Titos Brille
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Adriana Altaras wurde 1960 in Zagreb geboren, lebte ab 1967 in Italien, später in Deutschland. Sie studierte Schauspiel in Berlin und New York, spielte in Film- und Fernsehproduktionen und inszeniert seit den neunziger Jahren an Schauspiel- und Opernhäusern. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Bundesfilmpreis, Theaterpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, Silberner Bär für schauspielerische Leistungen. Adriana Altaras lebt in Berlin.
Beiträge
Es war eine Familiengeschichte, die etwas verwirrend geschrieben ist. Aber dennoch war sie unterhaltsam.
Mit Witz und viel Herzenswärme verwebt Adriana Altaras Episoden aus ihrem herrlich chaotischen, unorthodoxen Berliner Alltag mit der außergewöhnlichen Geschichte ihrer Familie. Sie erzählt von zwei ungleichen Schwestern, von einem Vater, der immer ein Held sein wollte, und von einer Mutter voller Energie und Einsamkeit, vom Exil und von irrwitzigen jüdischen Festen, die sie mit ihrem westfälischen Ehemann und den Fußballbegeisterten Söhnen begeht. Eine unvergessliche Familiengeschichte, die ihren Anfang in Zagreb nimmt und Spuren quer durch Europa und das bewegte 20.Jahrhundert zieht. ISBN:978-3-596-19304-2 Fischer Verlag
Die Vergangenheit ist jetzt....
Ein eindringliches und bewegendes Buch über Herkunft, Verlust und die Last der Geschichte. Mit großer Klarheit und emotionaler Tiefe erzählt Altaras die Geschichte ihrer jüdisch-jugoslawischen Familie und setzt sich dabei schonungslos mit Exil, Verfolgung und Erinnerung auseinander.
„Titos Brille“ von Adriana Altaras ist eine ebenso komische wie berührende Familiengeschichte, in der ich die Mischung aus jüdischem Familienchaos, europäischer Zeitgeschichte und selbstironischem Erzählen als unglaublich lebendig, warmherzig und zugleich schmerzhaft ehrlich erlebt habe.
In „Titos Brille – Die Geschichte meiner strapaziösen Familie“ räumt Adriana Altaras nach dem Tod ihrer Eltern deren Wohnung aus und entdeckt dabei Jahrzehnte europäisch-jüdischer Familiengeschichte. Zwischen alten Fotos, Briefen und Dokumenten treten Verwandte aus Zagreb, Italien, Deutschland und Israel hervor, deren Lebenswege von Holocaust, Exil und Partisanenkampf geprägt sind. Die Erzählung verbindet Gegenwart und Vergangenheit und zeigt, wie die Geschichte der Vorfahren das eigene Leben beeinflusst. Der Ton des Buches ist eindrücklich: Mit Witz, Ironie und Zärtlichkeit erzählt Altaras auch von Tod, Verlust und Schuld. Skurrile Episoden wie absurde Familienfeiern und schräge Tanten stehen vor dem dunklen Hintergrund von Verfolgung und Exil, was das Ganze bittersüß und menschlich macht. Die Erzählerin fühlt sich zwischen Berlin, jüdischer Gemeinschaft, Jugoslawien, Italien und Israel zerrissen und kämpft um ihren Platz in dieser zersplitterten Familienlandschaft. Stilistisch wirkt das Buch manchmal bewusst unaufgeräumt, doch genau diese chaotische Erzählweise passt gut zur „strapaziösen Familie“. „Titos Brille“ liest sich lebendig wie eine Mischung aus Trauerarbeit, Familienchronik und Stand-up, die oft zum Lachen bringt, manchmal schockiert und immer tief berührt.
Interessanter Einblick in die Geschichte einer jüdischen Familie. Teilweise kam ich mit den schnellen Wechseln zwischen den Zeiten nicht zurecht, diese lockerten die Geschichte aber auch auf. Nach einem etwas schwierigen Einstieg, kam ich damit gut zurecht. Komplett in der 1. Person aus Sicht der Autorin erzählt. Man ist nah dran am Geschehen und taucht tief in die Gefühls- und Gedankenwelt der Autorin ein. Zusammenhänge zwischen Holocaust / 2. Weltkrieg und dem Verhalten der Juden 2 Generationen später werden gut beleuchtet. Dieses Buch sollte in den Schulen gelesen werden.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Adriana Altaras wurde 1960 in Zagreb geboren, lebte ab 1967 in Italien, später in Deutschland. Sie studierte Schauspiel in Berlin und New York, spielte in Film- und Fernsehproduktionen und inszeniert seit den neunziger Jahren an Schauspiel- und Opernhäusern. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Bundesfilmpreis, Theaterpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, Silberner Bär für schauspielerische Leistungen. Adriana Altaras lebt in Berlin.
Beiträge
Es war eine Familiengeschichte, die etwas verwirrend geschrieben ist. Aber dennoch war sie unterhaltsam.
Mit Witz und viel Herzenswärme verwebt Adriana Altaras Episoden aus ihrem herrlich chaotischen, unorthodoxen Berliner Alltag mit der außergewöhnlichen Geschichte ihrer Familie. Sie erzählt von zwei ungleichen Schwestern, von einem Vater, der immer ein Held sein wollte, und von einer Mutter voller Energie und Einsamkeit, vom Exil und von irrwitzigen jüdischen Festen, die sie mit ihrem westfälischen Ehemann und den Fußballbegeisterten Söhnen begeht. Eine unvergessliche Familiengeschichte, die ihren Anfang in Zagreb nimmt und Spuren quer durch Europa und das bewegte 20.Jahrhundert zieht. ISBN:978-3-596-19304-2 Fischer Verlag
Die Vergangenheit ist jetzt....
Ein eindringliches und bewegendes Buch über Herkunft, Verlust und die Last der Geschichte. Mit großer Klarheit und emotionaler Tiefe erzählt Altaras die Geschichte ihrer jüdisch-jugoslawischen Familie und setzt sich dabei schonungslos mit Exil, Verfolgung und Erinnerung auseinander.
„Titos Brille“ von Adriana Altaras ist eine ebenso komische wie berührende Familiengeschichte, in der ich die Mischung aus jüdischem Familienchaos, europäischer Zeitgeschichte und selbstironischem Erzählen als unglaublich lebendig, warmherzig und zugleich schmerzhaft ehrlich erlebt habe.
In „Titos Brille – Die Geschichte meiner strapaziösen Familie“ räumt Adriana Altaras nach dem Tod ihrer Eltern deren Wohnung aus und entdeckt dabei Jahrzehnte europäisch-jüdischer Familiengeschichte. Zwischen alten Fotos, Briefen und Dokumenten treten Verwandte aus Zagreb, Italien, Deutschland und Israel hervor, deren Lebenswege von Holocaust, Exil und Partisanenkampf geprägt sind. Die Erzählung verbindet Gegenwart und Vergangenheit und zeigt, wie die Geschichte der Vorfahren das eigene Leben beeinflusst. Der Ton des Buches ist eindrücklich: Mit Witz, Ironie und Zärtlichkeit erzählt Altaras auch von Tod, Verlust und Schuld. Skurrile Episoden wie absurde Familienfeiern und schräge Tanten stehen vor dem dunklen Hintergrund von Verfolgung und Exil, was das Ganze bittersüß und menschlich macht. Die Erzählerin fühlt sich zwischen Berlin, jüdischer Gemeinschaft, Jugoslawien, Italien und Israel zerrissen und kämpft um ihren Platz in dieser zersplitterten Familienlandschaft. Stilistisch wirkt das Buch manchmal bewusst unaufgeräumt, doch genau diese chaotische Erzählweise passt gut zur „strapaziösen Familie“. „Titos Brille“ liest sich lebendig wie eine Mischung aus Trauerarbeit, Familienchronik und Stand-up, die oft zum Lachen bringt, manchmal schockiert und immer tief berührt.
Interessanter Einblick in die Geschichte einer jüdischen Familie. Teilweise kam ich mit den schnellen Wechseln zwischen den Zeiten nicht zurecht, diese lockerten die Geschichte aber auch auf. Nach einem etwas schwierigen Einstieg, kam ich damit gut zurecht. Komplett in der 1. Person aus Sicht der Autorin erzählt. Man ist nah dran am Geschehen und taucht tief in die Gefühls- und Gedankenwelt der Autorin ein. Zusammenhänge zwischen Holocaust / 2. Weltkrieg und dem Verhalten der Juden 2 Generationen später werden gut beleuchtet. Dieses Buch sollte in den Schulen gelesen werden.











