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Partikularistisch getrübter Universalismus

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Über das Buch

In den Werken von Kant, Fichte, Hegel und Schelling finden sich höchst fragwürdige Aussagen über das ›Judentum‹ beziehungsweise über Juden. Anliegen dieses Buches ist es zu zeigen, in welchem Sinne sich der Einstellung des jeweiligen Philosophen zum ›Judentum‹ eine echte philosophische Bedeutung zuschreiben lässt. Im Zuge dessen wird zunächst der von der christlich-europäischen Tradition bis hin zu Kant geprägte Begriff ›Universalismus‹ als in Wahrheit ›partikularistisch getrübt‹ enthüllt – weil er für endliche Wesen immer ein durch Bewältigung eines wesentlich Vorhergehenden noch zu Erreichendes darstellt und deshalb ab ovo partikuläre Züge trägt. Dazu wird ein Modell entworfen, welches das auffällige Beharren des begrifflichen Konstrukts ›Judentum‹ als konstituierende Komponente des Gefüges ›Universalismus‹ in voneinander radikal verschiedenen Zusammenhängen, Kant und die deutschen Idealisten eingeschlossen, erklärt. Der Autor erörtert eingehend die Frage, wie – und zwar gegen meist zu oberflächlich bleibende Versuche – ein untergründiges ideengeschichtliches Verhältnis zwischen dem deutschen Idealismus und dem Holocaust zu denken ist. Dabei entwirft er eine neue Theorie des Antisemitismus, die eine unerwartete Perspektive auf die Debatte zwischen ›Intentionalisten‹ und ›Funktionalisten‹ eröffnet, und setzt sich kritisch mit den Erklärungsversuchen von Horkheimer und Adorno, Sartre und Arendt auseinander.
ISBN9783787349999
VerlagMeiner, F
Erscheinungsdatum31.12.26
Seitenzahl586

Autorin / Autor

Über Amit Kravitz

Amit Kravitz lehrt und forscht an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Schwerpunkte sind Kant und der deutsche Idealismus, jüdische Philosophie, Ethik und Philosophie der Religion.

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