elias zu tun?

Editionen (2)

ISBN9783651000780
VerlagFISCHER Scherz
Erscheinungsdatum26.02.20
Seitenzahl400

Rezensionen & Bewertungen

35 Bewertungen

5 Rezensionen

3,4

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  • wawaicehopper
    wawaicehopper

    26 Follower

    4,5

    Tief verborgen: Was unter der Erde

    Im Gegensatz zu vielen anderen Rezensionen, die ich im Vorfeld gelesen habe, hat mir „Unter der Erde“ wirklich gut gefallen. Die Geschichte ist spannend erzählt und hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Im Mittelpunkt steht der Autor Elias, der überraschend eine Postkarte von seinem Großvater erhält – eine Einladung zu dessen Geburtstag. Neugierig macht er sich auf den Weg in ein kleines, abgelegenes Dorf am Rande eines sich ständig ausbreitenden Tagebaus. Kurz vor dem Ziel hat er einen leichten Autounfall, doch die Reparatur verzögert sich, und so bleibt er länger im Dorf, als zunächst geplant. Die Dorfgemeinschaft ist klein und wirkt auf den ersten Blick sehr eng verbunden – fast schon zu sehr. Mit der Zeit merkt Elias (und auch der Leser), dass dort nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Viele Fragen stehen im Raum: Wovon leben diese Leute eigentlich? Was verbergen sie? Und was genau steckt hinter dem seltsamen Verhalten seines Großvaters? Im Laufe der Handlung wird klar, dass der Großvater sein Geld nicht auf legale Weise verdient hat – und das Dorf offenbar tief in seine Machenschaften verstrickt ist. Diese düstere Atmosphäre und das Gefühl ständiger Bedrohung machen das Buch für mich besonders lesenswert. Ein Kritikpunkt, den ich jedoch teilen muss: Die wiederkehrende Obsession des Autors mit weiblichen Brüsten wirkte auf mich störend und unnötig. Trotzdem: „Unter der Erde“ ist für mich ein spannender, atmosphärisch dichter Roman mit einem originellen Setting und einer Geschichte, die unter die Haut geht. Wer gerne psychologische Spannung und mysteriöse Dorfgeschichten liest, kommt hier definitiv auf seine Ende?

    Tief verborgen: Was unter der Erde

    14. Juni 2025

  • bettisbuecher
    bettisbuecher

    348 Follower

    2,0

    In diesem Buch geht es um Elias der Autor ist und gerade unter einer Schreibblockade leidet. Da trifft es sich gut das er von seinem Großvater den er schon ewig nicht mehr gesehen hat und mit dem er im Prinzip nichts zu tun hat, zu seinem Geburtstag eingeladen wird. Wilhelm wohnt aber gefühlt am Ende der Welt in einem kleinen Dorf das in ein paar Wochen verschwunden sein wird. Schuld daran sind die Bagger des Tagebaus die immer näher rücken. Bald müssen die Bewohner des Dorfes dort weggehen. Aber wie es scheint wollen die Bewohner nicht weg. Sie verhalten sich von Tag zu Tag komischer. Was dann passiert müsst ihr selbst lesen. Insgesamt hat mir die Geschichte leider nicht wirklich gefallen. Ich wurde mit den Charakteren nicht wirklich warm und Elias als Hauptprotagonist war mir auch nicht wirklich sympathisch oder ist mir richtig nahegekommen. Das ändert sich leider auch nicht als man etwas mehr über seine Vergangenheit erfährt und die Rätsel der Geschichte nach und nach aufgelöst werden. Wie die Auflösung dann war, war dann wieder einigermaßen interessant und auch besonders. Gleichzeitig hat es mich vor allem im letzten Drittel auch nicht mehr wirklich interessiert wie es ausgeht. Vor allem ganz zum Schluss war es dann nur noch Verwirrend und wurde mir auch zu schnell aufgelöst. Ich hatte meine Probleme alles nachzuvollziehen und verstehen zu können. Und auch die Charaktere haben sich teilweise komisch verhalten bzw. für mich eher unrealistisch. Da haben mir bei vielen noch Hintergrundinfos gefehlt um das Verhalten vielleicht zumindest in Ansätzen nachvollziehen zu können. Das alles hat nicht unbedingt dafür gesorgt, dass ich die Geschichte weiterlesen wollte und dass sie mir gefallen hat. Für die Idee der Geschichte und das ungewöhnliche Setting gebe ich dem Buch aber noch 2 Sterne.

    20. Jan. 2024

  • aniya
    aniya

    146 Follower

    1,0

    Elias bekommt eine Einladung zum Geburtstag seines Großvaters. Zu dem hatte er schon ewig keinen Kontakt mehr. Aus Neugier fährt Elias in das Dorf, in dem der alte Mann wohnt. Leider kann er sich nur kurz mit ihm unterhalten, denn plötzlich stirbt der Opa und das ganze Dorf verhält sich merkwürdig... Das klingt wie der Stoff, aus dem richtig gute Thriller sind. Ich habe eine spannende und leicht unheimliche Story erwartet, mit subtilen Hinweisen und großem Plottwist. Bekommen habe ich jedoch eine für mich persönlich eher langweilige Geschichte, mit Charakteren, die mir im besten Fall egal, im schlimmsten total unsympathisch waren. Hinzu kommen ein paar Klischees und ein Frauenbild zum Wegrennen. Protagonist Elias ist der typische Schriftsteller mittleren Alters, der irgendwie eine kleine Krise hat und auf seine Bestseller eher nicht so positiv zu sprechen ist. Eigentlich wünscht er sich, endlich mal was "Richtiges" zu schreiben, was von Belang. Von seinen Leserinnen hält er nicht allzu viel, offenbar sind Frauen, die gerne (blutige) Fantasy und Horror lesen ihm zuwider. Und Liebesromane stehen wohl auch immer noch für Frauen, die nichts im Kopf haben (zumindest macht Opa Wilhelm einen dummen Spruch in der Richtung und Elias nimmt das so hin). Im Dorf ist die Welt erstmal noch in Ordnung: die Frauen stehen in der Küche und servieren das Essen, während die Männer zusammmensitzen und ihre wichtigen, wichtigen Gespräche führen (Ausnahme ist natürlich der Grill, der ist Männersache). Betty ist grade anfangs hauptsächlich ein Paar wandelnde Brüste auf zwei Beinen (es gibt einen Typen im Dorf, der fast über nichts anderes spricht als ihre Möpse, es hat mich so geekelt), Anna ist jung (und es wird oft betont, dass sie eine junge Frau ist) und wunderschön und ach, hat die tolle Beine. Und klar, Anna will ihren Mann verlassen und schmeißt sich dem übergewichtigen und alternden Elias an den Hals – ohne, dass der auch nur im geringsten misstrauisch wird. Innerhalb kürzester Zeit ist er auch schon verliebt. Seine Frau, die patente aber langweilige Martha, scheint zwischendurch vergessen, denn natürlich haben wir hier die Thriller-typische harmonische, aber fade und leidenschaftslose Ehe. Mit dem Schreibstil bin ich auch nicht so ganz warm geworden. Eher kurze Sätze und Abschnitte, dadurch geht das Lesen immerhin recht schnell. Aber die ungelenken Unterbrechungen mitten im Satz, dann plötzlich ein Flashback, dann auf einmal wieder nicht benannte Gestalten, die vermutlich über Walkie Talkie kommunizieren... das war mir einfach irgendwie too much. Ich will natürlich nichts spoilern, aber nur so viel: Mir war alles zu wenig subtil und mysteriös, dafür zu knallig, kostruiert und in your face. Die Auflösung ändert irgendwie am Ende auch nichts an den Klischee-Charakteren und am schlimmsten: sie war mir egal. Hätte es die Leserunde nicht gegeben, hätte ich das Buch definitiv abgebrochen. So habe ich mich eben durchgequält und dabei um die verlorene Lebenszeit getrauert. Fazit: Mir hat das Buch eben einfach nicht zugesagt. Das heißt aber nicht, dass es allen so gehen muss, denn Geschmäcker sind verschieden. Ich würde empfehlen, vor dem Kauf zumindest mal die Leseprobe runterzuladen, wenn man einen E-Reader hat.

    14. Jan. 2024

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Stephan Ludwig

Stephan Ludwig arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze. Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

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