Se i gatti potessero parlare
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Poirot - Christie und doch anders
Zweiter Band und die Geschichte hat mich sofort wieder begeistert, die Schreibweise leicht und locker, mit einem eigenen Humor. Viel Katzencontent und natürlich hat der Leseclub der Buchhandlung auch dazu beigetragen, dass ich es zum Lesen passend fand. Diesmal ermittelt aber nicht der Buchclub sondern es wird auf einem Schiff ermittelt vom Buchhändler und seinem Polizeifreund und das erinnert wirklich an „Tod auf dem Nil“. Naja, alles kann auch nicht wirklich neu erfunden werden. 😁
Ein Mord auf hoher See und ein Buchhändler, der Poirot alle Ehre macht.
Ein berühmter Krimiautor wird während einer literarischen Kreuzfahrt vor Sardinien ermordet. Unter den Passagieren befinden sich zahlreiche Menschen mit guten Motiven. Buchhändler Marzio Montecristo, begleitet von seinen beiden schwarzen Katzen, beginnt gemeinsam mit einem befreundeten Kommissar zu ermitteln. Herausgekommen ist ein klassischer Whodunit, der sich deutlich vor den großen Vorbildern des Genres verneigt. Piergiorgio Pulixi ist vor allem für seine Sardinien Krimis bekannt. Mit »Wenn Katzen reden könnten« schlägt er deutlich leichtere Töne an und liefert zugleich eine liebevolle Hommage an die klassische Detektivliteratur. Die Ausgangsidee ist ebenso einfach wie reizvoll: Ein unbeliebter Starautor wird auf einer Kreuzfahrt ermordet und praktisch jeder an Bord könnte der Täter sein. Damit erinnert der Roman bewusst an die großen Rätselkrimis von Agatha Christie. Das Herzstück des Romans ist jedoch nicht der Mordfall, sondern die Hauptfigur. Marzio Montecristo ist ein wunderbar grantiger Buchhändler. Er meckert, urteilt schnell und begegnet vielen Menschen mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus. Trotzdem ist er keine unsympathische Figur. Im Gegenteil. Hinter der rauen Schale steckt ein warmherziger Mensch, der einem schnell ans Herz wächst. Gerade diese Mischung macht ihn zu einem Ermittler, dem man gerne durch die Geschichte folgt. Besonders gelungen ist die Art, wie Pulixi die Tradition des klassischen Kriminalromans aufgreift. Wer Agatha Christie mag, wird sich hier schnell zu Hause fühlen. Die Ermittlungen erfolgen durch Gespräche, Beobachtungen und das geschickte Zusammensetzen von Hinweisen. Nach und nach geraten verschiedene Verdächtige ins Blickfeld. Immer neue Motive kommen ans Licht. Und schließlich folgt genau das, worauf Freunde klassischer Rätselkrimis warten: die große Versammlung aller Beteiligten, bei der die Ereignisse rekonstruiert und der Täter entlarvt wird. Das erinnert an Poirot, an »Mord im Orient Express«, an »Tod auf dem Nil« oder an »Der Tote in der Bibliothek«, ohne diese Vorbilder einfach zu kopieren. Der Fall selbst bleibt über weite Strecken spannend. Die Handlung bewegt sich flott vorwärts, die Schauplätze wechseln, die Verdächtigen sind abwechslungsreich gezeichnet und die Auflösung scheint lange offen. Gleichzeitig sorgt das maritime Umfeld der Kreuzfahrt für eine angenehme Atmosphäre (auch wenn es stürmt), die sich deutlich von vielen düsteren Gegenwartskrimis unterscheidet. Ganz überzeugt hat mich allerdings die eigentliche Identifizierung des Täters nicht. Während die Ermittlungen logisch aufgebaut wirken, erscheint der entscheidende Schritt zur Überführung des Mörders etwas konstruiert. Hier hatte ich den Eindruck, dass die Lösung nicht ganz so zwingend aus den vorhandenen Hinweisen hervorgeht, wie man es sich bei einem klassischen Whodunit wünschen würde. Das schmälert den Lesespaß nicht entscheidend, hinterlässt aber einen kleinen Kratzer auf einem ansonsten sehr gelungenen Gesamtbild. Unterm Strich ist »Wenn Katzen reden könnten« ein unterhaltsamer Kriminalroman für Leser, die clevere Rätsel, sympathische Figuren und die Tradition der klassischen Detektivgeschichte schätzen. Wer moderne Thriller mit hohem Tempo und vielen Gewaltszenen sucht, ist hier eher falsch. Wer dagegen Freude an einem Fall hat, bei dem Verdächtige befragt, Spuren verfolgt und am Ende alle Karten auf den Tisch gelegt werden, wird bestens unterhalten.

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Poirot - Christie und doch anders
Zweiter Band und die Geschichte hat mich sofort wieder begeistert, die Schreibweise leicht und locker, mit einem eigenen Humor. Viel Katzencontent und natürlich hat der Leseclub der Buchhandlung auch dazu beigetragen, dass ich es zum Lesen passend fand. Diesmal ermittelt aber nicht der Buchclub sondern es wird auf einem Schiff ermittelt vom Buchhändler und seinem Polizeifreund und das erinnert wirklich an „Tod auf dem Nil“. Naja, alles kann auch nicht wirklich neu erfunden werden. 😁
Ein Mord auf hoher See und ein Buchhändler, der Poirot alle Ehre macht.
Ein berühmter Krimiautor wird während einer literarischen Kreuzfahrt vor Sardinien ermordet. Unter den Passagieren befinden sich zahlreiche Menschen mit guten Motiven. Buchhändler Marzio Montecristo, begleitet von seinen beiden schwarzen Katzen, beginnt gemeinsam mit einem befreundeten Kommissar zu ermitteln. Herausgekommen ist ein klassischer Whodunit, der sich deutlich vor den großen Vorbildern des Genres verneigt. Piergiorgio Pulixi ist vor allem für seine Sardinien Krimis bekannt. Mit »Wenn Katzen reden könnten« schlägt er deutlich leichtere Töne an und liefert zugleich eine liebevolle Hommage an die klassische Detektivliteratur. Die Ausgangsidee ist ebenso einfach wie reizvoll: Ein unbeliebter Starautor wird auf einer Kreuzfahrt ermordet und praktisch jeder an Bord könnte der Täter sein. Damit erinnert der Roman bewusst an die großen Rätselkrimis von Agatha Christie. Das Herzstück des Romans ist jedoch nicht der Mordfall, sondern die Hauptfigur. Marzio Montecristo ist ein wunderbar grantiger Buchhändler. Er meckert, urteilt schnell und begegnet vielen Menschen mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus. Trotzdem ist er keine unsympathische Figur. Im Gegenteil. Hinter der rauen Schale steckt ein warmherziger Mensch, der einem schnell ans Herz wächst. Gerade diese Mischung macht ihn zu einem Ermittler, dem man gerne durch die Geschichte folgt. Besonders gelungen ist die Art, wie Pulixi die Tradition des klassischen Kriminalromans aufgreift. Wer Agatha Christie mag, wird sich hier schnell zu Hause fühlen. Die Ermittlungen erfolgen durch Gespräche, Beobachtungen und das geschickte Zusammensetzen von Hinweisen. Nach und nach geraten verschiedene Verdächtige ins Blickfeld. Immer neue Motive kommen ans Licht. Und schließlich folgt genau das, worauf Freunde klassischer Rätselkrimis warten: die große Versammlung aller Beteiligten, bei der die Ereignisse rekonstruiert und der Täter entlarvt wird. Das erinnert an Poirot, an »Mord im Orient Express«, an »Tod auf dem Nil« oder an »Der Tote in der Bibliothek«, ohne diese Vorbilder einfach zu kopieren. Der Fall selbst bleibt über weite Strecken spannend. Die Handlung bewegt sich flott vorwärts, die Schauplätze wechseln, die Verdächtigen sind abwechslungsreich gezeichnet und die Auflösung scheint lange offen. Gleichzeitig sorgt das maritime Umfeld der Kreuzfahrt für eine angenehme Atmosphäre (auch wenn es stürmt), die sich deutlich von vielen düsteren Gegenwartskrimis unterscheidet. Ganz überzeugt hat mich allerdings die eigentliche Identifizierung des Täters nicht. Während die Ermittlungen logisch aufgebaut wirken, erscheint der entscheidende Schritt zur Überführung des Mörders etwas konstruiert. Hier hatte ich den Eindruck, dass die Lösung nicht ganz so zwingend aus den vorhandenen Hinweisen hervorgeht, wie man es sich bei einem klassischen Whodunit wünschen würde. Das schmälert den Lesespaß nicht entscheidend, hinterlässt aber einen kleinen Kratzer auf einem ansonsten sehr gelungenen Gesamtbild. Unterm Strich ist »Wenn Katzen reden könnten« ein unterhaltsamer Kriminalroman für Leser, die clevere Rätsel, sympathische Figuren und die Tradition der klassischen Detektivgeschichte schätzen. Wer moderne Thriller mit hohem Tempo und vielen Gewaltszenen sucht, ist hier eher falsch. Wer dagegen Freude an einem Fall hat, bei dem Verdächtige befragt, Spuren verfolgt und am Ende alle Karten auf den Tisch gelegt werden, wird bestens unterhalten.







