Rebellische Kleriker
Hardcover
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Beschreibung
Die Pariser Handschrift des späteren 9. Jahrhunderts enthält als Haupttext Cassiodors weit verbreitete Kirchengeschichte. Bisher unbeachtet blieb eine kanonistisch-patristische Sammlung, die wohl im frühen 10. Jahrhundert auf den üppig dimensionierten Rändern der fol. 15v–24v nachgetragen wurde und jetzt als editio princeps vorliegt. Quellenkritische Analysen, die ein beeindruckendes Arsenal von Vorlagen zutage fördern (u. a. die Collectio Herovalliana, die pseudoisidorischen Dekretalen, Benedictus Levita, Ps.-Cyprians De duodecim abusivis saeculi, Briefe Gregors I. in der zweiteiligen Form des Registrum Hadrianum, Augustins Contra mendacium oder die Mönchsregel des Basilius), kommen zu dem Ergebnis, daß die benutzten Texte nicht über das Jahr 860 (Synode von Tusey) hinausführen. Sowohl überlieferungsgeschichtliche als auch textkritische Spezifika stellen einen Bezug zum Metropolitanverband Reims her, näherhin zum Suffraganbistum Laon. In inhaltlicher Hinsicht spiegelt sich ein Konflikt wider zwischen nachgeordnetem Klerus und einem Bischof, der als criminosus, als falsus testis dei und sacrilegus etikettiert wird. Alle Indizien weisen darauf hin, vorliegendes Kompendium als Polemik gegen Hinkmar von Laon zu begreifen, der seinen Klerus im Jahr 869 mehrfach provoziert und (vermeintliche) Rebellen in seiner Diözese ausgemacht hatte. Doch die „rebellischen Kleriker“ verstanden sich offensichtlich zu wehren ...
Buchinformationen
Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Geschichte & Archäologie
Format
Hardcover
Seitenzahl
106
Preis
20.60 €
Beschreibung
Die Pariser Handschrift des späteren 9. Jahrhunderts enthält als Haupttext Cassiodors weit verbreitete Kirchengeschichte. Bisher unbeachtet blieb eine kanonistisch-patristische Sammlung, die wohl im frühen 10. Jahrhundert auf den üppig dimensionierten Rändern der fol. 15v–24v nachgetragen wurde und jetzt als editio princeps vorliegt. Quellenkritische Analysen, die ein beeindruckendes Arsenal von Vorlagen zutage fördern (u. a. die Collectio Herovalliana, die pseudoisidorischen Dekretalen, Benedictus Levita, Ps.-Cyprians De duodecim abusivis saeculi, Briefe Gregors I. in der zweiteiligen Form des Registrum Hadrianum, Augustins Contra mendacium oder die Mönchsregel des Basilius), kommen zu dem Ergebnis, daß die benutzten Texte nicht über das Jahr 860 (Synode von Tusey) hinausführen. Sowohl überlieferungsgeschichtliche als auch textkritische Spezifika stellen einen Bezug zum Metropolitanverband Reims her, näherhin zum Suffraganbistum Laon. In inhaltlicher Hinsicht spiegelt sich ein Konflikt wider zwischen nachgeordnetem Klerus und einem Bischof, der als criminosus, als falsus testis dei und sacrilegus etikettiert wird. Alle Indizien weisen darauf hin, vorliegendes Kompendium als Polemik gegen Hinkmar von Laon zu begreifen, der seinen Klerus im Jahr 869 mehrfach provoziert und (vermeintliche) Rebellen in seiner Diözese ausgemacht hatte. Doch die „rebellischen Kleriker“ verstanden sich offensichtlich zu wehren ...
Buchinformationen
Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Geschichte & Archäologie
Format
Hardcover
Seitenzahl
106
Preis
20.60 €



