Sei brav und stirb
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Ich hatte vor diesem Buch noch nichts von dem Autoren gelesen und war deswegen sehr neugierig auf seinen Schreibstil und seine Art Geschichten zu erzählen. Ich wurde nicht grenzenlos enttäuscht, aber leider konnte mich dieses Buch auch noch komplett überzeugen. Fangen wir einfach mal mit den Charakteren an. Marie, Claudia und Toni waren sehr unterschiedliche Charaktere, die man differenziert betrachten sollte. Marie ist ängstlich, kaum Selbstvertrauen, kein Rückgrat und versteckt sich vor der Welt am liebsten in Büchern. Sie wurde mir im Laufe der Geschichte immer unsympathischer und nerviger. Mich hat ihre überängstliche Art einfach genervt und ich konnte mich nicht wirklich mit ihr identifizieren. Ihre Mutter Claudia war mir schon sympathischer aufgrund ihrer Stärke, aber ihre komplette Art sich an Marie zu klammern, war ein wenig übertrieben, aber dennoch sehr authentisch. Der interessanteste und grausamste Charakter war Toni, den ich jedoch noch am besten umgesetzt fand. Er war sehr authentisch, obwohl es mir teils erschien, als wäre er eine göttliche Gestalt oder so, weil er immer alles konnte und nur ein paar Mal wirklich überrumpelt wurde. Leider blieben die Charaktere alle außer Toni ein wenig blass und oberflächlich, ich hätte mir noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Im Gegenzug dazu hat mich der Schreibstil einfach gefangen genommen, weil er sehr einfach und angenehm flüssig zu lesen war und auch die Perspektivenwechsel haben mir sehr gut gefallen. Die Handlung war zwar abwechslungsreich, aber aufgrund der Kürze wirkte sie sehr unausgereift auf mich. Es hätten noch viele Szenen "ausgeschrieben" werden können und die Auflösung war binnen 1-2 Kapiteln vorbei, was ich sehr schade fand. Die Atmosphäre, das Setting waren nichts Besonderes, aber es war ganz angenehm zu lesen. Das Ende ist offen gelassen worden, aber das fand ich nicht weiter tragisch. Insgesamt hätte ich mir sympathischere Charaktere, eine ausgereiftere Handlung und ein bisschen mehr Thrill gewünscht. Der Schreibstil und die Kapitelunterteilungen und die Perspektivenwechsel haben mir dagegen sehr gut gefallen, genauso wie die Atmosphäre. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass man das Buch lesen kann, aber man sollte nicht das Blaue vom Himmel erwarten, es ist nett für Zwischendurch und hatte auf jeden Fall Potenzial. Nochmal 200 Seiten hätten der Geschichte sehr gut getan.
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Ich hatte vor diesem Buch noch nichts von dem Autoren gelesen und war deswegen sehr neugierig auf seinen Schreibstil und seine Art Geschichten zu erzählen. Ich wurde nicht grenzenlos enttäuscht, aber leider konnte mich dieses Buch auch noch komplett überzeugen. Fangen wir einfach mal mit den Charakteren an. Marie, Claudia und Toni waren sehr unterschiedliche Charaktere, die man differenziert betrachten sollte. Marie ist ängstlich, kaum Selbstvertrauen, kein Rückgrat und versteckt sich vor der Welt am liebsten in Büchern. Sie wurde mir im Laufe der Geschichte immer unsympathischer und nerviger. Mich hat ihre überängstliche Art einfach genervt und ich konnte mich nicht wirklich mit ihr identifizieren. Ihre Mutter Claudia war mir schon sympathischer aufgrund ihrer Stärke, aber ihre komplette Art sich an Marie zu klammern, war ein wenig übertrieben, aber dennoch sehr authentisch. Der interessanteste und grausamste Charakter war Toni, den ich jedoch noch am besten umgesetzt fand. Er war sehr authentisch, obwohl es mir teils erschien, als wäre er eine göttliche Gestalt oder so, weil er immer alles konnte und nur ein paar Mal wirklich überrumpelt wurde. Leider blieben die Charaktere alle außer Toni ein wenig blass und oberflächlich, ich hätte mir noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Im Gegenzug dazu hat mich der Schreibstil einfach gefangen genommen, weil er sehr einfach und angenehm flüssig zu lesen war und auch die Perspektivenwechsel haben mir sehr gut gefallen. Die Handlung war zwar abwechslungsreich, aber aufgrund der Kürze wirkte sie sehr unausgereift auf mich. Es hätten noch viele Szenen "ausgeschrieben" werden können und die Auflösung war binnen 1-2 Kapiteln vorbei, was ich sehr schade fand. Die Atmosphäre, das Setting waren nichts Besonderes, aber es war ganz angenehm zu lesen. Das Ende ist offen gelassen worden, aber das fand ich nicht weiter tragisch. Insgesamt hätte ich mir sympathischere Charaktere, eine ausgereiftere Handlung und ein bisschen mehr Thrill gewünscht. Der Schreibstil und die Kapitelunterteilungen und die Perspektivenwechsel haben mir dagegen sehr gut gefallen, genauso wie die Atmosphäre. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass man das Buch lesen kann, aber man sollte nicht das Blaue vom Himmel erwarten, es ist nett für Zwischendurch und hatte auf jeden Fall Potenzial. Nochmal 200 Seiten hätten der Geschichte sehr gut getan.




