Reigen

Reigen

von Arthur Schnitzler·Buch 5 von 9
Hardcover
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Beschreibung

Mit seinem zyklischen 'Reigen' torpedierte Arthur Schnitzler (1862–1931) die Grundfesten sittlicher Konvention. Fünf Männer und fünf Frauen bilden zehn wechselnde Paare: Im erotischen Machtspiel verschwimmen die Grenzen der bürgerlichen Gesellschaft – Begierde und Verführungskraft bestimmen die Regeln dieses Spiels, ständische Ordnungen lösen sich auf. Nach heftigen Tumulten bei einigen Aufführungen des Stücks verbot Schnitzler 1921 jede weitere Inszenierung. Erst seit 1982 ist sein 'Reigen' wieder auf der Bühne zu sehen. Die skandalträchtige Komödie, 1903 erstmals als Buchausgabe erschienen, besticht bis heute durch ihre meisterhaften Dialoge und die schonungslose Demaskierung unterdrückter Lust und gesellschaftlicher Doppelmoral.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Hardcover
Seitenzahl
96
Preis
3.95 €

Autorenbeschreibung

Arthur Schnitzler (1862–1931) wurde in Wien geboren, studierte Medizin und praktizierte als Arzt, bis er sich ab 1894 ganz dem Schreiben widmete. Er war einer der Hauptvertreter des Wiener Impressionismus und einer der meistgespielten deutschsprachigen Dramatiker vor dem Ersten Weltkrieg. Seine Bühnenstücke und Erzählungen kreisen vor allem um die dekadente großbürgerliche Gesellschaft des Wiener Fin de siècle, deren Melancholie und Lebensüberdruss Schnitzler mit psychologischer Tiefe darstellt («Fräulein Else», 1924). Schnitzler war stark durch Sigmund Freuds Psychoanalyse beeinflusst. Besonders die Seelenverfassung seiner weiblichen Charaktere zeugt bis heute von erstaunlicher Hellsicht und Einfühlungsvermögen. Seine «Traumnovelle» inspirierte Stanley Kubrick zu seinem letzten Film, «Eyes Wide Shut» (1999) mit Nicole Kidman und Tom Cruise.Von Sigmund Freuds Theorien beeinflusst, wurde er zum Meister der psychologischen, zum Teil sogar psychoanalytischen Beobachtung, wegen der seine Erzählungen und Theaterstücke auch heute noch höchst aktuell sind.

Beiträge

6
Alle
4

Ein guter und schneller Read für zwischendurch, für alle die Gesellschaftskritik mögen.

Ein Komödie, die in einzelnen Dialogen, die klassenübergreifenden Liebschaften der Wiener Gesellschaft des Fin de Siècle offenlegt und dessen Moral in Frage stellt. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Uraufführung für Empörung gesorgt hat und sich so manch ein Zuschauer angesprochen gefühlt hat.

5

Köstlich

Unheimlich amüsant, das muss zu seiner Zeit sooo skandalös gewesen sein... Muss ich mir auch auf der Bühne anschauen, bestimmt witzig

3

81. Buch im Jahr 2023 Dieses Werk musste ich für die Uni lesen und ich weiß nicht ganz wie ich es am besten bewerten soll. Es ist 1912 erschienen und damit natürlich absolut nicht mit heutigen Standards zu vergleichen. Trotzdem war das Frauenbild wirklich sehr fragwürdig, wobei das Männerbild tatsächlich auch nicht besonders gut war. Interessant war es trotzdem, dass so "offen" in einem so alten Werk über Sexualität geschrieben wurde. Allerdings ist im Prinzip in jedem der zehn Dialoge ungefähr das Gleiche passiert, weshalb irgendwann die Konzentration bei mir nachgelassen hat und ich etwas gelangweilt war. Zum Interpretieren in einem Seminar war es aber auf jeden Fall spannend zu lesen und auch die zugehörige Seminarsitzung hat mir Spaß gemacht. Deswegen geb ich mal 3⭐

3

Also ich musste das Buch für mein Studium lesen und lese normalerweise solche Bücher gar nicht. Es war aber ziemlich unterhaltsam und leicht zu verstehen.

3

Lässt sich sehr leicht lesen und zeigt die Standesunterschiede Ende des 19. Jh. auf, fühlt sich aber auch wie eine einzige Vergew*ltigung an

3

Ehrlich gesagt weiß ich nicht so wirklich, was ich von dem Drama halten soll und auch in meinem Seminar wurde rege über das Werk diskutiert, besonders über die Szene mit dem Soldaten und den Stubenmädchen, die viele als Vergewaltigungsszene interpretiert hatten. An manchen Stellen wurde ich echt unterhalten, an anderen war ich zu Tode gelangweilt von der ständigen Wiederholung der Dinge. Das Ende war dann nochmal witzig, obwohl ich fest damit geahnt hatte, dass das Ganze so ausgehen wird.

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