Du bist mein Tod

Du bist mein Tod

Paperback
3.730
StalkingStalkerBlaubartPsychothriller

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Beschreibung

Ein Mann, der ihr die Welt zu Füßen legt: der Traum einer jeden Frau. Doch für Clarissa ist es ein Alptraum. Denn sie will seine Geschenke, seine Blumen, seine Nähe nicht. Nirgends ist sie mehr sicher. Er lauert ihr auf, Tag und Nacht. Aber keiner erkennt die Gefahr, selbst ihre beste Freundin nicht. Für alle anderen sieht es aus wie die große Liebe. Was sie auch macht, sie kann sich nicht wehren, er kommt ihr näher und näher. Dann erfährt sie, dass seine Exfreundin seit Jahren vermisst wird. Clarissa fürchtet um ihr Leben. Bis sie endlich zurückschlägt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Thriller
Sub-Genre
Psycho
Format
Paperback
Seitenzahl
368
Preis
15.50 €

Autorenbeschreibung

Claire Kendal wurde in den USA geboren und ist in England aufgewachsen. Du bist mein Tod ist ihr erster Roman und erscheint in fünfundzwanzig Ländern. Sie unterrichtet Literaturwissenschaft und Kreatives Schreiben und lebt mit ihrer Familie im Südwesten Englands. Sie arbeitet bereits an ihrem nächsten Roman.

Beiträge

8
Alle
4

Clarissa hat einen Stalker. Sein Name ist Rafe. Er schickt ihr Briefe, macht ihr Geschenke, beobachtet und verfolgt sie und hört einfach nicht auf. Rafe will sie für sich haben, doch Clarissa will nur eins: ihre Ruhe. Als sie für sieben Wochen als Geschworene in einem Prozess eingesetzt wird, glaubt sie, endlich etwas Abstand zu bekommen. Doch der Albtraum ist damit längst nicht vorbei. Er hat gerade erst begonnen. Das Buch war wirklich sehr gut geschrieben und hat eindrucksvoll gezeigt, wie beängstigend und zerstörerisch Stalking sein kann. Ich war schnell in der Geschichte drin und wollte unbedingt wissen, wie alles ausgeht, auch wenn sich manche Passagen etwas gezogen haben. Claire Kendal schafft es, ein sehr schwieriges Thema spannend, beklemmend und gleichzeitig realistisch umzusetzen. Ein bedrückender, aber lesenswerter Roman über Angst, Kontrolle und das Gefühl, nie wirklich sicher zu sein.

5

Erschütternd realistischer Stalking-Thriller, der so nah ans Opfer kommt, wie ich es selten erlebt habe.

Wenn das vermeintliche Liebesmärchen zum Albtraum wird Kurzer Hinweis vorweg: Das Buch behandelt sehr eindringlich Stalking, sexualisierte Gewalt und Femizid. Wer entsprechende Erfahrungen gemacht hat oder gerade nicht damit konfrontiert werden möchte, sollte behutsam mit sich sein. Clarissa hat gerade eine schmerzhafte Affäre mit einem verheirateten Mann beendet. Aus reiner Höflichkeit nimmt sie die Einladung ihres Kollegen Rafe zu einer Lesung an, einem Mann, den sie eigentlich nicht einmal sonderlich mag. Nach ein paar Gläsern Wein lässt sie ihn mit nach Hause kommen. Ein folgenschwerer Fehler. Denn ab diesem Abend lässt Rafe nicht mehr von ihr ab. Er bombardiert sie mit Anrufen, schickt Geschenke, lauert ihr auf, taucht überall auf, wo sie ist. Was für Außenstehende nach einer aufopferungsvollen Liebesgeschichte aussieht, ist für Clarissa der reine Horror. Die Polizei sieht keinen Handlungsbedarf, ihre Freund:innen verstehen nicht, was Clarissa hat. Auf Rat einer Stalker-Hilfsstelle beginnt sie, akribisch Beweise zu sammeln. Parallel sitzt sie als Geschworene in einem Prozess gegen fünf Männer, die wegen Freiheitsberaubung und Vergewaltigung angeklagt sind – und erkennt erschreckende Parallelen zu ihrer eigenen Situation. Als sie erfährt, dass Rafes Exfreundin seit Jahren spurlos verschwunden ist, beginnt sie um ihr Leben zu fürchten. Das ist für mich der absolute Kern dieses Buches und der Grund, warum ich es so hoch bewerte: die intensive Stalking-Darstellung. Claire Kendal schafft es wie kaum eine andere Autorin, die Erfahrung des Stalking-Opfers von innen heraus erlebbar zu machen. Du fühlst Clarissas wachsende Panik. Du spürst die Übelkeit, wenn sie ein weiteres Geschenk findet. Du verstehst ihre Verzweiflung, wenn sie merkt, dass niemand ihr glaubt – nicht die Polizei, nicht die Freundinnen, nicht einmal die eigene Mutter. Diese Nähe zum Opfer ist beklemmend realistisch. Kendal romantisiert nichts, dramatisiert nichts unnötig, sondern zeigt das Stalking in seiner ganzen perfiden Alltäglichkeit: ein „harmloser“ Anruf hier, ein „nettes“ Geschenk dort, ein scheinbar zufälliges Treffen. Genau diese subtile Eskalation ist es, die Stalking so gefährlich macht und so schwer für Außenstehende zu erkennen. Kendal macht aus dieser Mechanik einen literarischen Sog, der mich nicht mehr losgelassen hat. Was Rafe als Antagonisten so erschreckend macht: Er ist glaubwürdig. Kein offensichtlicher Psychopath, kein klischeehafter Bösewicht, sondern ein Mann, der nach außen charmant, gebildet und sympathisch wirkt. Er manipuliert Clarissas Umfeld geschickt, dreht jede ihrer Beschwerden gegen sie, stellt sich selbst als das Opfer dar. Wenn sie sich wehrt, ist sie hysterisch. Wenn sie schweigt, ist sie heimlich verliebt. Aus diesem psychologischen Dilemma kommt sie nicht raus. Diese Doppelgesichtigkeit zeichnet Kendal mit einer Präzision, die zeigt, dass sie sich intensiv mit der Realität von Stalking auseinandergesetzt hat. Rafe ist die literarische Verkörperung dessen, was Forschung und Beratungsstellen über Stalker beschreiben: charmante Fassade, totale Besessenheit, Unfähigkeit, „Nein“ zu akzeptieren, und die Bereitschaft, das Opfer mit allen Mitteln zu isolieren. Genau diese Glaubwürdigkeit macht ihn so beängstigend. Claire Kendal unterrichtet Literaturwissenschaft und Kreatives Schreiben, und das merkt man. Ihr Schreibstil ist literarisch ambitionierter als der durchschnittliche Genre-Thriller. Sie nimmt sich Zeit, baut langsam auf, bleibt nah bei Clarissas Innenleben. Die Erzählung ist teilweise im Tagebuch-Stil gehalten, weil Clarissa ihre Erlebnisse akribisch dokumentiert – als Beweismittel für die Justiz, aber auch als Selbstversicherung gegen den ständigen Vorwurf, sie übertreibe. Diese Erzählform polarisiert. Manche Leser:innen empfinden sie als zu langatmig, kritisieren wiederholende Alltagsabläufe. Mich hat genau diese Akribie überzeugt – sie spiegelt die Realität von Stalking-Opfern wider, die jedes Detail festhalten müssen, um ernst genommen zu werden. Die scheinbare Monotonie ist gewollt: Sie zeigt, wie sehr Clarissas Leben durch Rafes Verfolgung in einen Belagerungszustand verfällt. Wer das mit der richtigen Erwartung liest, erlebt es als literarisch wertvoll, nicht als langweilig. Ein genialer erzählerischer Kniff: Während Clarissa selbst zum Stalking-Opfer wird, sitzt sie als Geschworene in einem Vergewaltigungsprozess. Sie hört von einer Frau, die ebenfalls niemand ernst genommen hat, deren Glaubwürdigkeit zerlegt wird, deren Schmerz von einem Justizsystem zermalmt wird, das sie eigentlich schützen sollte. Die Parallelen zu ihrer eigenen Situation sind erschütternd. Diese Doppelstruktur hebt das Buch über den klassischen Thriller hinaus. Es geht nicht nur um Clarissa und Rafe, es geht um eine systemische Frage: Wie geht unsere Gesellschaft mit weiblichen Opfern von Männergewalt um? Warum wird ihnen so oft nicht geglaubt? Warum versagen Polizei, Justiz, Familie und Freund:innen so häufig? Kendal stellt diese Fragen, ohne moralisierend zu werden – sie zeigt sie einfach, in ihrer ganzen schmerzhaften Selbstverständlichkeit. Was mich besonders berührt hat: Wie Clarissa Schritt für Schritt isoliert wird. Erst zieht sie sich selbst zurück, um Rafe keine Angriffsfläche zu bieten. Dann wendet er ihre Freund:innen mit perfiden Manipulationen gegen sie. Am Ende ist sie allein – nicht weil sie schwach wäre, sondern weil sie keine Wahl mehr hat. Diese Mechanik der erzwungenen Einsamkeit ist einer der erschreckendsten Aspekte des Stalkings, und Kendal zeigt sie mit einer Präzision, die Gänsehaut macht. Trotzdem ist Clarissa nicht nur Opfer. Sie kämpft, sammelt Beweise, schlägt am Ende zurück. Ihr Mut und ihre Hartnäckigkeit haben mich tief beeindruckt. Sie ist keine perfekte Heldin – manche ihrer Entscheidungen wirken zögerlich, naiv, manchmal sogar selbstsabotierend. Aber genau das macht sie realistisch. Stalking-Opfer reagieren nicht wie Action-Heldinnen. Sie reagieren wie normale Menschen unter extremem Druck, mit Fehlern, Selbstzweifeln und kleinen Triumphen. Was „Du bist mein Tod“ für mich besonders wertvoll macht: Es ist mehr als reine Unterhaltung. Das Buch sensibilisiert für ein Thema, das immer noch viel zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit bekommt. Es zeigt, wie schnell jemand Stalking-Opfer werden kann, wie schwer es ist, sich zu wehren, und wie wichtig es ist, Betroffenen zu glauben. Ich habe das Buch nicht nur als Spannungsroman gelesen, sondern als wichtigen literarischen Beitrag zu einem gesellschaftlich relevanten Thema. Genau diese Doppelqualität, packender Psychothriller plus gesellschaftliche Aufklärung, macht „Du bist mein Tod“ zu einer Lektüre, die noch lange nachwirkt. Ich habe nach dem Zuklappen erstmal eine Weile gebraucht, um zur Ruhe zu kommen. Das ist ein Zeichen für ein wirklich gutes Buch. Ich habe in anderen Rezensionen gelesen, dass einige Leser:innen das Ende als enttäuschend empfinden. Ich kann das nachvollziehen, sehe es aber anders. Ohne zu spoilern: Kendal verzichtet auf den klassischen Action-Showdown, den man bei einem Thriller vielleicht erwartet. Stattdessen wählt sie ein Ende, das zur realistischen Tonalität des Buches passt. Für mich war das stimmig, auch wenn ich verstehe, dass Genre-Fans hier mit anderen Erwartungen ankommen können. Mein Fazit: „Du bist mein Tod“ ist einer der intensivsten Psychothriller, die ich seit Langem gelesen habe. Claire Kendal beweist mit ihrem Debüt großes literarisches Können und tiefe Auseinandersetzung mit ihrem Thema. Die Stalking-Darstellung ist so realistisch, dass sie unter die Haut geht – und gerade dadurch zu einer wichtigen literarischen Stimme in einem oft tabuisierten Themenfeld wird. Das Buch ist heftig, fordernd und nachhaltig. Wer leichte Thriller-Unterhaltung sucht, ist hier falsch. Wer dagegen psychologisch tiefe, gesellschaftlich relevante Spannung schätzt, sollte unbedingt zugreifen. Ich werde definitiv auch Kendals „The Second Sister“ und „I Spy“ lesen – diese Autorin gehört für mich zu den spannendsten neuen Stimmen im Genre. Empfehlenswert für Fans literarisch ambitionierter Psychothriller wie B.A. Paris, Gillian Flynn, Paula Hawkins oder Sabine Thiesler. Für alle, die psychologische Tiefe und gesellschaftliche Relevanz in der Spannungsliteratur schätzen. Auch wichtige Lektüre für alle, die das Thema Stalking literarisch verstehen möchten oder die mit der Realität von Gewalt gegen Frauen im Alltag konfrontiert sind und das in einer literarischen Form verarbeiten wollen. Eher nichts für Leser:innen, die selbst Stalking-, Missbrauchs- oder Vergewaltigungserfahrungen gemacht haben und aktuell nicht damit konfrontiert werden möchten. Auch nichts für dich, wenn du klassische, schnelle Action-Thriller mit hohem Tempo und klarem Showdown bevorzugst. Wer ungeduldig wird, wenn ein Buch sich Zeit nimmt, sollte zu anderen Genre-Vertretern greifen.

5

Um Längen besser als Die zweite Schwester, bei dem ich vor Langeweile fast eingepennt bin. Das Ende habe ich mehr oder weniger so kommen sehen, schade um den Feuerwehrmann!

3

Spannender Thriller der sich zwar gut lesen lassen hat, wobei mir der Schreibstil nicht so gut gefallen hat. Sehr düster insgesamt und nicht zu 100 Prozent mein Geschmack. Ich würde es nicht noch einmal lesen müssen.

5

Du bist mein Tod

Diese Buch hat mir sehr gut gefallen. Der schreibstil War auch sehr gut und spannend.5/5⭐️

Ich persönlich fand die Geschichte wirklich sehr interessant. Vor allem stellt es die juristische Wahrheit da. Hinzukommt, dass der Fall gar nicht so realitätsfern ist und man sich viel besser in die Geschichte reinversetzten kann. Ich für meinen Teil kam auch super mit dem Schreibstil zurecht, da eine unterschiedliche Formatierung benutzt wurden, wenn die Erzählweise von der Ich-Erzählung zum erzählenden Schreibstil überging. Ein anderer Punkt den ich sehr gut fand, war dass die Spannung sich bis zum Ende wirklich aufgebaut hat und es keine Stelle im Buch gab, wo mir langweilig wurde. Man hat der Protagonistin in jeder Etappe der Angst bis hin zur Panik begleitet und das große Ende kam definitiv überraschend. Gerade durch kurz gehaltene Kapitel war der Lesefluss auch gleich gegeben. Was ich nicht so gut fand, war das Ende. Ich habe mir für die Hauptprotagonistin ein anderes Ende gewünscht und dieses hat mich etwas enttäuscht. Außerdem war ich am Ende an einem Punkt etwas verwirrt, da ich mir nicht ganz sicher war, ob sich Clarissa noch im Traum befand oder das schon zur Realität zählte. Erst nach einer Seite kam dann die Erkenntnis. Ansonsten hat mich das Buch sehr überzeugt und es hat mir viele spannende Lesestunden beschert.

5

Sehr spannendes Buch ! Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm und ich bin nur so durch die Seiten gerast.. Ich konnte mich von Anfang an sehr gut in Clarissa und ihre Situation hineinversetzen, weil dem Leser die Situation auch direkt sehr nah beschrieben wird. Man hat das Gefühl, dass man selbst wie Clarissa die Geschehnisse erlebt und kein Außenstehender ist. Ich habe mitgefiebert und bei manchen Geschehnissen wirklich gedacht „ich glaube wäre ich in der Situation gewesen, ich hätte mich auch nicht eingemischt“ weil Rafe die ganzen Situationen so normal nach außen hat wirken lassen. Ziemlich gruselig, dass das jedem passieren kann und man nichts tun kann.. das fand ich auch wirklich am bedrückendsten, die Situation mit der Polizei und das gezwungene Vorgehen durch die Gesetze.. das macht teilweise doch echt Angst davor mal selbst in so einer Situation zu sein, denn für mich wirkte auch das polizeiliche Vorgehen sehr realistisch. Im Großen und Ganzen ein wahnsinnig gutes und spannendes Buch, welches ich sehr gerne an meine Freundinnen weiterempfehle.

5

Sobald Clarissa ihre Wohnung verlässt, wird sie von ihrem Kollegen Rafe bedrängt. Täglich warten Briefe, Pakete und Blumen auf sie, stundenlang steht Rafe vor der Tür und klingelt Sturm. Sogar als sie von Bristol nach Bath fährt, um als Jurymitglied einem Prozess beizuwohnen, spürt er sie auf. Clarissa kann niemanden um Hilfe bitten, für ihre Umgebung sieht seine Zuwendung aus wie Liebe. Egal, was sie macht, der Stalker wird immer gewinnen. Während sich der Gerichtsprozess weiter zuspitzt und es aussieht, als würde das Opfer auch hier verlieren, kommt Rafe ihr näher und näher. Spätestens als Clarissa erfährt, dass seine Exfreundin vor Jahren spurlos verschwunden ist, wird ihr klar, dass seine Liebe nur tödlich enden kann … Eine sehr packender und fesselnder Thriller der die Ängste der Protagonistin zu einen eigene Macht. Der erste Thema des Stalkens wird in diesen Buch auf eine sehr spannende Art beschrieben und vereinnahmt den Leser komplett. Man fängt an mit zu fiebern und zu hoffen das die Protagonistin einen Weg findet sich zu wehren. Das die Leute und die Polizei ihr glauben. Durch den aufregenden Schreibstil packt es einen selbst mit der Furcht wenn man sieht wie niemand ihr glaubt und wie verängstigt sie ist. Durch die inneren Dialoge der Protagonistin zieht es einen tief ins Geschehen des Buches und das bis zur letzten Seite. Ein sehr gut gelungener Thriller der jedem Leser die Verzweiflung des Opfers sehr nahe bringt.

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