The Woman Who Fooled The World: Belle Gibson's cancer con, and the darkness at the heart of the wellness industry
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Nachdem ich die Serie "Apple Cider Vinegar" auf Netflix gesuchtet habe, bin ich direkt in das Rabbithole rund um Belle Gibson gerutscht. Das Buch, auf dem die Serie hauptsächlich basiert, musste also gelesen werden.. Weder die Serie, noch das Buch, sind leichte Kost. Die Australierin Belle Gibson wird Mitte der 2010er Jahre als Wellness Guru bekannt, denn sie gibt an ihren Hirntumor allein durch gesunde Ernährung geheilt zu haben. Sie hätte der konventionellen Medizin abgeschworen und wäre ihrer inneren Stimme gefolgt, die ihr den richtigen Weg gezeigt hätte.. Tausende Menschen haben ihr zugehört. Tausende Menschen folgten ihr auf Facebook und Instagram. Tausende Menschen kauften ihr Kochbuch. Sie nahmen Anteil an immer weiteren Diagnosen, verfolgten ihr Leben, nahmen sich ein Beispiel. Bis ein Zeitungsartikel all das ins Wanken brachte und Fragen über Fragen laut wurden.. Hat Belle Gibson überhaupt Krebs? In kürzester Zeit bricht alles zusammen, was die junge Frau sich aufgebaut hat, denn alles, was sie jemals sagte, war eine Lüge. Sie hatte nie Krebs, sie besiegte niemals eine unheilbare Krankheit. Das alles war eine Lüge. Und die Autoren dieses Buches bringen alles noch einmal zusammen. Sie erzählen die Geschichte von Gibson von vorne, bringen verschiedene Fakten auf den Tisch, erzählen von Schicksalen, die durch Gibson verändert wurden und zeigen auf, wie gefährlich es ist, auf social media völlig unreflektiert Menschen zu glauben. Bis zum Schluss kann keiner so genau sagen, wieso Gibson das getan hat. Sie hat sich diesbezüglich nie geäußert und wird es wohl auch niemals tun. Viele Fragen bleiben offen.. Doch die Geschichte beweist, dass es unwahrscheinlich wichtig ist, immer, wirklich immer, Fakten zu checken. Nicht nur als private Person, sondern auch riesige Konzerne wie Google, Apple und Buchverlage. Denn sie alle haben Gibson geglaubt. Sie alle haben nie hinterfragt, ob ihre Diagnose vielleicht doch nicht so stimmt, wie sie erzählt. Jegliche Löcher in ihren Geschichten wurden übergangen, und es gab viele davon.. Das Buch zeigt auf, dass wir alle, gerade in medizinischen Bereichen, nur denen vertrauen sollten, die sich auch tatsächlich damit auskennen. Unseren Ärzten, die genau dafür studiert haben.. Ein sehr eindrückliches Buch, das einen ungläubig und auch ein bisschen wütend zurücklässt.
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Nachdem ich die Serie "Apple Cider Vinegar" auf Netflix gesuchtet habe, bin ich direkt in das Rabbithole rund um Belle Gibson gerutscht. Das Buch, auf dem die Serie hauptsächlich basiert, musste also gelesen werden.. Weder die Serie, noch das Buch, sind leichte Kost. Die Australierin Belle Gibson wird Mitte der 2010er Jahre als Wellness Guru bekannt, denn sie gibt an ihren Hirntumor allein durch gesunde Ernährung geheilt zu haben. Sie hätte der konventionellen Medizin abgeschworen und wäre ihrer inneren Stimme gefolgt, die ihr den richtigen Weg gezeigt hätte.. Tausende Menschen haben ihr zugehört. Tausende Menschen folgten ihr auf Facebook und Instagram. Tausende Menschen kauften ihr Kochbuch. Sie nahmen Anteil an immer weiteren Diagnosen, verfolgten ihr Leben, nahmen sich ein Beispiel. Bis ein Zeitungsartikel all das ins Wanken brachte und Fragen über Fragen laut wurden.. Hat Belle Gibson überhaupt Krebs? In kürzester Zeit bricht alles zusammen, was die junge Frau sich aufgebaut hat, denn alles, was sie jemals sagte, war eine Lüge. Sie hatte nie Krebs, sie besiegte niemals eine unheilbare Krankheit. Das alles war eine Lüge. Und die Autoren dieses Buches bringen alles noch einmal zusammen. Sie erzählen die Geschichte von Gibson von vorne, bringen verschiedene Fakten auf den Tisch, erzählen von Schicksalen, die durch Gibson verändert wurden und zeigen auf, wie gefährlich es ist, auf social media völlig unreflektiert Menschen zu glauben. Bis zum Schluss kann keiner so genau sagen, wieso Gibson das getan hat. Sie hat sich diesbezüglich nie geäußert und wird es wohl auch niemals tun. Viele Fragen bleiben offen.. Doch die Geschichte beweist, dass es unwahrscheinlich wichtig ist, immer, wirklich immer, Fakten zu checken. Nicht nur als private Person, sondern auch riesige Konzerne wie Google, Apple und Buchverlage. Denn sie alle haben Gibson geglaubt. Sie alle haben nie hinterfragt, ob ihre Diagnose vielleicht doch nicht so stimmt, wie sie erzählt. Jegliche Löcher in ihren Geschichten wurden übergangen, und es gab viele davon.. Das Buch zeigt auf, dass wir alle, gerade in medizinischen Bereichen, nur denen vertrauen sollten, die sich auch tatsächlich damit auskennen. Unseren Ärzten, die genau dafür studiert haben.. Ein sehr eindrückliches Buch, das einen ungläubig und auch ein bisschen wütend zurücklässt.




