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Band 3 verschärft die Konflikte und bringt mehr Konsequenzen ins Spiel. Spannend und thematisch stark, emotional für mich aber weiterhin etwas distanziert.
Mit Platinum End Band 3 hatte ich die Erwartung, dass sich die zuvor aufgebauten Regeln und Konflikte nun stärker zuspitzen – und genau das passiert auch. Die Geschichte wird ernster, teilweise deutlich düsterer, und das „Spiel“ um den Gottesthron nimmt klarere Formen an. Entscheidungen fühlen sich endgültiger an, und die Gefahr ist nicht mehr nur theoretisch, sondern jederzeit präsent. Besonders interessant fand ich, wie Mirais Idealismus weiter auf die Probe gestellt wird. Sein konsequenter Wunsch, niemanden zu töten, steht nun stärker im Kontrast zu den Handlungen anderer Kandidaten. Dadurch wirkt er einerseits bewundernswert, andererseits zunehmend weltfremd. Dieser innere Konflikt ist gut angelegt, auch wenn ich mir wünschen würde, dass seine Zweifel und Ängste emotional noch intensiver dargestellt werden. Vieles bleibt eher auf der gedanklichen als auf der fühlbaren Ebene. Die Gegenspieler gewinnen in diesem Band weiter an Profil. Ihre Motivationen werden klarer, und gerade die unterschiedlichen Auffassungen davon, was einen „würdigen Gott“ ausmacht, verleihen der Geschichte eine philosophische Schwere. Gleichzeitig habe ich erneut das Gefühl, dass sehr viele Ideen parallel verhandelt werden: Moral, Macht, Freiheit, Lebenswert. Das ist spannend, wirkt aber stellenweise überladen und lässt einzelnen Konflikten wenig Raum zur Entfaltung. Die Engel bleiben auch in Band 3 ein zentrales Element. Ihre Beziehung zu den menschlichen Kandidaten wird differenzierter, und ihre Persönlichkeiten treten stärker hervor. Besonders ihre teils nüchterne, teils manipulative Sicht auf das Geschehen verstärkt den Eindruck, dass sie mehr sind als bloße Begleiter. Zeichnerisch überzeugt der Band erneut. Die Action ist übersichtlich, die Mimik transportiert subtile Spannungen, und der Kontrast zwischen Gewalt und der fast schon eleganten Darstellung der Engel funktioniert weiterhin sehr gut. Einige Begegnungen zwischen den Kandidaten bleiben visuell besonders hängen. Insgesamt ist Platinum End Band 3 für mich eine konsequente Weiterführung der Reihe: inhaltlich dicht, thematisch anspruchsvoll und spannend erzählt. Emotional erreicht mich die Geschichte noch nicht vollständig, doch das Fundament ist stark genug, um mein Interesse weiter hochzuhalten. Die Reihe entwickelt sich kontinuierlich weiter – ich hoffe nur, dass sie sich künftig etwas mehr Zeit für ihre Figuren nimmt.
22. Dez. 2025
Band 3 verschärft die Konflikte und bringt mehr Konsequenzen ins Spiel. Spannend und thematisch stark, emotional für mich aber weiterhin etwas distanziert.
Mit Platinum End Band 3 hatte ich die Erwartung, dass sich die zuvor aufgebauten Regeln und Konflikte nun stärker zuspitzen – und genau das passiert auch. Die Geschichte wird ernster, teilweise deutlich düsterer, und das „Spiel“ um den Gottesthron nimmt klarere Formen an. Entscheidungen fühlen sich endgültiger an, und die Gefahr ist nicht mehr nur theoretisch, sondern jederzeit präsent. Besonders interessant fand ich, wie Mirais Idealismus weiter auf die Probe gestellt wird. Sein konsequenter Wunsch, niemanden zu töten, steht nun stärker im Kontrast zu den Handlungen anderer Kandidaten. Dadurch wirkt er einerseits bewundernswert, andererseits zunehmend weltfremd. Dieser innere Konflikt ist gut angelegt, auch wenn ich mir wünschen würde, dass seine Zweifel und Ängste emotional noch intensiver dargestellt werden. Vieles bleibt eher auf der gedanklichen als auf der fühlbaren Ebene. Die Gegenspieler gewinnen in diesem Band weiter an Profil. Ihre Motivationen werden klarer, und gerade die unterschiedlichen Auffassungen davon, was einen „würdigen Gott“ ausmacht, verleihen der Geschichte eine philosophische Schwere. Gleichzeitig habe ich erneut das Gefühl, dass sehr viele Ideen parallel verhandelt werden: Moral, Macht, Freiheit, Lebenswert. Das ist spannend, wirkt aber stellenweise überladen und lässt einzelnen Konflikten wenig Raum zur Entfaltung. Die Engel bleiben auch in Band 3 ein zentrales Element. Ihre Beziehung zu den menschlichen Kandidaten wird differenzierter, und ihre Persönlichkeiten treten stärker hervor. Besonders ihre teils nüchterne, teils manipulative Sicht auf das Geschehen verstärkt den Eindruck, dass sie mehr sind als bloße Begleiter. Zeichnerisch überzeugt der Band erneut. Die Action ist übersichtlich, die Mimik transportiert subtile Spannungen, und der Kontrast zwischen Gewalt und der fast schon eleganten Darstellung der Engel funktioniert weiterhin sehr gut. Einige Begegnungen zwischen den Kandidaten bleiben visuell besonders hängen. Insgesamt ist Platinum End Band 3 für mich eine konsequente Weiterführung der Reihe: inhaltlich dicht, thematisch anspruchsvoll und spannend erzählt. Emotional erreicht mich die Geschichte noch nicht vollständig, doch das Fundament ist stark genug, um mein Interesse weiter hochzuhalten. Die Reihe entwickelt sich kontinuierlich weiter – ich hoffe nur, dass sie sich künftig etwas mehr Zeit für ihre Figuren nimmt.
22. Dez. 2025








