Nur einmal

Nur einmal

E-Book
3.221
AktivistenEmanzipationBürgerrechtsbewegungAfroamerikanisch

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Beschreibung

In der hitzigen Atmosphäre der Bürgerrechtsbewegung ziehen Studenten und Aktivisten durch New York. Schwarzeund Weiße, die glauben, dass eine bessere Zukunft möglich ist, wenn man nur bereit ist, sich dafür einzusetzen. Junge schwarze Frauen reisen in den Süden, um gegen die Segregation zu kämpfen, für Gleichheit und Emanzipation. Sie lassen ihre Haare wachsen und entdecken neue Freiheiten, ihren Vätern gegenüber und ihren Liebhabern. So vieles scheint möglich in diesem Sommer. Alle träumen sie von einer Welt, in der das Leben nicht entweder schwarz oder weiß ist. Und die Liebe? Kennt sie wirklich keine Farben? Kann sie der Wirklichkeit standhalten?

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Kunst
Format
E-Book
Seitenzahl
192
Preis
11.99 €

Autorenbeschreibung

Kathleen Collins, 1942 in New Jersey geboren, war früh politisch aktiv und setzte sich 1962 für das Wahlrecht der Schwarzen in Georgia ein. Sie ist eine Pionierin des afroamerikanischen Films. Ihre größten Erfolge erlebte sie jedoch nicht mehr. Kathleen Collins starb 1988 an Brustkrebs. Erst 27 Jahre später feierte Losing Ground, Collins’ filmisches Meisterwerk, seine umjubelte Premiere in New York, ein Jahr später erschienen ihre Storys in den USA.

Beiträge

7
Alle
2

Liest sich wie vage Erinnerungen die nacherzählt werden. Sehr komplex in Hinsicht auf Stil als auch Thema. Leider konnte ich es persönlich nicht richtig greifen und hatte auch nicht das gefühl in ein schwarzes New York in der 60ern reinversetzt zu werden.

2

Beim Lesen fragte ich mich die meiste Zeit, warum einige der Geschichten dieses Buches wie Filmszenen wirkten, die Autorin versuchte aber in eben dieser Branche Fuß zu fassen. Der Hype um den Band ist mir absolut unverständlich. Er beinhaltet "Storys", in denen sich junge, schwarze Menschen fragen, ob sie "weiß" oder "schwarz" genug sind, angeblich soll ein feiner Humor mitschwingen - der muss mir wohl entgangen sein. Von den 16 Geschichten habe ich vielleicht 2 als sehr gut empfunden. Die immer wiederkehrenden Themen der verlorenen Liebe, der Sehnsucht waren am Ende eher schal und langweilig. Die Sprache ist leider auch nichts besonderes. Der Band lässt sich vermutlich in einem Rutsch lesen, ohne dass man über schöne Formulierungen oder großartige Dialoge stolpern würde. Der kleine Funken Bürgerrechtsbewegung, New York in den 60er Jahren und die Erwähnung wichtiger Persönlichkeiten wussten immerhin ein wenig zu erfreuen.

3

Objectively, I feel like this was a great and complex read, but subjectively, I just couldn't really appreciate it and often felt like I didn't really get it

1

Ich habe mir hiervon mehr erhofft. Vom Klappentext her ging ich davon aus, dass es sich hierbei um eine durchgehende Geschichte handelt, doch leider sind es Kurzgeschichten. Teilweise hatte ich richtige Verständnisprobleme. Durchgezogen habe ich es nur, weil es relativ kurz ist, doch keine Geschichte hat mich angesprochen oder blieb mir im Gedächtnis.

4

For me this collection is so special, because the stories are told with the voice of an African-American women in the 1960s. It's a rare witness of those times. The writing is low-key and yet powerful. I listened to the audio narration and having different narrators actually enhanced the stories for me. Merged review: For me this collection is so special, because the stories are told with the voice of an African-American women in the 1960s. It's a rare witness of those times. The writing is low-key and yet powerful. I listened to the audio narration and having different narrators actually enhanced the stories for me.

4

In "Nur einmal" entführt uns Kathleen Collins in die aufgeladene Atmosphäre der Bürgerrechtsbewegung, wo junge schwarze Frauen in den Süden ziehen, um gegen die Segregation zu kämpfen und neue Freiheiten zu entdecken. Die Autorin, Kathleen Collins, geboren 1942 in New Jersey, war nicht nur politisch aktiv, sondern auch eine Pionierin des afroamerikanischen Films. Trotz ihrer Bedeutung erlebte sie erst posthum, 27 Jahre nach ihrem Tod, den verdienten Ruhm für ihre literarischen Werke. Das Buch selbst präsentiert 16 Kurzgeschichten, die jeweils einen Einblick in das Leben und die Erfahrungen schwarzer Frauen während der Bürgerrechtsbewegung geben. Jede Geschichte wirft einen Blick auf die Vorurteile zwischen Schwarz und Weiß, während Collins die Stimmen ihrer Protagonistinnen einfühlsam zum Ausdruck bringt. Die Geschichten beginnen oft ohne Einordnung und enden abrupt, was das Lesen manchmal etwas erschwert oder mich auch mit Fragen zurückgelassen hat. Das Buch habe ich, um ehrlich zu sein, vor allem aufgrund des wunderschönes Covers gekauft - wobei mich der Klappentext auch angesprochen hat. Überraschte war ich dann, dass es sich um Kurzgeschichten handelte, statt einem durchgehenden Roman. Normalerweise lese ich nämlich eher keine Kurzgeschichten - die Geschichten von Kathleen Collins haben mich aber trotzdem emotional sehr berührt. Besonders die Geschichte "Rettungsleinen". Die Geschichten sind nicht nur zeitlos, sondern auch hochaktuell. Obwohl sie in den 60ern spielen, spiegeln sie doch die Realitäten vieler Menschen heute wider. Das Buch wirft einen eindringlichen Blick auf die Vorurteile zwischen Schwarz und Weiß, ohne dabei in Klischees zu verfallen. Jede Geschichte hat ihre eigene Atmosphäre, ihre eigene Stimme. Collins' Schreibstil ist poetisch und einfühlsam, und doch direkt und ungeschönt. Sie scheut sich nicht davor, die dunklen Seiten des Lebens zu beleuchten, aber gleichzeitig strahlen ihre Geschichten auch Hoffnung aus. Besonders beeindruckend fand ich, wie Collins den Doppelkampf schwarzer Frauen darstellt, die nicht nur mit Rassismus, sondern auch mit Sexismus konfrontiert sind. Ihre Protagonistinnen sind starke, komplexe Charaktere, die sich trotz aller Widrigkeiten behaupten. Nicht jede Geschichte konnte mich gleichermaßen packen. Manche waren mir zu abstrakt bzw. zu weit weg von meiner Lebensrealität, zu schwer zugänglich. Auch fehlte mir manchmal etwas mehr Hintergrundinformation, um die Handlung besser einordnen zu können. Das Nachwort von Daniel Kampa und Cornelia Künne, das von der Entstehung der Geschichten erzählt und die Autorin in den historischen Kontext einbettet, hat mir extrem geholfen, historische Zusammenhänge besser zu verstehen und einige der Geschichten in den Kontext der Black American History einzuordnen. Außerdem erinnert es daran, dass Kathleen Collins zu Lebzeiten oft abgewiesen wurde und erst posthum die Anerkennung erfuhr, die sie verdient. Die Diskrepanz zwischen ihrem damaligen Misserfolg und ihrem heutigen Ruhm erinnert an ähnliche Schicksale anderer Künstlerinnen wie Lucia Berlin. Zusammenfassend vergebe ich "Nur einmal" verdiente 4 von 5 Sternen. Kathleen Collins hat mit "Nur einmal" ein Werk geschaffen, das nicht nur literarisch wertvoll ist, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte leistet. Die Vielfalt der Geschichten und der einfühlsame Schreibstil machen das Buch zu einer lohnenswerten Lektüre.

5

Eigentlich bin ich kein Fan von Erzählungen. Oft sind sie mir zu abstrakt, man lernt die Protagonisten nicht kennen, es entstehen keine Gefühle. Bei Kathleen Collins? Ganz anders. Sie schafft in wenigen Worten Gefühle, Stimmungen, Botschaften. Manchmal gleichen die Geschichten Regieanweisungen, dann sind es Introspektionen, dann wieder fast wirre Gedanken. Mal leichtfüßig, mal schwer und tragisch. Mal ironisch, mal schmerzlich eindeutig. Ihre Erzählungen sind sehr menschlich, im Nachwort wird erklärt, dass sie oft autobiografisches mit Fiktion mischte. Gleichbleibender Tenor: die Zeit der Bürgerrechtsbewegung, die Frage nach der Liebe zwischen Schwarz und Weiß, aber auch der Dynamik innerhalb von Familien, die Desillusion, die viele erfahren. Es geht jedoch nicht um das größere Ganze, es geht immer um den einen Mensch, der alles erlebt. Dieser Transfer macht ihr Werk so magisch. Collins porträtiert den Doppelkampf, dem sich schwarze Frauen stellen und an dem sie in ihren Erzählungen öfter beinahe zerbrechen: schwarz und weiblich zu sein. Collins ist ein unbekannter Juwel, erst posthum wurden ihre Werke veröffentlicht und bekannt. Ihre Erzählungen in 'Nur einmal', im Original 'Whatever happened to interracial love?' lege ich jedem ans Herz. 'Als sie in die Sommerferien aufbrach, war ihr Haar so kurz, dass ihr Vater sich nicht von ihr verabschiedete. Es war so kurz, dass Glätten zwecklos war, also lag es kraus um ihren Kopf und ließ sie, wie ihr Vater es ausdrückte, "wie alle farbigen Mädchen" aussehen.' 'Eine vielschichtige Offenbarung … Kathleen Collins’ Stil ist anmutig und distanziert, aber hinter den pointiert schlichten Sätzen lauert die Gefahr.' The New Yorker

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