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Einer von Highsmith's schwächeren Romanen. Man sieht einer Reihe von Charakteren dabei zu, wie sie krass überreagieren, ohne dass sich erschlösse, warum eigentlich.
Wie bei Highsmith zu erwarten, handelt es sich um einen psychologischen Krimi mit starker Betonung auf psychologisch. Der von Depressionen geplagte, frisch geschiedene Robert beobachtet die junge, aber alleine lebende Jenny mehrfach heimlich bei der Hausarbeit, ist fasziniert von diesem Anblick. Als sie ihn ertappt, entwickelt sich zunächst eine Freundschaft, die von Jennys Seite zu Liebe wird. Darüber trennt sie sich von ihrem Verlobten, Greg, der beschließt, mit allen Mitteln um sie zu kämpfen. Zunehmend wird klar, dass auch Jenny von düsteren Stimmungen heimgesucht wird. Nach einer Schlägerei mit Robert verschwindet Greg spurlos. Ein vager Mordverdacht fällt auf Robert. Mehr kann man zur Handlung kaum sagen, ohne zu spoilern. Zum Krimi wird das Buch erst auf S. 102 von 248, als Greg verschwindet. Da ist ganz schön Geduld gefragt. Aber dann wird es durchaus spannend. Rückblickend bekommt die langatmige Exposition, wenn man die ersten 100 Seiten denn so nennen will, dann also auch Sinn. Enttäuschend sind für mich die Charaktere. Sie bleiben seltsam flach und unspannend. Am meisten hat mich noch Jenny fasziniert, aber sie ist keine Hauptfigur. Die Motive und Triebkräfte der Handelnden bleiben seltsam schemenhaft, und das ungewollt. Unter dem Strich sicher nicht Highsmith in Hochform, noch nicht Mal in Normalform. Erstaunlich, dass der Roman mehrfach verfilmt wurde. Wahrscheinlich mit dem Hintergedanken, den blassen Charakteren im Film Leben einzuhauchen?
10. Aug. 2025
Einer von Highsmith's schwächeren Romanen. Man sieht einer Reihe von Charakteren dabei zu, wie sie krass überreagieren, ohne dass sich erschlösse, warum eigentlich.
Wie bei Highsmith zu erwarten, handelt es sich um einen psychologischen Krimi mit starker Betonung auf psychologisch. Der von Depressionen geplagte, frisch geschiedene Robert beobachtet die junge, aber alleine lebende Jenny mehrfach heimlich bei der Hausarbeit, ist fasziniert von diesem Anblick. Als sie ihn ertappt, entwickelt sich zunächst eine Freundschaft, die von Jennys Seite zu Liebe wird. Darüber trennt sie sich von ihrem Verlobten, Greg, der beschließt, mit allen Mitteln um sie zu kämpfen. Zunehmend wird klar, dass auch Jenny von düsteren Stimmungen heimgesucht wird. Nach einer Schlägerei mit Robert verschwindet Greg spurlos. Ein vager Mordverdacht fällt auf Robert. Mehr kann man zur Handlung kaum sagen, ohne zu spoilern. Zum Krimi wird das Buch erst auf S. 102 von 248, als Greg verschwindet. Da ist ganz schön Geduld gefragt. Aber dann wird es durchaus spannend. Rückblickend bekommt die langatmige Exposition, wenn man die ersten 100 Seiten denn so nennen will, dann also auch Sinn. Enttäuschend sind für mich die Charaktere. Sie bleiben seltsam flach und unspannend. Am meisten hat mich noch Jenny fasziniert, aber sie ist keine Hauptfigur. Die Motive und Triebkräfte der Handelnden bleiben seltsam schemenhaft, und das ungewollt. Unter dem Strich sicher nicht Highsmith in Hochform, noch nicht Mal in Normalform. Erstaunlich, dass der Roman mehrfach verfilmt wurde. Wahrscheinlich mit dem Hintergedanken, den blassen Charakteren im Film Leben einzuhauchen?
10. Aug. 2025




