
66 Follower
Platinum End Band 7 treibt die Handlung konsequent voran, lässt mich mit der Hauptfigur aber zunehmend hadern. Mirais Starrsinn bremst die Spannung spürbar aus.
Mit Band 7 verschärft Platinum End erneut die Situation der Gottesanwärter und führt die bisherigen Konflikte weiter in Richtung offener Eskalation. Die Fronten sind klar gezogen, Entscheidungen hätten Gewicht – zumindest theoretisch. Denn während die Handlung an Intensität gewinnt, wird Mirais Rolle für mich zunehmend problematisch. Sein kompromissloser Pazifismus, der anfangs noch als moralischer Gegenpol funktionierte, wirkt hier immer öfter wie eine narrative Bremse. Statt innerer Weiterentwicklung wiederholt Mirai vor allem seine bekannten Überzeugungen, selbst dann, wenn die Konsequenzen offensichtlich schwerwiegender werden. Das lässt ihn weniger idealistisch als vielmehr naiv erscheinen und erschwert es, emotional mit ihm mitzuschwingen. Interessanterweise tragen die Gegenspieler und Nebenfiguren den Band deutlich stärker als der Protagonist. Ihre Motive sind klarer, ihre Entscheidungen radikaler und damit spannender. Auch die Engel sorgen weiterhin für zusätzliche Reibung, indem sie Mirais Haltung nicht mehr nur kommentieren, sondern indirekt infrage stellen. Hier blitzt das philosophische Potenzial der Reihe besonders stark auf. Zeichnerisch bleibt Platinum End gewohnt souverän. Die Konfrontationen sind dynamisch, die Gesichtsausdrücke transportieren viel innere Anspannung, und die Inszenierung der Gewalt steht erneut im starken Kontrast zur beinahe sakralen Darstellung der Engel. Insgesamt ist Band 7 inhaltlich spannend und thematisch konsequent, leidet für mich jedoch zunehmend unter einem Protagonisten, der sich kaum weiterentwickelt. Die Ideen bleiben stark, die Umsetzung frustriert stellenweise. 3 von 5 Sternen.

23. Dez. 2025
Platinum End Band 7 treibt die Handlung konsequent voran, lässt mich mit der Hauptfigur aber zunehmend hadern. Mirais Starrsinn bremst die Spannung spürbar aus.
Mit Band 7 verschärft Platinum End erneut die Situation der Gottesanwärter und führt die bisherigen Konflikte weiter in Richtung offener Eskalation. Die Fronten sind klar gezogen, Entscheidungen hätten Gewicht – zumindest theoretisch. Denn während die Handlung an Intensität gewinnt, wird Mirais Rolle für mich zunehmend problematisch. Sein kompromissloser Pazifismus, der anfangs noch als moralischer Gegenpol funktionierte, wirkt hier immer öfter wie eine narrative Bremse. Statt innerer Weiterentwicklung wiederholt Mirai vor allem seine bekannten Überzeugungen, selbst dann, wenn die Konsequenzen offensichtlich schwerwiegender werden. Das lässt ihn weniger idealistisch als vielmehr naiv erscheinen und erschwert es, emotional mit ihm mitzuschwingen. Interessanterweise tragen die Gegenspieler und Nebenfiguren den Band deutlich stärker als der Protagonist. Ihre Motive sind klarer, ihre Entscheidungen radikaler und damit spannender. Auch die Engel sorgen weiterhin für zusätzliche Reibung, indem sie Mirais Haltung nicht mehr nur kommentieren, sondern indirekt infrage stellen. Hier blitzt das philosophische Potenzial der Reihe besonders stark auf. Zeichnerisch bleibt Platinum End gewohnt souverän. Die Konfrontationen sind dynamisch, die Gesichtsausdrücke transportieren viel innere Anspannung, und die Inszenierung der Gewalt steht erneut im starken Kontrast zur beinahe sakralen Darstellung der Engel. Insgesamt ist Band 7 inhaltlich spannend und thematisch konsequent, leidet für mich jedoch zunehmend unter einem Protagonisten, der sich kaum weiterentwickelt. Die Ideen bleiben stark, die Umsetzung frustriert stellenweise. 3 von 5 Sternen.
23. Dez. 2025








