Train Dreams

Train Dreams

Hardcover
3.427
WesternElementeGroteskeTechnik

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Beschreibung

Dies ist die Geschichte des Tagelöhners Robert Grainier, der irgendwann im Jahr 1886 geboren wurde, entweder in Utah oder in Kanada, und der nie erfuhr, wer seine Eltern waren. Robert Grainier war in seinem Leben niemals betrunken, hat nie eine Waffe besessen und hat kein einziges Mal in einen Telefonhörer gesprochen. Er ist mit zahllosen Zügen gefahren, saß in vielen Automobilen und ist einmal, 1927, sogar in einem Flugzeug gereist. Dabei hat sich Robert Grainier in den über 80 Jahren seines Lebens bis auf wenige Meilen dem Pazifik genähert. Gesehen hat er den Ozean nie.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
120
Preis
18.50 €

Beiträge

2
Alle
4

Wie ich mir schon gedacht habe, gefällt mir die Novelle deutlich besser als die Netflix-Verfilmung ( https://letterboxd.com/12drue/film/train-dreams/reviews/ ). Nicht nur, dass das größte Problem der Verfilmung, der penetrante Off-Kommentar, der exzessiv einfach noch einmal erzählt, was man ohnehin gerade sieht, naturgemäß im Text nicht stattfindet (hier stellt man sich vor seinem geistigen Auge vor, was der Erzähler berichtet, wodurch einem nicht sämtliche Denkarbeit abgenommen wird), mutet Denis Johnson seinem Leser*innen auch an anderen Stellen mehr zu als Netflix seinem Publikum. So ist sein Robert Grainier nicht einfach nur die tragische Figur aus der Verfilmung, die man bemitleiden soll, sondern er hat auch durchaus kritischere Seiten, die im Film weggelassen werden (z.B. chinesischer Arbeiter, "Liebessünden"). Zudem ist die Sprache der Novelle von einer rauen, schlichten Poesie, die nicht von den (zugegeben schönen) kitschigen Bildern der Verfilmung erdrückt werden. Netflix hat damit mM nach aus einer sperrigen, kurzen, poetischen Erzählung ein massentaugliches Produkt gemacht, das Anspruch lediglich vorgaukelt.

3

Tolle Erzählung, schlechter Sprecher

Die Geschichte, die keinem übergeordneten Handlungsstrang folgt, sondern einfach von einem Leben in einer Zeit erzählt, für die ich mich sowieso sehr interessiere, hat mich gepackt. Die Wahl von Christian Brückner als Hörbuchsprecher war jedoch nicht die beste. Sicherlich ist seine Stimme sehr prominent und durchaus zum Vorlesen geeignet, aber die ständigen, gut vernehmbaren Atem- und Schluckgeräusche haben mein Hörerlebnis ziemlich abgewertet. Aber als Buch an sich empfehlenswert. Werde mir zeitnah mal die Verfilmung ansehen.

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