Prinsengracht 263
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Sharon Dogar, geboren 1962, lebt mit ihrer Familie in Oxford. Von Beruf Jugendtherapeutin schreibt sie Romane, die sich speziell an junge Erwachsene richten. „Prinsengracht 263“ ist ihre erste fiktive Biografie und das erste Buch, das sich mit dem Dritten Reich befasst. Intensiv hat sie recherchiert, um „die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs für alle neuen Generationen lebendig zu schildern, damit diese hoffentlich nie vergessen, was Hass für verheerende Auswirkungen haben kann“.
Beiträge
Lasst uns zuhören...
Bist du noch da? Hörst du mich? So endet das Buch. Peters letzte Gedanken an die Menschen, die nach ihm kommen. Es ist kein authentischer Zeitzeugenbericht. Sharon Dogar hat einen Roman geschrieben, der auf wahren Begebenheiten beruht. Das macht sie von Anfang an deutlich. Dabei haben die Ereignisse im Hinterhaus duch die Tagebücher von Anne Frank noch einen starken historischen Bezug. Die Art und Weise der Darstellung der Liebesgeschichte zwischen Anne und Peter hat mich eher nicht angesprochen. Die Ereignisse im Lager hat Dogar nach allgemeinen Zeitzeugenberichten verfasst. Was Peter tatsächlich passiert ist, lässt sich nicht eindeutig rekonstruieren. Letztlich geht es darum, ob wir nachgekommenen Generationen eigentlich das Schicksal der abermillionen Menschen schon vergessen haben, ob es uns noch interessiert. Es ist nicht wichtig, ob sich alles so zugetragen hat. Die Geschichten ähneln sich am Ende sehr. Es ist wichtig, diese Geschichten im Kern weiter zu tragen. Denn diese Geschichten sind letztlich Menschen, die es wirklich gab. Diese Schicksale sind nicht erfunden. Deshalb sollte sich die Frage nicht stellen, wie wertvoll dieses Buch ist, wenn ein Teil romamhaft erzählt wird, also "erfunden" ist oder dazu gedichtet wurde. Den Schrecken des Holocaust wird kein Werk niemals ausschöpfend beschreiben können. Weil es so unvorstellbar ist, dass Menschen so grausam sind, und anderen so etwas antun können. Dieses Buch ist wertvoll, weil es uns erinnert, wieder mehr zuzuhören. Und anderen davon zu erzählen. Auch wenn wir keine Zeitzeug*innen sind. Hören wir also Peter und allen zu. Besonders jetzt, wo es wieder welche gibt, die Ähnliches wollen oder die Geschichte verharmlosen. Hört zu. Und lest das Buch!!! Lese-Soundtrack: Schindler's List Soundtrack
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Sharon Dogar, geboren 1962, lebt mit ihrer Familie in Oxford. Von Beruf Jugendtherapeutin schreibt sie Romane, die sich speziell an junge Erwachsene richten. „Prinsengracht 263“ ist ihre erste fiktive Biografie und das erste Buch, das sich mit dem Dritten Reich befasst. Intensiv hat sie recherchiert, um „die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs für alle neuen Generationen lebendig zu schildern, damit diese hoffentlich nie vergessen, was Hass für verheerende Auswirkungen haben kann“.
Beiträge
Lasst uns zuhören...
Bist du noch da? Hörst du mich? So endet das Buch. Peters letzte Gedanken an die Menschen, die nach ihm kommen. Es ist kein authentischer Zeitzeugenbericht. Sharon Dogar hat einen Roman geschrieben, der auf wahren Begebenheiten beruht. Das macht sie von Anfang an deutlich. Dabei haben die Ereignisse im Hinterhaus duch die Tagebücher von Anne Frank noch einen starken historischen Bezug. Die Art und Weise der Darstellung der Liebesgeschichte zwischen Anne und Peter hat mich eher nicht angesprochen. Die Ereignisse im Lager hat Dogar nach allgemeinen Zeitzeugenberichten verfasst. Was Peter tatsächlich passiert ist, lässt sich nicht eindeutig rekonstruieren. Letztlich geht es darum, ob wir nachgekommenen Generationen eigentlich das Schicksal der abermillionen Menschen schon vergessen haben, ob es uns noch interessiert. Es ist nicht wichtig, ob sich alles so zugetragen hat. Die Geschichten ähneln sich am Ende sehr. Es ist wichtig, diese Geschichten im Kern weiter zu tragen. Denn diese Geschichten sind letztlich Menschen, die es wirklich gab. Diese Schicksale sind nicht erfunden. Deshalb sollte sich die Frage nicht stellen, wie wertvoll dieses Buch ist, wenn ein Teil romamhaft erzählt wird, also "erfunden" ist oder dazu gedichtet wurde. Den Schrecken des Holocaust wird kein Werk niemals ausschöpfend beschreiben können. Weil es so unvorstellbar ist, dass Menschen so grausam sind, und anderen so etwas antun können. Dieses Buch ist wertvoll, weil es uns erinnert, wieder mehr zuzuhören. Und anderen davon zu erzählen. Auch wenn wir keine Zeitzeug*innen sind. Hören wir also Peter und allen zu. Besonders jetzt, wo es wieder welche gibt, die Ähnliches wollen oder die Geschichte verharmlosen. Hört zu. Und lest das Buch!!! Lese-Soundtrack: Schindler's List Soundtrack




