Blick ins Buch
Über das Buch
Die deutsche Okkupation Nordfrankreichs im Ersten Weltkrieg erstmals anhand militärischer Quellen geschildert und kriegsrechtlich eingeordnet.
Die Forschungsdiskussion zu den »deutschen Kriegsgräueln« von 1914 verläuft nach wie vor kontrovers. Zum ersten Mal wird nun die deutsche Okkupation Nordfrankreichs im Ersten Weltkrieg anhand der verfügbaren Quellen der militärischen Institutionen detailliert geschildert und kriegsrechtlich eingeordnet. Larissa Wegner zeigt bei der Darstellung der Besatzungszeit, wie der Wirtschaftskrieg zum alles bestimmenden Faktor wurde und die Besatzer das besetzte Gebiet immer rücksichtsloser ausbeuteten. Die übergeordnete Frage ist die nach Gewalt und Gewaltentwicklung in diesem ersten modernen Massenkrieg. Vor dem Hintergrund der völkerrechtlichen Aspekte von Besatzung und ihre Entwicklung seit den 1870er Jahren nimmt die Autorin militärische Gewalt in ihrer Spezifik als grundsätzlich (völker-)rechtlich legitimierte und staatlich sanktionierte Gewaltform in den Blick, die gleichzeitig immer auch von situativen Dynamiken beeinflusst wird. Dabei gewinnt sie grundlegende Erkenntnisse für das immer noch erst in Ansätzen erforschte größere Feld der Besatzungspolitik im Ersten Weltkrieg sowie von Besatzungspraktiken insgesamt.
Editionen (1)
ISBN9783835353701
VerlagWallstein Verlag
Erscheinungsdatum22.03.23
Seitenzahl522
Haupt-GenreFachbücher
Sub-GenreGeschichte & Archäologie
FormatHardcover
SpracheDeutsch
Preis49.40 €
Autorin / Autor
Über Larissa Wegner
Larissa Wegner, geb. 1977, studierte Neuere und Neueste Geschichte, Anglistik und Romanistik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. Seit 2018 ist sie im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit für eine Stiftung tätig.
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