Blick ins Buch

Thriller

Riccardino

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Über das Buch

L'ultima avventura del commissario Montalbano. Anno 2005: Camilleri ha appena pubblicato La luna di carta. Sta lavorando alla successiva avventura della serie, ma in estate consegna a Elvira Sellerio un altro romanzo con protagonista il commissario Montalbano. Si intitola Riccardino. L'accordo è che verrà pubblicato poi, un domani indefinito, si sa solo che sarà l'ultimo romanzo della saga Montalbano. Anno 2016. Sono passati 11 anni durante i quali sono usciti 15 libri di Montalbano. Andrea Camilleri sente l'urgenza di riprendere quel romanzo, che è venuta l'ora di «sistemarlo». Nulla cambia nella trama ma solo nella lingua che nel frattempo si è evoluta. Né muta il titolo che allora considerava provvisorio ma al quale ormai si è affezionato e che nel 2016 decide essere definitivo. Un titolo così diverso da quelli essenziali ed evocativi e pieni di significato ai quali siamo abituati, in cui risuonano echi letterari: La forma dell'acqua, Il giro di boa, Il ladro di merendine, L'altro capo del filo. Ma Riccardino segna quasi una cesura, una fine, ed è giusto marcare la differenza sin dal titolo. Ma come è nata l'idea, e soprattutto perché? Racconta Andrea Camilleri in una vecchia intervista che a un certo punto si era posto il problema della «serialità» dei suoi romanzi, dilemma comune a molti scrittori di noir, che aveva risolto decidendo di fare invecchiare il suo commissario insieme al calendario, con tutti i mutamenti che ciò avrebbe comportato, del personaggio e dei tempi che man mano avrebbe vissuto. Ma poi, aggiunge, «mi sono pure posto un problema scaramantico». I suoi due amici scrittori di gialli, Izzo e Manuel Vázquez Montálban, che volevano liberarsi dei loro personaggi, alla fine erano morti prima di loro. Allora «mi sono fatto venire un'altra idea trovando in un certo senso la soluzione». Ecco: la soluzione la scopriranno i suoi tantissimi affezionati lettori di questo Riccardino che pubblichiamo ricordando Andrea Camilleri con gratitudine grandissima. Das Urheberrecht an bibliographischen und produktbeschreibenden Daten und an den bereitgestellten Bildern liegt bei Informazioni Editoriali, I.E. S.r.l., oder beim Herausgeber oder demjenigen, der die Genehmigung erteilt hat. Alle Rechte vorbehalten.
ISBN9788838940750
VerlagSellerio Editore
Erscheinungsdatum16.07.20
Seitenzahl288

Rezensionen & Bewertungen

14 Bewertungen

6 Rezensionen

3,4

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  • philippeg
    philippeg

    385 Follower

    3,0

    Nach meinem Tod zu veröffentlichen

    Mit 80 Jahren war Camilleri müde. Seine Romanfigur Salvo Montalbano entglitt ihm, verhielt sich nicht mehr so, wie er es wollte. Ein Grund war nicht Camilleris Müdigkeit sondern die Verfilmung seiner Montalbano-Krimi, an der Camilleri beteiligt war, und die sich nicht an das Original hielt. Also entschied Camilleri den letzten Krimi zu schreiben. Das Ende von Salvo Montalbano als Romanfigur. Das Manuskript übergab er seinem Verlag mit der Auflage es nach seinem Tod zu veröffentlichen. Camilleri lebte noch weitere vierzehn Jahre und veröffentlichte noch viele Bücher, nicht nur Montalbano-Krimi. Nach rund zehn Jahren überarbeitete er das Manuskript. Spezial sind die Telefonanrufe des Autors, welcher die Romanfigur zu beeinflussen versucht. Was dieser in seiner bockigen Art ignoriert. Der Fall ist eigentlich Nebensache. Mord, Mafia, Schweigen, Korruption und Angst. Camilleri verabschiedet sich hier von seiner Romanfigur, die er als Siebzigjähriger auf den Markt brachte, indem er als erster geht. Die Romanfigur muss so lange warten, dass die Geschichte nicht mehr in das Italien zum Zeitpunkt der Veröffentlichung passt. Ein Buch für Camilleri-Fans, weniger für Krinifreunde.

    23. Feb. 2026

  • kaddilue
    kaddilue

    74 Follower

    5,0

    Würdiger Abschluss der Reihe

    Auch wenn ich die ersten Romane der Reihe am liebsten mag, fand ich den hier besonders und bin auch ein wenig traurig, dass es nun vorbei ist 🥲

    7. Jan. 2026

  • wassilkeliest
    wassilkeliest

    187 Follower

    Mit „Riccardino“ nimmt Andrea Camilleri Abschied – nicht nur von seinem Publikum, sondern auch von seinem berühmten Ermittler, Commissario Salvo Montalbano. Es ist ein bewegender, kluger und gleichzeitig verspielter letzter Fall, der mehr ist als bloß ein klassischer Kriminalroman. Vielmehr handelt es sich um eine literarische Meta-Erzählung, ein Werk zwischen Realität und Fiktion, in dem Camilleri Montalbano und sich selbst mit feiner Ironie und tiefem Ernst gegenüberstellt. Der Fall selbst beginnt konventionell: Ein früher Anruf weckt Montalbano, ein gewisser Riccardino bittet um ein Treffen. Kurz darauf ist der Mann tot – erschossen auf offener Straße. Was zunächst wie ein Eifersuchtsdrama wirkt, entwickelt sich zu einer komplexen Ermittlung, die den Commissario nicht nur mit einem Bischof und einer Wahrsagerin konfrontiert, sondern auch mit sich selbst, seinem medialen Doppelgänger aus dem Fernsehen – und seinem Schöpfer, dem Autor. Diese drei Ebenen – Realität, Fiktion, Selbstreflexion – sind das eigentliche Herzstück des Romans. Montalbano spricht mit seinem Autor, widerspricht ihm, rebelliert gegen den Verlauf der Geschichte. Es ist, als würde Camilleri seinem Protagonisten ein letztes Mal die Chance geben, sich zu emanzipieren – aber auch als wolle er selbst in einem finalen Gespräch Abschied nehmen. Dabei schwingt ein melancholischer Ton mit: der Abschied vom Alter Ego, von einer langen Ära, von literarischem Schaffen. Es ist kein lauter, sondern ein nachdenklicher, fast zärtlicher Abschied. Sprachlich bleibt Camilleri seiner Linie treu: Die ironisch-lebendige, oft unübersetzbare Kunstsprache, der Charme des Sizilianischen, das farbenreiche Lokalkolorit – all das ist auch in „Riccardino“ präsent. Doch wer glaubt, der Roman sei nur ein Rückblick, täuscht sich: Camilleri bleibt bis zuletzt experimentierfreudig. Die vierte Wand wird eingerissen, Realität und Erfindung verschmelzen, Figuren treten aus ihrer Rolle – und gerade dadurch wird dieser letzte Fall überraschend aktuell, fast modernistisch. Natürlich sind viele liebgewonnene Elemente wieder dabei: der ewige Streit mit Livia, der tumbe Catarella, die kulinarischen Ausschweifungen. Doch spürt man in allem eine Müdigkeit, eine Ahnung von Abschied. Und so ist „Riccardino“ nicht nur das Ende einer Serie, sondern ein würdiges Finale, das alle Facetten der Reihe – Humor, Melancholie, Spannung, Gesellschaftskritik – noch einmal in sich vereint. Der 2019 verstorbene Krimiautor Andrea Camilleri hat das Finale um seinen Ermittler Montalbano bereits 2005 geschrieben und elf Jahre später nochmals überarbeitet.  „Riccardino“ ist ein würdiger, intelligenter und zutiefst literarischer Schlussakkord für eine der bedeutendsten Krimireihen Europas. Es ist ein Buch über das Ende, über das Schreiben, über das Altern – und über die Liebe zu einer Figur, die längst über ihren Autor hinausgewachsen ist. Ein Muss für alle Montalbano-Fans – mit einem Tränchen im Auge, aber auch mit einem Schmunzeln im Gesicht. Ciao, Commissario Montalbano, es war mir eine Ehre! Aus dem Italienischen von Rita Seuß und Walter Kögler.

    21. Juli 2025

3 von 6 Rezensionen

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