St. Garner: Eine undenkbare Affaire (Cœur Trouvé à Venice, Band 1)
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Ob 10 Nächte ausgereicht haben? Nein. Ob es weitere Nächte gab? Natürlich. Ob sie Galen nach 10 Nächten "geheilt" haben? Nein? Achso, na dann, auf in die Verlängerung 😂 Wir lernen Galen als den steifen Stock, den er für seinen Posten miemen muss, der aber mittlerweile seine ganze Persönlichkeit einnimmt, kennen und müssen ihn dann wie eine Zwiebel, Schicht für Schicht, Kapitel für Kapitel, schälen bis zum fragilen Wackelpuddingkern. Liam, unser kleiner verdorbener Engel, hat seine ganz eigenen Päckchen zu tragen, nimmt sich der Aufgabe des Entzwiebelns aber gern an 😉 Hab das Buch vor Kapitel 16 beiseite legen müssen... Ich wollte das nicht. Ich wollte nicht, dass sie sich trennen. Ich wollte nicht, dass sie in den Krieg ziehen. ... Es war nicht ansatzweise so schlimm, wie erwartet 🤷

Das Buch St. Garner handelt von Galen Sinclair, ein Colonel, der Schwierigkeiten mit seiner Potenz hat - wodurch es Schwierigkeiten mit seinem Ehemann, Jackie, gibt. Er sucht die Hilfe des Pläsierers Liam Young auf, der einen guten Ruf genießt - dieser sieht in Galen eine Herausforderung, die er gerne annimmt. Lange bleibt es aber keine geschäftliche Beziehung und beide Männer bemerken, dass sie mehr füreinander empfinden. Gäbe es da nicht das Problem der Standesunterschiede, Liam, der ein Geflüchteter ist und Galen, als direkter Unterstellter des Königs und Soldat. Bis hierhin ist das Buch auch wirklich interessant - irgendwo in einer französischen Umgebung, vielleicht um 1900, aber keine reale Stadt oder ein reales Land. Ich mag ja solche Bücher, wo es Probleme gibt, wenn zwei Personen aus unterschiedlichen Schichten kommen (siehe die Bücher von Inka Loreen Minden, oder "Ich, Adrian Mayfield"). Was ich an dem Buch wirklich toll finde ist, dass Homosexualität kein Problem ist. Es ist erlaubt, gesellschaftlich komplett "normal", es gibt keinen Aufschrei. Galen lebt offen in einer Ehe. Das ist aber auch schon das einzige, was ich an dem Buch wirklich gut finde. Kommen wir zu den Schwierigkeiten, die der Roman mit sich bringt: Galens Impotenz. Ja, es ist toll, einen Charakter zu lesen, der nicht wie eine Maschine ist und ein unendlicher Quell von Manneskraft. Aber es wird dem Ganzen eine unglaublich große Wichtigkeit beigemessen. Galen, der verzweifelt ist. Galen, der keine Nähe zulässt. Galen, der jammert, dass er unmännlich ist. Es geht einen Schritt voran, tausend zurück. Liam, der ein wirklich süßer Charakter ist, gibt sich so viel Mühe - und Galen? Dem geht's nur darum, einen hoch zu bekommen. Es zieht sich durchs ganze Buch und hat mich wirklich wütend werden lassen. Passiv sein? Unmännlich. Das wird, zum Glück, alles auch begradigt und dergleichen ... aber hell, das war wirklich echt anstrengend. Das Fremdgehen. Galen ist verheiratet, mit Jackie - Jackie kommt selten vor, wenn, versucht die Autorin ihn möglichst unsympathisch dastehen zu lassen - er ist ein Arsch, geht nicht auf Galen ein etc. pp. Galen sucht die Hilfe von Liam auf und es entwickelt sich mehr dazwischen. Jackie wird zum verhassten Charakter, während Galen gar nicht mit seinem Ehemann spricht (es gibt nur wenig Interaktion zwischen den beiden) und irgendwie alle letztlich um Galens Affäre wissen (der Dienstjunge, die Freunde von Liam, selbst der König!) - nur Jackie nicht, der es am Ende erfährt. Die Handlung. Neben der Affäre zwischen den beiden Männern gibt es auch noch zwei weitere Handlungsstränge - die Sache mit den Ariern, die Liam in einen Hinterhalt gelockt und verletzt haben, wodurch Galen "Rache" möchte. Irgendwie alles sehr schwammig. Dann der Krieg, der vor der Tür steht. Liam und Galen streiten sich wegen jedem Bisschen. Seine Potenz, die Rache, der Krieg, ihre Affäre. Ich muss zugeben, dass ich die letzten Seiten auch nur halbherzig gelesen habe und das Happy End konnte mich auch nicht annähernd überzeugen. Ja, das Buch kann süß sein. Liam ist ein toller Charakter, keine Frage, hat aber niemanden wie Galen verdient. Ich finde den Umgang mit Galens Affäre schrecklich. Es hat keine Konsequenzen. Es gibt auch kein schlechtes Gewissen! Jackie ist blöd, also ist es okay, dass Galen mit jemand anderen anbändelt. Keine kritischen Kommentare von den anderen Charakteren. Es wird hingenommen, toll gefunden, eitel Sonnenschein. In dem Buch gibt es viele intimen Szenen, aber gerade zum Ende hin hat es mich einfach nur gelangweilt, weil es sich auch immer um das eine Thema drehte. Von der Autorin gibt es noch mehr Bücher in die Richtung, aber ich weiß nicht, ob ich sie lesen werde. Oder kann. Mir hat das Buch am Ende jeglichen Nerv geraubt.
Das war eine ganz wunderbare Geschichte. Für mich war sie sogar ein Highlight. Ich habe die Story von Beginn an gebannt verfolgt. Liam und Galen, ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Die beiden zu erleben, ihre Art miteinander umzugehen. Vor allem Liam ist so ein Schatz und Galan macht eine enorme Entwicklung durch. Das Zusammenspiel auch mit den andern Charakteren war fantastisch. Die Story, mit einem doch ungewöhnlichem Thema, ist sehr einfühlsam und gefühlvoll geschrieben. Hier kochen aber auch ab und an die Emotionen über. Ein paar Tränchen konnte ich mir nicht verkneifen. Der Schreibstil ist toll. Die Dialoge mochte ich sehr. Die Feinfühligkeit im Mix mit Direktheit war toll. Ich könnte immer so weiter machen. Das haben Highlight Bücher halt so an sich, man kann nicht aufhören zu schwärmen.
Das war eine ganz wunderbare Geschichte. Für mich war sie sogar ein Highlight. Ich habe die Story von Beginn an gebannt verfolgt. Liam und Galen, ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Die beiden zu erleben, ihre Art miteinander umzugehen. Vor allem Liam ist so ein Schatz und Galan macht eine enorme Entwicklung durch. Das Zusammenspiel auch mit den andern Charakteren war fantastisch. Die Story, mit einem doch ungewöhnlichem Thema, ist sehr einfühlsam und gefühlvoll geschrieben. Hier kochen aber auch ab und an die Emotionen über. Ein paar Tränchen konnte ich mir nicht verkneifen. Der Schreibstil ist toll. Die Dialoge mochte ich sehr. Die Feinfühligkeit im Mix mit Direktheit war toll. Ich könnte immer so weiter machen. Das haben Highlight Bücher halt so an sich, man kann nicht aufhören zu schwärmen.
Liam arbeitet erfolgreich als Pläsierer in Venice und eines Abends steht ein Fremder in der Tür seines Turmzimmers. Soweit normal. Allerdings behauptet der Mann, der sich als Colonel Galen Sinclair herausstellt, Liam hätte mit seinem Ehemann geschlafen. Entgegen Liams anfänglicher Befürchtung möchte der Colonel jedoch keine Rache, sondern selbst Kunde werden, denn er hat Potenzprobleme und möchte seinen Mann nicht weiter enttäuschen. Da der Auftrag gut bezahlt wird, sagt Liam zu. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto klarer wird, dass da mehr zwischen ihnen ist. Aus einer anfänglichen Geschäftsbeziehung entstehen zarte Gefühle. Aber Galen ist nicht nur von hohem Stand, sondern eben auch immer noch verheiratet... St. Garner ist seit langem die erste deutschsprachige Gay Romance, die ich mich (in Verbindung mit der Leserunde zum zweiten Teil) zu lesen getraut habe. Und wie man an der Sternebewertung schon sieht, hat mir die Geschichte glücklicherweise gefallen! In Galen war ich so ziemlich von Anfang an verliebt. Ich schwärme für ernste, steife und zurückhaltende Männer, die kompetent und treu, aber auch ein bisschen unsicher und zweifelnd sind. Dass er auch noch eine imposante Erscheinung ist und allgemein gut aussieht, war dabei fast schon zweitrangig. Trotz seiner Vorzüge fühlt er sich unmännlich, weil er Probleme mit seiner Standhaftigkeit hat und ich fand es ehrlich gesagt richtig erfrischend, dass es mal nicht um einen unglaublichen Superstecher ging. Durch diese Ausgangssituation werden verschiedene Themen angeschnitten (wenn auch manchmal etwas oberflächlich), die mich positiv überrascht haben: Was ist überhaupt männlich? Muss ein Mann immer können? Wie groß ist der Druck? Und kann man sein Liebesleben auch außerhalb gängiger Normen schön gestalten? Galen leidet unter einer durch Kriegserlebnisse ausgelöste posttraumatische Belastungsstörung, aber auch unter seiner lieblosen Ehe, in der er sich wie ein Versager fühlt. Und so zugeknöpft er auch ist, man spürt seine Freundlichkeit und Loyalität. Um mit Liam warm zu werden, habe ich dagegen etwas länger gebraucht. Anfangs erschien er mir etwas oberflächlich. Er urteilt sehr schnell sehr hart über den Colonel, ist ziemlich selbstsicher und grade zu Beginn habe ich ihn mir ein bisschen wie einen Pfau vorgestellt. Obwohl Consent in der Geschichte zum Glück immer gegeben ist, ist er mir in ein, zwei Situationen ein bisschen zu ungeduldig, vorschnell und verständnislos. Das legt sich aber und spätestens als er auf dem Schiff (er liebt die Dinger) so aufblüht und sich fast schon wie ein Kind freut, hatte er mich doch. Mit den Hindernissen, die eine echte Beziehung der Protagonisten hinauszögern, hatte ich manchmal so meine Probleme. Die meisten Streits beruhen auf falscher Kommunikation und Missverständnissen, teilweise aus dem Nichts raus. In einer Szene bekommt Liam, der grade noch von Galen geschwärmt hatte, ein Paket von diesem und ist sich auf einmal sicher, dass er Liam nie wieder sehen will. Selbst sein Kumpel Sebastian („Bash“) findet diese Reaktion merkwürdig und überzogen und natürlich ist in dem Paket einfach nur ein süßes Geschenk (mit einer witzigen Hintergrundgeschichte). Der tatsächliche Elefant im Raum, nämlich die Tatsache, dass Galen verheiratet ist, wird dagegen etwas runter gespielt. Sein Mann Jackie soll mit Schuld an seinen Hemmungen sein und ihn schlecht behandeln. Außerdem betrügt er ihn, weil er Galen als Versager ansieht und sich das, was er braucht, eben woanders holen muss. Leider springt Jackie aber über den Großteil der Geschichte irgendwo off page rum und wir lernen ihn gar nicht richtig kennen, sondern lesen nur, was andere über ihn sagen. Warum Galen ihn überhaupt mal geheiratet hat, habe ich auch nicht verstanden. Es gibt eine Szene, in der Galen nach hause kommt und feststellt, dass Jackie gar nicht ausgegangen ist. Er vermutet, dass es auffällig ist, wenn er nicht zu ihm ins Bett geht, kann sich aber nicht dazu durchringen und schläft auf der Couch. Ich dachte, oh Gott, jetzt kommt's, Jackie riecht Lunte, wird doch eifersüchtig, will die Ehe retten... aber nein, nichts dergleichen. Er bleibt größtenteils verschwunden und darf am Ende nur mal kurz Gift spucken, damit Galen die Scheidung verlangen kann. Mir hätte er mehrdimensional und kompliziert besser gefallen, was außerdem noch dafür gesorgt hätte, dass die beiden Protagonisten vielleicht nicht immer alles richtig machen, sondern sich in einer moralischen Grauzone befinden. Insgesamt haben mir Liam und Galen zusammen aber total gefallen, die erotischen Szenen sind sehr ansprechend geschrieben und ich habe mich am Ende für beide gefreut. Frauen kommen in dieser Geschichte nicht so wirklich vor, was eigentlich überhaupt nicht mein Geschmack ist. Ich liebe coole beste Freundinnen, Mütter, Chefinnen, Bekannte, Schwestern... und mag es nicht, wenn Gay Romance dazu benutzt wird, Frauen komplett zu ignorieren. Aber ich sag's mal so: lieber keine relevanten Frauen, als schlecht geschriebene, bösartige, eindimensionale, intrigante, kreischende Schlangen (NICHT dass ich glaube, dass die Autorin sowas schreiben würde (wirklich nicht und mittlerweile weiß ich das auch), aber ich habe zu schlechte Erfahrungen mit deutschsprachigen m/m Geschichten gemacht und sicher ist sicher). * Freundschaften kommen im Buch nicht zu kurz und es gibt diese kleine Truppe um einen freundlichen Mann namens Rousseau, die Galen beim Essen in seinem Klub immer durch den Spiegel beobachtet. Außerdem hört er ihnen manchmal zu und anfangs dachte ich, dass es hauptsächlich damit zusammenhängt, dass deren Gespräche relevant für die Story sind. Allerdings entwickelt sich später eine Freundschaft zwischen Galen und Rousseau, in deren Zuge auch der Spiegel angesprochen wird und es stellt sich heraus, dass Galen sich so eine Freundschaft wohl gewünscht hat. Das war mir erst überhaupt nicht aufgefallen, hat aber im Nachhinein so viel Sinn ergeben und ich finde einfach alles daran zauberhaft! Politik spielt auch eine Rolle, aber möchte nichts spoilern, bzw. glaube ich, dass es da in denen nächsten Teilen noch weitergeht (auch wenn diese Geschichte in sich abgeschlossen ist und es folgend um ein anderes Paar gehen wird). Nur so viel: bisher profitiert ausschließlich Liam von der Freundschaft Galens zum König, für viele andere bleibt die Situation aber schwierig und ich hoffe, da tut sich noch was. Am Ende kann ich sagen, dass es sich hier um eine sehr, sehr gute Geschichte zum Abschalten handelt, inklusive Bauchkribbeln und ansprechender Erotik. Ich freue mich auf den nächsten Teil! *Kleiner Nachtrag: nach dem Lesen des zweiten Bandes sehe ich vieles in einem ganz anderen Licht, das meisten ergibt so viel mehr Sinn und meine Kritikpunkte werden teilweise obsolet. Trotzdem lasse ich sie so stehen, weil ich die Rezension gleich nach Beendigung des Buches geschrieben habe und sie somit meinen ersten Leseeindruck widerspiegelt.
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Ob 10 Nächte ausgereicht haben? Nein. Ob es weitere Nächte gab? Natürlich. Ob sie Galen nach 10 Nächten "geheilt" haben? Nein? Achso, na dann, auf in die Verlängerung 😂 Wir lernen Galen als den steifen Stock, den er für seinen Posten miemen muss, der aber mittlerweile seine ganze Persönlichkeit einnimmt, kennen und müssen ihn dann wie eine Zwiebel, Schicht für Schicht, Kapitel für Kapitel, schälen bis zum fragilen Wackelpuddingkern. Liam, unser kleiner verdorbener Engel, hat seine ganz eigenen Päckchen zu tragen, nimmt sich der Aufgabe des Entzwiebelns aber gern an 😉 Hab das Buch vor Kapitel 16 beiseite legen müssen... Ich wollte das nicht. Ich wollte nicht, dass sie sich trennen. Ich wollte nicht, dass sie in den Krieg ziehen. ... Es war nicht ansatzweise so schlimm, wie erwartet 🤷

Das Buch St. Garner handelt von Galen Sinclair, ein Colonel, der Schwierigkeiten mit seiner Potenz hat - wodurch es Schwierigkeiten mit seinem Ehemann, Jackie, gibt. Er sucht die Hilfe des Pläsierers Liam Young auf, der einen guten Ruf genießt - dieser sieht in Galen eine Herausforderung, die er gerne annimmt. Lange bleibt es aber keine geschäftliche Beziehung und beide Männer bemerken, dass sie mehr füreinander empfinden. Gäbe es da nicht das Problem der Standesunterschiede, Liam, der ein Geflüchteter ist und Galen, als direkter Unterstellter des Königs und Soldat. Bis hierhin ist das Buch auch wirklich interessant - irgendwo in einer französischen Umgebung, vielleicht um 1900, aber keine reale Stadt oder ein reales Land. Ich mag ja solche Bücher, wo es Probleme gibt, wenn zwei Personen aus unterschiedlichen Schichten kommen (siehe die Bücher von Inka Loreen Minden, oder "Ich, Adrian Mayfield"). Was ich an dem Buch wirklich toll finde ist, dass Homosexualität kein Problem ist. Es ist erlaubt, gesellschaftlich komplett "normal", es gibt keinen Aufschrei. Galen lebt offen in einer Ehe. Das ist aber auch schon das einzige, was ich an dem Buch wirklich gut finde. Kommen wir zu den Schwierigkeiten, die der Roman mit sich bringt: Galens Impotenz. Ja, es ist toll, einen Charakter zu lesen, der nicht wie eine Maschine ist und ein unendlicher Quell von Manneskraft. Aber es wird dem Ganzen eine unglaublich große Wichtigkeit beigemessen. Galen, der verzweifelt ist. Galen, der keine Nähe zulässt. Galen, der jammert, dass er unmännlich ist. Es geht einen Schritt voran, tausend zurück. Liam, der ein wirklich süßer Charakter ist, gibt sich so viel Mühe - und Galen? Dem geht's nur darum, einen hoch zu bekommen. Es zieht sich durchs ganze Buch und hat mich wirklich wütend werden lassen. Passiv sein? Unmännlich. Das wird, zum Glück, alles auch begradigt und dergleichen ... aber hell, das war wirklich echt anstrengend. Das Fremdgehen. Galen ist verheiratet, mit Jackie - Jackie kommt selten vor, wenn, versucht die Autorin ihn möglichst unsympathisch dastehen zu lassen - er ist ein Arsch, geht nicht auf Galen ein etc. pp. Galen sucht die Hilfe von Liam auf und es entwickelt sich mehr dazwischen. Jackie wird zum verhassten Charakter, während Galen gar nicht mit seinem Ehemann spricht (es gibt nur wenig Interaktion zwischen den beiden) und irgendwie alle letztlich um Galens Affäre wissen (der Dienstjunge, die Freunde von Liam, selbst der König!) - nur Jackie nicht, der es am Ende erfährt. Die Handlung. Neben der Affäre zwischen den beiden Männern gibt es auch noch zwei weitere Handlungsstränge - die Sache mit den Ariern, die Liam in einen Hinterhalt gelockt und verletzt haben, wodurch Galen "Rache" möchte. Irgendwie alles sehr schwammig. Dann der Krieg, der vor der Tür steht. Liam und Galen streiten sich wegen jedem Bisschen. Seine Potenz, die Rache, der Krieg, ihre Affäre. Ich muss zugeben, dass ich die letzten Seiten auch nur halbherzig gelesen habe und das Happy End konnte mich auch nicht annähernd überzeugen. Ja, das Buch kann süß sein. Liam ist ein toller Charakter, keine Frage, hat aber niemanden wie Galen verdient. Ich finde den Umgang mit Galens Affäre schrecklich. Es hat keine Konsequenzen. Es gibt auch kein schlechtes Gewissen! Jackie ist blöd, also ist es okay, dass Galen mit jemand anderen anbändelt. Keine kritischen Kommentare von den anderen Charakteren. Es wird hingenommen, toll gefunden, eitel Sonnenschein. In dem Buch gibt es viele intimen Szenen, aber gerade zum Ende hin hat es mich einfach nur gelangweilt, weil es sich auch immer um das eine Thema drehte. Von der Autorin gibt es noch mehr Bücher in die Richtung, aber ich weiß nicht, ob ich sie lesen werde. Oder kann. Mir hat das Buch am Ende jeglichen Nerv geraubt.
Das war eine ganz wunderbare Geschichte. Für mich war sie sogar ein Highlight. Ich habe die Story von Beginn an gebannt verfolgt. Liam und Galen, ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Die beiden zu erleben, ihre Art miteinander umzugehen. Vor allem Liam ist so ein Schatz und Galan macht eine enorme Entwicklung durch. Das Zusammenspiel auch mit den andern Charakteren war fantastisch. Die Story, mit einem doch ungewöhnlichem Thema, ist sehr einfühlsam und gefühlvoll geschrieben. Hier kochen aber auch ab und an die Emotionen über. Ein paar Tränchen konnte ich mir nicht verkneifen. Der Schreibstil ist toll. Die Dialoge mochte ich sehr. Die Feinfühligkeit im Mix mit Direktheit war toll. Ich könnte immer so weiter machen. Das haben Highlight Bücher halt so an sich, man kann nicht aufhören zu schwärmen.
Das war eine ganz wunderbare Geschichte. Für mich war sie sogar ein Highlight. Ich habe die Story von Beginn an gebannt verfolgt. Liam und Galen, ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Die beiden zu erleben, ihre Art miteinander umzugehen. Vor allem Liam ist so ein Schatz und Galan macht eine enorme Entwicklung durch. Das Zusammenspiel auch mit den andern Charakteren war fantastisch. Die Story, mit einem doch ungewöhnlichem Thema, ist sehr einfühlsam und gefühlvoll geschrieben. Hier kochen aber auch ab und an die Emotionen über. Ein paar Tränchen konnte ich mir nicht verkneifen. Der Schreibstil ist toll. Die Dialoge mochte ich sehr. Die Feinfühligkeit im Mix mit Direktheit war toll. Ich könnte immer so weiter machen. Das haben Highlight Bücher halt so an sich, man kann nicht aufhören zu schwärmen.
Liam arbeitet erfolgreich als Pläsierer in Venice und eines Abends steht ein Fremder in der Tür seines Turmzimmers. Soweit normal. Allerdings behauptet der Mann, der sich als Colonel Galen Sinclair herausstellt, Liam hätte mit seinem Ehemann geschlafen. Entgegen Liams anfänglicher Befürchtung möchte der Colonel jedoch keine Rache, sondern selbst Kunde werden, denn er hat Potenzprobleme und möchte seinen Mann nicht weiter enttäuschen. Da der Auftrag gut bezahlt wird, sagt Liam zu. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto klarer wird, dass da mehr zwischen ihnen ist. Aus einer anfänglichen Geschäftsbeziehung entstehen zarte Gefühle. Aber Galen ist nicht nur von hohem Stand, sondern eben auch immer noch verheiratet... St. Garner ist seit langem die erste deutschsprachige Gay Romance, die ich mich (in Verbindung mit der Leserunde zum zweiten Teil) zu lesen getraut habe. Und wie man an der Sternebewertung schon sieht, hat mir die Geschichte glücklicherweise gefallen! In Galen war ich so ziemlich von Anfang an verliebt. Ich schwärme für ernste, steife und zurückhaltende Männer, die kompetent und treu, aber auch ein bisschen unsicher und zweifelnd sind. Dass er auch noch eine imposante Erscheinung ist und allgemein gut aussieht, war dabei fast schon zweitrangig. Trotz seiner Vorzüge fühlt er sich unmännlich, weil er Probleme mit seiner Standhaftigkeit hat und ich fand es ehrlich gesagt richtig erfrischend, dass es mal nicht um einen unglaublichen Superstecher ging. Durch diese Ausgangssituation werden verschiedene Themen angeschnitten (wenn auch manchmal etwas oberflächlich), die mich positiv überrascht haben: Was ist überhaupt männlich? Muss ein Mann immer können? Wie groß ist der Druck? Und kann man sein Liebesleben auch außerhalb gängiger Normen schön gestalten? Galen leidet unter einer durch Kriegserlebnisse ausgelöste posttraumatische Belastungsstörung, aber auch unter seiner lieblosen Ehe, in der er sich wie ein Versager fühlt. Und so zugeknöpft er auch ist, man spürt seine Freundlichkeit und Loyalität. Um mit Liam warm zu werden, habe ich dagegen etwas länger gebraucht. Anfangs erschien er mir etwas oberflächlich. Er urteilt sehr schnell sehr hart über den Colonel, ist ziemlich selbstsicher und grade zu Beginn habe ich ihn mir ein bisschen wie einen Pfau vorgestellt. Obwohl Consent in der Geschichte zum Glück immer gegeben ist, ist er mir in ein, zwei Situationen ein bisschen zu ungeduldig, vorschnell und verständnislos. Das legt sich aber und spätestens als er auf dem Schiff (er liebt die Dinger) so aufblüht und sich fast schon wie ein Kind freut, hatte er mich doch. Mit den Hindernissen, die eine echte Beziehung der Protagonisten hinauszögern, hatte ich manchmal so meine Probleme. Die meisten Streits beruhen auf falscher Kommunikation und Missverständnissen, teilweise aus dem Nichts raus. In einer Szene bekommt Liam, der grade noch von Galen geschwärmt hatte, ein Paket von diesem und ist sich auf einmal sicher, dass er Liam nie wieder sehen will. Selbst sein Kumpel Sebastian („Bash“) findet diese Reaktion merkwürdig und überzogen und natürlich ist in dem Paket einfach nur ein süßes Geschenk (mit einer witzigen Hintergrundgeschichte). Der tatsächliche Elefant im Raum, nämlich die Tatsache, dass Galen verheiratet ist, wird dagegen etwas runter gespielt. Sein Mann Jackie soll mit Schuld an seinen Hemmungen sein und ihn schlecht behandeln. Außerdem betrügt er ihn, weil er Galen als Versager ansieht und sich das, was er braucht, eben woanders holen muss. Leider springt Jackie aber über den Großteil der Geschichte irgendwo off page rum und wir lernen ihn gar nicht richtig kennen, sondern lesen nur, was andere über ihn sagen. Warum Galen ihn überhaupt mal geheiratet hat, habe ich auch nicht verstanden. Es gibt eine Szene, in der Galen nach hause kommt und feststellt, dass Jackie gar nicht ausgegangen ist. Er vermutet, dass es auffällig ist, wenn er nicht zu ihm ins Bett geht, kann sich aber nicht dazu durchringen und schläft auf der Couch. Ich dachte, oh Gott, jetzt kommt's, Jackie riecht Lunte, wird doch eifersüchtig, will die Ehe retten... aber nein, nichts dergleichen. Er bleibt größtenteils verschwunden und darf am Ende nur mal kurz Gift spucken, damit Galen die Scheidung verlangen kann. Mir hätte er mehrdimensional und kompliziert besser gefallen, was außerdem noch dafür gesorgt hätte, dass die beiden Protagonisten vielleicht nicht immer alles richtig machen, sondern sich in einer moralischen Grauzone befinden. Insgesamt haben mir Liam und Galen zusammen aber total gefallen, die erotischen Szenen sind sehr ansprechend geschrieben und ich habe mich am Ende für beide gefreut. Frauen kommen in dieser Geschichte nicht so wirklich vor, was eigentlich überhaupt nicht mein Geschmack ist. Ich liebe coole beste Freundinnen, Mütter, Chefinnen, Bekannte, Schwestern... und mag es nicht, wenn Gay Romance dazu benutzt wird, Frauen komplett zu ignorieren. Aber ich sag's mal so: lieber keine relevanten Frauen, als schlecht geschriebene, bösartige, eindimensionale, intrigante, kreischende Schlangen (NICHT dass ich glaube, dass die Autorin sowas schreiben würde (wirklich nicht und mittlerweile weiß ich das auch), aber ich habe zu schlechte Erfahrungen mit deutschsprachigen m/m Geschichten gemacht und sicher ist sicher). * Freundschaften kommen im Buch nicht zu kurz und es gibt diese kleine Truppe um einen freundlichen Mann namens Rousseau, die Galen beim Essen in seinem Klub immer durch den Spiegel beobachtet. Außerdem hört er ihnen manchmal zu und anfangs dachte ich, dass es hauptsächlich damit zusammenhängt, dass deren Gespräche relevant für die Story sind. Allerdings entwickelt sich später eine Freundschaft zwischen Galen und Rousseau, in deren Zuge auch der Spiegel angesprochen wird und es stellt sich heraus, dass Galen sich so eine Freundschaft wohl gewünscht hat. Das war mir erst überhaupt nicht aufgefallen, hat aber im Nachhinein so viel Sinn ergeben und ich finde einfach alles daran zauberhaft! Politik spielt auch eine Rolle, aber möchte nichts spoilern, bzw. glaube ich, dass es da in denen nächsten Teilen noch weitergeht (auch wenn diese Geschichte in sich abgeschlossen ist und es folgend um ein anderes Paar gehen wird). Nur so viel: bisher profitiert ausschließlich Liam von der Freundschaft Galens zum König, für viele andere bleibt die Situation aber schwierig und ich hoffe, da tut sich noch was. Am Ende kann ich sagen, dass es sich hier um eine sehr, sehr gute Geschichte zum Abschalten handelt, inklusive Bauchkribbeln und ansprechender Erotik. Ich freue mich auf den nächsten Teil! *Kleiner Nachtrag: nach dem Lesen des zweiten Bandes sehe ich vieles in einem ganz anderen Licht, das meisten ergibt so viel mehr Sinn und meine Kritikpunkte werden teilweise obsolet. Trotzdem lasse ich sie so stehen, weil ich die Rezension gleich nach Beendigung des Buches geschrieben habe und sie somit meinen ersten Leseeindruck widerspiegelt.












