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Romane

Sieben Versuche zu lieben

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Über das Buch

Die gesammelten Familiengeschichten des großen Erzählers Maxim Biller.

Was hat das Heute mit dem Gestern zu tun? Warum wollen wir oft nichts von unserer Vergangenheit wissen, ohne die wir gar nicht die wären, die wir sind? Und wer waren unsere Eltern und Großeltern wirklich? Wer Maxim Billers Bücher kennt und liebt, weiß, dass ihm diese Fragen besonders wichtig sind, sie bilden den poetischen und auch sehr menschlichen Kern seiner Literatur. Dabei begegnen uns in seinem Werk bestimmte Figuren und Orte immer wieder in neuen, überraschenden Variationen: Gebrochene Väter, traurige Mütter und stolze Söhne genauso wie Stalins düsteres Moskau, das wilde Prag von 1968, das flirrende Berlin der Nachwendezeit, das stille, melancholische Hamburg und natürlich auch Tel Aviv, die weiße Stadt am Meer, in der man als Jude wenigstens manchmal vergessen kann, wie blutig die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts war, ohne ihr ganz entkommen zu können. Sogar noch weniger als seiner fröhlichen, lauten, traumatisierten, komplizierten Verwandtschaft. Dieser Band versammelt das erste Mal die besten Familiengeschichten des großen Erzählers Maxim Biller: eine Lektüre, die süchtig macht.

Mit einem Nachwort von Helge Malchow

Editionen (2)

ISBN9783462054378
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum13.02.20
Seitenzahl368

Rezensionen & Bewertungen

4 Bewertungen

1 Rezensionen

3,8

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  • david.garry
    david.garry

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    4,0

    In dieser Zusammenstellung an Erzählungen und Kurzgeschichten dreht Maxim Biller immer wieder um dieselben Themen: unter anderem Emigration, Heimatlosigkeit, jüdisch-sein, Familiengeheimnisse. Es ist ein roter Faden, der sich fast schon obsessiv (erkennbar an den immer wiederkehrenden Orten München, Prag, Moskau, Hamburg) durch die Geschichten zieht. Dementsprechend würde ich nicht unbedingt dazu raten alle Erzählungen auf einmal zu lesen. Trotzdem ist es immer wieder beeindruckend, wie Maxim Biller auch in die schlimmsten Schicksale und zerrüttetsten Familie eine sehr unpathetische Wärme bringt. Im Vordergrund steht immer die Komplexität der familiären Beziehungen, Helden und Bösewichte haben da keinen Platz. Besonders gefallen haben mir Bernsteintage, Ein trauriger Sohn für Pollock und Erinnerung, schweig.

    10. Apr. 2026

Autorin / Autor

Über Maxim Biller

Maxim Biller, geboren 1960 in Prag, Autor vieler Romane, Theaterstücke und Essays. Billers Bücher wurden in neunzehn Sprachen übersetzt. Schon nach seinem literarischen Debüt »Wenn ich einmal reich und tot bin« wurde er von der Kritik mit Heinrich Böll, Wolfgang Koeppen und Philip Roth verglichen. Seine Great Jewish Novel »Biografie« (2016) nannte die SZ sein »Opus Magnum«, der Bestseller »Sechs Koffer« (2018) stand auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. Und über »Mama Odessa« (2023), den großen Familienroman, hieß es in der NZZ, Biller feiere darin »die Vitalität des Erzählens«.

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