Todesblues
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Bessie Raymonds Sohn Shawn wurde vor seiner Haustür erschossen. Auf der Suche nach Gerechtigkeit und um herauszufinden, wer für den Mord verantwortlich ist, wendet sich Bessie an Tamara Hayle. Obwohl der Fall bereits sieben Monate zurückliegt und von der Polizei als ein Streit unter schwarzen Gangs abgetan wurde, stößt Tamara bei ihren Ermittlungen auf familiäre Verknüpfungen und Intrigen, die endlich den wahren Grund für den Mord ans Licht bringen. „Todesblues“ ist der bereits dritte Band um Valerie Wilson Wesleys Privatdetektivin Tamara Hayle. Obwohl mir die ersten beiden Bände mit ihren unterhaltsamen Plots, unerwarteten Wendungen und dem genau richtigen Mix aus Mut, Drama und Action ein äußerst kurzweiliges Lesevergnügen beschert haben, konnte die Story um Shawn Raymonds leider nicht ganz überzeugen. Obwohl einige Wendungen im letzten Drittel des Buches die Spannung wieder etwas erhöhen, bleibt das Gesamterlebnis enttäuschend. Keine Frage, Tamara Hayle ist eine sympathische und äußerst toughe Protagonistin, deren Privatleben zwar existiert, aber im Hintergrund bleibt. Ihr ständiger Kampf gegen Vorurteile und Ungerechtigkeit verleiht der Geschichte eine gewisse Tiefe, auch wenn das Buch insgesamt nicht ganz an meine Erwartungen heranreicht. Die Geschichte leidet unter einem relativ flachen Spannungsbogen, einem sehr vorhersehbaren Plot und einer für meinen Geschmack zu klischeehaft, fast künstlich wirkenden Sprache. Die Handlung konzentriert sich fast ausschließlich auf das Personaltableau, was dazu führt, dass der Täter oder die Täterin am Ende wenig überraschend erscheint. Dennoch liegt die Stärke von „Todesblues“ in der detaillierten Darstellung der familiären Verflechtungen, den sozialen Spannungen und deren Dynamiken. Valerie Wilson Wesley schafft eine lebendige Kulisse und thematisiert gekonnt die Rassenunruhen der Vergangenheit sowie die gegenwärtigen Probleme von Rassismus und Sexismus bei der Polizei. Abschließend bleibt "Todesblues" für mich ein Roman, der seine Potentiale leider nicht ganz ausschöpft und trotz einiger starker Momente größtenteils enttäuscht. Schade! Aus dem amerikanischen Englisch von Gertraude Krueger.

Absolut nicht meins
Nun, es war absolut nicht meins. Mir gefiel die Art des Schreibstiles nicht und das geschriebene leider auch nicht. Die Idee bzw Geschichte dahinter war okay. Aber mehr auch nicht. Für mich nichts. Zum Glück mag allerdings nicht jede/jeder das gleiche. Somit vielleicht ein Highlight für jemand anderen.
Für Tamara Hayle der dritte Fall, für mich eine Erstbekanntschaft mit der schwarzen Ermittlerin aus Newark. Der Vorliegende Roman ist (wenn ich richtig recherchiert habe) bereits 1999 erstmalig bei Diogenes herausgekommen. Der Leser verfolgt hier die Ermittlung der taffen Ermittlerin, die herausbekommen soll, wer Shawn Rayond, den Sohn von Bessie Raymond erschossen hat. Die Polizei hat den Täter, der Shawn vor seinem Haus mitten ins Herz geschossen hat, bislang nicht dingfest machen können; und tatsächlich haben sie auch nur begrennztes Interesse daran, herauszufinden, wer da einen schwarzen Drogendealer erschossen hat. Doch seine Mutter kann keine Ruhe finden, bevor sie nicht sicher weiß, wer ihren Sohn getötet hat. Sie bietet Hayle all ihr Erspartes an - beileibe nicht viel - damit diese den Mörder findet. Hayle nimmt an und gerät in Verstrickungen, die sie bald mehr als nur persönlich berühren. Mehr darf zur Handlung nicht verraten werden - schließlich soll hier ein Mörder gefasst werden, der erst spät in der Geschichte entlarvt wird. Ich war hinundhergerissen, von dem Buch; eigentlich genau mein Beuteschema: Newark, ein Schwarzenviertel, weiße, korrupte Polizisten, Armut, Sex, Drogen und Verbrechen sowie eine Ermittlerin, die selbst immer gerade so über die Runden kommt und in einem eher ärmlichen Büro ihre Ein-Mann, nein, ihre Ein-Frau Detektei führt. Das ist genau die Kulisse und der Plot, in der sich die alten und neuen Hardboiled Detektive in den Romanen von Chandler, Hammett und Lehane bewegen. Doch leider konnte die Autorin bzw. Hayle mich nicht ganz überzeugen; der Schreibstil nicht ganz so flüssig, die Charaktere teils etwas farblos, das Vorgehen der Ermittlerin etwas lasch und zum Teil doch etwas zu träge. Nichtsdestotrotz hat mich das ganze Setting insoweit eingefangen, dass ich mich sicherlich auch noch auf weitere Fälle von Tamara Hayle einlassen möchte; günstigenfalls beginnend bei dem ersten Fall, da doch immer wieder auch auf die Vergangenheit eingegangen wird - vielleicht wird das Gesamtbild dann etwas runder. Und zum Ende hat das Buch dann doch auch noch etwas an Fahrt zugelegt und hat am Ende noch die ein oder andere Wendung gezeigt. Von mir bekommt es 3,5 von 5 bzw. 7 von 10 Sternen. Und obwohl ich schon spannendere Detektiv-Storrys gelesen habe, ist es ganz sicher kein Buch, das sich nicht zu lesen lohnt.
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Bessie Raymonds Sohn Shawn wurde vor seiner Haustür erschossen. Auf der Suche nach Gerechtigkeit und um herauszufinden, wer für den Mord verantwortlich ist, wendet sich Bessie an Tamara Hayle. Obwohl der Fall bereits sieben Monate zurückliegt und von der Polizei als ein Streit unter schwarzen Gangs abgetan wurde, stößt Tamara bei ihren Ermittlungen auf familiäre Verknüpfungen und Intrigen, die endlich den wahren Grund für den Mord ans Licht bringen. „Todesblues“ ist der bereits dritte Band um Valerie Wilson Wesleys Privatdetektivin Tamara Hayle. Obwohl mir die ersten beiden Bände mit ihren unterhaltsamen Plots, unerwarteten Wendungen und dem genau richtigen Mix aus Mut, Drama und Action ein äußerst kurzweiliges Lesevergnügen beschert haben, konnte die Story um Shawn Raymonds leider nicht ganz überzeugen. Obwohl einige Wendungen im letzten Drittel des Buches die Spannung wieder etwas erhöhen, bleibt das Gesamterlebnis enttäuschend. Keine Frage, Tamara Hayle ist eine sympathische und äußerst toughe Protagonistin, deren Privatleben zwar existiert, aber im Hintergrund bleibt. Ihr ständiger Kampf gegen Vorurteile und Ungerechtigkeit verleiht der Geschichte eine gewisse Tiefe, auch wenn das Buch insgesamt nicht ganz an meine Erwartungen heranreicht. Die Geschichte leidet unter einem relativ flachen Spannungsbogen, einem sehr vorhersehbaren Plot und einer für meinen Geschmack zu klischeehaft, fast künstlich wirkenden Sprache. Die Handlung konzentriert sich fast ausschließlich auf das Personaltableau, was dazu führt, dass der Täter oder die Täterin am Ende wenig überraschend erscheint. Dennoch liegt die Stärke von „Todesblues“ in der detaillierten Darstellung der familiären Verflechtungen, den sozialen Spannungen und deren Dynamiken. Valerie Wilson Wesley schafft eine lebendige Kulisse und thematisiert gekonnt die Rassenunruhen der Vergangenheit sowie die gegenwärtigen Probleme von Rassismus und Sexismus bei der Polizei. Abschließend bleibt "Todesblues" für mich ein Roman, der seine Potentiale leider nicht ganz ausschöpft und trotz einiger starker Momente größtenteils enttäuscht. Schade! Aus dem amerikanischen Englisch von Gertraude Krueger.

Absolut nicht meins
Nun, es war absolut nicht meins. Mir gefiel die Art des Schreibstiles nicht und das geschriebene leider auch nicht. Die Idee bzw Geschichte dahinter war okay. Aber mehr auch nicht. Für mich nichts. Zum Glück mag allerdings nicht jede/jeder das gleiche. Somit vielleicht ein Highlight für jemand anderen.
Für Tamara Hayle der dritte Fall, für mich eine Erstbekanntschaft mit der schwarzen Ermittlerin aus Newark. Der Vorliegende Roman ist (wenn ich richtig recherchiert habe) bereits 1999 erstmalig bei Diogenes herausgekommen. Der Leser verfolgt hier die Ermittlung der taffen Ermittlerin, die herausbekommen soll, wer Shawn Rayond, den Sohn von Bessie Raymond erschossen hat. Die Polizei hat den Täter, der Shawn vor seinem Haus mitten ins Herz geschossen hat, bislang nicht dingfest machen können; und tatsächlich haben sie auch nur begrennztes Interesse daran, herauszufinden, wer da einen schwarzen Drogendealer erschossen hat. Doch seine Mutter kann keine Ruhe finden, bevor sie nicht sicher weiß, wer ihren Sohn getötet hat. Sie bietet Hayle all ihr Erspartes an - beileibe nicht viel - damit diese den Mörder findet. Hayle nimmt an und gerät in Verstrickungen, die sie bald mehr als nur persönlich berühren. Mehr darf zur Handlung nicht verraten werden - schließlich soll hier ein Mörder gefasst werden, der erst spät in der Geschichte entlarvt wird. Ich war hinundhergerissen, von dem Buch; eigentlich genau mein Beuteschema: Newark, ein Schwarzenviertel, weiße, korrupte Polizisten, Armut, Sex, Drogen und Verbrechen sowie eine Ermittlerin, die selbst immer gerade so über die Runden kommt und in einem eher ärmlichen Büro ihre Ein-Mann, nein, ihre Ein-Frau Detektei führt. Das ist genau die Kulisse und der Plot, in der sich die alten und neuen Hardboiled Detektive in den Romanen von Chandler, Hammett und Lehane bewegen. Doch leider konnte die Autorin bzw. Hayle mich nicht ganz überzeugen; der Schreibstil nicht ganz so flüssig, die Charaktere teils etwas farblos, das Vorgehen der Ermittlerin etwas lasch und zum Teil doch etwas zu träge. Nichtsdestotrotz hat mich das ganze Setting insoweit eingefangen, dass ich mich sicherlich auch noch auf weitere Fälle von Tamara Hayle einlassen möchte; günstigenfalls beginnend bei dem ersten Fall, da doch immer wieder auch auf die Vergangenheit eingegangen wird - vielleicht wird das Gesamtbild dann etwas runder. Und zum Ende hat das Buch dann doch auch noch etwas an Fahrt zugelegt und hat am Ende noch die ein oder andere Wendung gezeigt. Von mir bekommt es 3,5 von 5 bzw. 7 von 10 Sternen. Und obwohl ich schon spannendere Detektiv-Storrys gelesen habe, ist es ganz sicher kein Buch, das sich nicht zu lesen lohnt.







