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KURZBESCHREIBUNG In ferner Zukunft leben die meisten Menschen nicht mehr auf der Erde, sondern in Raumschiffen und auf uns unbekannten Planeten. Die Technologie ist weit fortgeschritten und Genmanipulationen gehören zum Alltag. So wurde auch Nemesis, ein Diabolic, erschaffen. Ein Diabolic ist ein künstliches Wesen, das menschliche Gene besitzt, jedoch keinerlei Empfindungen verspürt. Bis auf eine: Den Menschen zu beschützen, auf den der Diabolic geprägt wurde. Eine Tötungsmaschine mit übermenschlichen Kräften und Instinkten. Nemesis wurde auf Sidonia geprägt, eine junge Adlige. Doch als es darauf ankommt, Sidonia zu beschützen, muss Nemesis ihr bisheriges Leben mitsamt ihrer Identität aufgeben. MEINUNG Wow. Ich habe dieses Buch sehr lange in meinem Regal stehen lassen, obwohl ich so viel Positives darüber gehört habe. Der Gedanke ein Science Fiction Buch könne mir gefallen, war lange Zeit abwegig. Jetzt, da ich das Buch gelesen habe, sehe ich es anders. The Diabolic ist überragend gewesen und mehr als alles, was ich mir erhoffen konnte. FIGUREN Zunächst zu den Charakteren. Davon gibt es in S. J. Kincaids Roman eine Menge und ich habe mich am Anfang sehr schwer getan, alle auseinander zu halten. Insbesondere die verschiedenen Ränge und wie die Charaktere miteinander in Verbindung stehen. Dies hat sich nach einigen Seiten jedoch gelegt, denn man versinkt schnell in der Geschichte und sobald das geschehen ist, gelingt die Zuordnung ganz von alleine. Nemesis als Protagonistin war mir auf Anhieb sympathisch. Die Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt, was ein besonderes Leseerlebnis ist, da Nemesis sich sicher ist, keine menschlichen Gefühle zu besitzen. So schildert sie alles sehr sachlich, präzise und mit einem anspruchsvollen Wortschatz. Dennoch ist sie eine sehr greifbare Figur, da man ihr Handeln und ihre Gedanken wunderbar nachvollziehen kann. Nemesis stellt alles in Frage, ist getrieben von ihren Instinkten und tut sich mitunter schwer, menschliches Verhalten nachzuvollziehen. Ihre Gedanken über Menschen, Diabolics und andere künstliche Kreaturen haben mir besonders gefalle. Sie sind mitunter schlichtweg abstrus und anders. Auch die übrigen Charaktere sind der Autorin mehr als geglückt. Selbst wenn nicht jede Figur bis ins Detail erläutert wird, wirken alle glaubwürdig. Durch Nemesis‘ Skepsis hinterfragen Leser mit ihr jede Figur (Sidonia ausgenommen), was das Lesevergnügen noch weiter in die Höhe treibt. Jeder Charakter könnte ein potenzieller Feind sein, was in Nemesis‘ Welt nicht unrealistisch ist. Man fühlt stark mit Nemesis mit und hofft inständig, dass sich das, was sie glaubt, als falsch herausstellt. Denn Nemesis ist der festen Überzeugung keinerlei menschliche Gefühle zu besitzen und lediglich eine Tötungsmaschine zu sein. IDEENREICHTUM & SETTING Doch nicht nur die Figuren werden glaubhaft dargestellt. Leser können sich das von Nemesis beschriebene Setting sehr gut vorstellen. Die präsentierte Zukunft ist einerseits verlockend und aufregend, gleichzeitig aber auch monoton und trist. S. J. Kincaid gelingt es mit wenigen Worten Nemesis‘ Umgebungen geschickt zu fassen, ohne dass sich Leser erschlagen fühlen. Neben Charakteren und World-Building sind an The Diabolic noch weitere Aspekte zu loben. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, sind die kreativen, ungewöhnlichen Namen, die nicht in gefühlt jedem Buch vorkommen. So haben wir neben Nemesis und Sidonia auch Neveni oder Enmity. Diese Namen verleihen dem Buch Originalität und runden das futuristische Setting und seine Diversität perfekt ab. Die Story ist ebenfalls sorgfältig ausgearbeitet und bringt einfach Spaß. Was mir an The Diabolic besonders gefallen hat, ist, dass quasi nie Stillstand herrscht. Keine Szene zieht sich unangenehm in die Länge, keine unnötigen Kapitel wurden verfasst, sodass selbst weniger actionlastige Momente spannend und fesselnd sind. Man fliegt geradezu durch die Seiten und beendet jedes Kapitel mit einem ordentlichen Cliffhanger. Der rote Faden in The Diabolic ist unverkennbar. Gleichzeitig ist der Handlungsverlauf unerwartet und überraschend. Nemesis erwarten Intrigen, neue Bündnisse und eine unerwartete Zukunft, die sie nie für möglich hielt. FAZIT Ich lese selten Bücher, deren Handlungen im Weltall stattfinden und bin positiv überrascht worden. Nie hätte ich gedacht, dass ich mich so sehr für Sci-Fi Romane begeistern könnte.
7. Apr. 2023
KURZBESCHREIBUNG In ferner Zukunft leben die meisten Menschen nicht mehr auf der Erde, sondern in Raumschiffen und auf uns unbekannten Planeten. Die Technologie ist weit fortgeschritten und Genmanipulationen gehören zum Alltag. So wurde auch Nemesis, ein Diabolic, erschaffen. Ein Diabolic ist ein künstliches Wesen, das menschliche Gene besitzt, jedoch keinerlei Empfindungen verspürt. Bis auf eine: Den Menschen zu beschützen, auf den der Diabolic geprägt wurde. Eine Tötungsmaschine mit übermenschlichen Kräften und Instinkten. Nemesis wurde auf Sidonia geprägt, eine junge Adlige. Doch als es darauf ankommt, Sidonia zu beschützen, muss Nemesis ihr bisheriges Leben mitsamt ihrer Identität aufgeben. MEINUNG Wow. Ich habe dieses Buch sehr lange in meinem Regal stehen lassen, obwohl ich so viel Positives darüber gehört habe. Der Gedanke ein Science Fiction Buch könne mir gefallen, war lange Zeit abwegig. Jetzt, da ich das Buch gelesen habe, sehe ich es anders. The Diabolic ist überragend gewesen und mehr als alles, was ich mir erhoffen konnte. FIGUREN Zunächst zu den Charakteren. Davon gibt es in S. J. Kincaids Roman eine Menge und ich habe mich am Anfang sehr schwer getan, alle auseinander zu halten. Insbesondere die verschiedenen Ränge und wie die Charaktere miteinander in Verbindung stehen. Dies hat sich nach einigen Seiten jedoch gelegt, denn man versinkt schnell in der Geschichte und sobald das geschehen ist, gelingt die Zuordnung ganz von alleine. Nemesis als Protagonistin war mir auf Anhieb sympathisch. Die Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt, was ein besonderes Leseerlebnis ist, da Nemesis sich sicher ist, keine menschlichen Gefühle zu besitzen. So schildert sie alles sehr sachlich, präzise und mit einem anspruchsvollen Wortschatz. Dennoch ist sie eine sehr greifbare Figur, da man ihr Handeln und ihre Gedanken wunderbar nachvollziehen kann. Nemesis stellt alles in Frage, ist getrieben von ihren Instinkten und tut sich mitunter schwer, menschliches Verhalten nachzuvollziehen. Ihre Gedanken über Menschen, Diabolics und andere künstliche Kreaturen haben mir besonders gefalle. Sie sind mitunter schlichtweg abstrus und anders. Auch die übrigen Charaktere sind der Autorin mehr als geglückt. Selbst wenn nicht jede Figur bis ins Detail erläutert wird, wirken alle glaubwürdig. Durch Nemesis‘ Skepsis hinterfragen Leser mit ihr jede Figur (Sidonia ausgenommen), was das Lesevergnügen noch weiter in die Höhe treibt. Jeder Charakter könnte ein potenzieller Feind sein, was in Nemesis‘ Welt nicht unrealistisch ist. Man fühlt stark mit Nemesis mit und hofft inständig, dass sich das, was sie glaubt, als falsch herausstellt. Denn Nemesis ist der festen Überzeugung keinerlei menschliche Gefühle zu besitzen und lediglich eine Tötungsmaschine zu sein. IDEENREICHTUM & SETTING Doch nicht nur die Figuren werden glaubhaft dargestellt. Leser können sich das von Nemesis beschriebene Setting sehr gut vorstellen. Die präsentierte Zukunft ist einerseits verlockend und aufregend, gleichzeitig aber auch monoton und trist. S. J. Kincaid gelingt es mit wenigen Worten Nemesis‘ Umgebungen geschickt zu fassen, ohne dass sich Leser erschlagen fühlen. Neben Charakteren und World-Building sind an The Diabolic noch weitere Aspekte zu loben. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, sind die kreativen, ungewöhnlichen Namen, die nicht in gefühlt jedem Buch vorkommen. So haben wir neben Nemesis und Sidonia auch Neveni oder Enmity. Diese Namen verleihen dem Buch Originalität und runden das futuristische Setting und seine Diversität perfekt ab. Die Story ist ebenfalls sorgfältig ausgearbeitet und bringt einfach Spaß. Was mir an The Diabolic besonders gefallen hat, ist, dass quasi nie Stillstand herrscht. Keine Szene zieht sich unangenehm in die Länge, keine unnötigen Kapitel wurden verfasst, sodass selbst weniger actionlastige Momente spannend und fesselnd sind. Man fliegt geradezu durch die Seiten und beendet jedes Kapitel mit einem ordentlichen Cliffhanger. Der rote Faden in The Diabolic ist unverkennbar. Gleichzeitig ist der Handlungsverlauf unerwartet und überraschend. Nemesis erwarten Intrigen, neue Bündnisse und eine unerwartete Zukunft, die sie nie für möglich hielt. FAZIT Ich lese selten Bücher, deren Handlungen im Weltall stattfinden und bin positiv überrascht worden. Nie hätte ich gedacht, dass ich mich so sehr für Sci-Fi Romane begeistern könnte.
7. Apr. 2023






