Um uns nur Dunkelheit
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Beschreibung
Ein bewegender Roman über weiblichen Widerstand.
Texas, 1852. Sechs versklavte Frauen schleichen aus ihren Quartieren und versammeln sich im Schutz der Nacht im Wald. Die Luzis – die Plantagenbesitzer, benannt nach Luzifer selbst – wollen die Frauen zwingen, Kinder zu gebären, um die nächste Generation Sklaven zu erhalten. Doch die Frauen sind entschlossen, sich zu wehren.
Ein kraftvoller und poetischer Roman über Liebe, Widerstand und Erlösung. Tracey Rose Peyton findet eine eigene Sprache für die Stärke und den Zusammenhalt von sechs Frauen, die sich in schrecklichsten Zeiten ihre Menschlichkeit bewahren.
»Eindringlich und berührend.« Sunday Times
»Ein extrem beeindruckendes Debüt.« Sarah Waters, Booker-Prize-Finalistin
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Tracey Rose Peyton erwarb ihren MFA am Michener Center for Writers der University of Texas-Austin. Sie ist Absolventin von VONA/Voices, Callaloo, The Writer's Institute at CUNY, Sackett Street und Tinhouse und erhielt Stipendien von Hedgebrook und der Saltonstall Foundation. Ihre Kurzgeschichten sind unter anderem in Guernica, American Short Fiction, Prairie Schooner und Best American Short Stories 2021 erschienen. Sie lebt in Los Angeles.
Beiträge
Sechs versklavte Frauen leben auf der Plantage der Luzis. Sie ernten, säen, nähen, waschen und helfen im Haus. Das Einzige, was sie besitzen, ist die Gemeinschaft, die sie miteinander bilden, und ihr Glaube. Jede von ihnen hat ihre eigene Geschichte, bevor sie in die Sklaverei verkauft wurde. Sie haben ihre Rituale und schleichen sich jeden Abend in den Wald, um zu beten und Hoffnung zu suchen. Alles ändert sich, als die Luzis einen Zuchtsklaven auf die Farm holen. Die Frauen sollen dadurch gezwungen werden, Kinder zu gebären, die später als Arbeitskräfte dienen oder verkauft werden. Unter dem dunklen Himmel und den Sternen im Wald schmieden die Frauen einen Plan. Auch wenn ihnen alles genommen wurde, finden sie trotzdem einen Weg zum Widerstand und verweigern genau das, was die Besitzer am meisten wollen. Eine Geschichte voller Mut und stiller Rebellion. Besonders gut gefallen hat mir, dass alle Frauen genügend Raum bekommen. Dadurch lernt man jede von ihnen besser kennen. Manche wurden in die Sklaverei hineingeboren, andere erinnern sich noch an ein früheres Leben. Serah ist noch sehr jung und träumt davon, sich zu verlieben, legal heiraten zu dürfen und irgendwann zu fliehen. Nan ist die Älteste der Frauen und durch ihr Wissen über Kräuter und Geburten eine wichtige Unterstützung für die anderen Frauen. Die Grausamkeiten werden nicht im Detail beschrieben, wirken aber trotzdem sehr eindringlich, sodass mir beim Lesen manchmal flau im Magen wurde. Dazu bleibt die Stimmung die ganze Zeit ziemlich schwer und bedrückend. Auch die Perspektiven der Luzis und des Zuchtsklaven werden gezeigt. Das hat für mich noch einmal mehr in die Geschichte reingebracht. Ich fand diese Perspektiven spannend zu lesen, auch wenn ich keinerlei Sympathie für die Luzis entwickeln konnte. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er trägt die Schwere der Geschichte gut und passt zur Atmosphäre. Das Ende war traurig, aber leider auch realistisch. Insgesamt ein sehr eindringliches und bewegendes Buch, das ich nicht so schnell vergessen werde. *unbezahlte Werbung-Rezensionsexemplar
Eine bewegende Geschichte um Sklaverei, Rassismus, Ohmacht... „Um uns nur Dunkelheit“ von Tracey Rose Peyton aus dem Aufbau Verlag, erzählt von sechs versklavten Frauen auf einer texanischen Plantage im Jahr 1852, deren Besitzer beschlossen haben, sie gezielt zur Vermehrung weiterer Sklaven auszubeuten. Dafür mietet er einen so genannten Reisemann, einen Sklaven, an, der den Beischlaf mit diesen Sklavinnen auf der Plantage vollziehen sollte. Nan, die heimlich Kenntnisse über Heilpflanzen nutzt, um Schwangerschaften zu verhindern und den Frauen zumindest ein kleines Stück Kontrolle über ihre eigenen Körper zurückzugeben, steht als ältere und weise Frau im Mittelpunkt der Geschichte. Sie ist ruhig, vorsichtig und wirkt oft wie ein emotionaler Anker der Gruppe. Daneben stehen Figuren wie die junge Junie, die sich noch an Erinnerungen aus ihrer Kindheit klammert, die hoffnungsvollere Serah oder die härtere Patience, die gelernt hat, Gefühle zu verbergen, um zu überleben. Gerade die unterschiedlichen Arten, mit Angst und Gewalt umzugehen, machen die Frauen greifbar und geben dem Roman seine emotionale Stärke. Der Roman konzentriert sich weniger auf große äußere Handlung als auf den graussmen, ungerechten Alltag der Frauen: ihre Gespräche, ihre Ängste, ihre kleinen Gesten von Fürsorge und die ständige Bedrohung durch die Männer, die Macht über sie besitzen. Dadurch entsteht eine sehr dichte, äußerst bedrückende Atmosphäre. Besonders gelungen ist, wie die Autorin zeigt, dass Widerstand hier oft leise geschieht – in Geheimnissen, im Schutz der anderen Frauen oder in kleinen Entscheidungen, die trotz allem Menschlichkeit bewahren. Die Beziehungen untereinander wirken glaubwürdig und tragen das Buch deutlich stärker als die eigentliche Handlung. Allerdings ist genau das auch ein Schwachpunkt dieses Romans. Es ist keine plotorientierte Geschichte, sondern über weite Strecken ruhig und kreisend. Positiv bleibt jedoch emotionale Tiefe, viele Szenen beschäftigen sich mit Gedanken, Erinnerungen und Stimmungen, was eine Nähe zu den Frauen schafft. Einige Figuren bleiben jedoch etwas blasser als andere. Insgesamt ist „Um uns nur Dunkelheit“ eindrucksvoll, weil der Roman seine Figuren nie auf ihr Leid reduziert. Die Frauen wirken verletzlich, wütend, hoffnungsvoll und manchmal erschöpft zugleich. Das Buch zeigt nicht nur Grausamkeit, sondern auch Zusammenhalt und den Versuch, unter unmenschlichen Bedingungen Würde zu bewahren. Gerade Leser, die ruhige, literarische historische Romane mit starkem Fokus auf Atmosphäre mögen, dürften hier viel finden. Ein emotional ansprechendes Buch. Feinfühlige Leser werden schwer mit Gefühlen der Ohnmacht, Rassismus und Ungerechtigkeit zu kämpfen haben.
Beschreibung
Ein bewegender Roman über weiblichen Widerstand.
Texas, 1852. Sechs versklavte Frauen schleichen aus ihren Quartieren und versammeln sich im Schutz der Nacht im Wald. Die Luzis – die Plantagenbesitzer, benannt nach Luzifer selbst – wollen die Frauen zwingen, Kinder zu gebären, um die nächste Generation Sklaven zu erhalten. Doch die Frauen sind entschlossen, sich zu wehren.
Ein kraftvoller und poetischer Roman über Liebe, Widerstand und Erlösung. Tracey Rose Peyton findet eine eigene Sprache für die Stärke und den Zusammenhalt von sechs Frauen, die sich in schrecklichsten Zeiten ihre Menschlichkeit bewahren.
»Eindringlich und berührend.« Sunday Times
»Ein extrem beeindruckendes Debüt.« Sarah Waters, Booker-Prize-Finalistin
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Tracey Rose Peyton erwarb ihren MFA am Michener Center for Writers der University of Texas-Austin. Sie ist Absolventin von VONA/Voices, Callaloo, The Writer's Institute at CUNY, Sackett Street und Tinhouse und erhielt Stipendien von Hedgebrook und der Saltonstall Foundation. Ihre Kurzgeschichten sind unter anderem in Guernica, American Short Fiction, Prairie Schooner und Best American Short Stories 2021 erschienen. Sie lebt in Los Angeles.
Beiträge
Sechs versklavte Frauen leben auf der Plantage der Luzis. Sie ernten, säen, nähen, waschen und helfen im Haus. Das Einzige, was sie besitzen, ist die Gemeinschaft, die sie miteinander bilden, und ihr Glaube. Jede von ihnen hat ihre eigene Geschichte, bevor sie in die Sklaverei verkauft wurde. Sie haben ihre Rituale und schleichen sich jeden Abend in den Wald, um zu beten und Hoffnung zu suchen. Alles ändert sich, als die Luzis einen Zuchtsklaven auf die Farm holen. Die Frauen sollen dadurch gezwungen werden, Kinder zu gebären, die später als Arbeitskräfte dienen oder verkauft werden. Unter dem dunklen Himmel und den Sternen im Wald schmieden die Frauen einen Plan. Auch wenn ihnen alles genommen wurde, finden sie trotzdem einen Weg zum Widerstand und verweigern genau das, was die Besitzer am meisten wollen. Eine Geschichte voller Mut und stiller Rebellion. Besonders gut gefallen hat mir, dass alle Frauen genügend Raum bekommen. Dadurch lernt man jede von ihnen besser kennen. Manche wurden in die Sklaverei hineingeboren, andere erinnern sich noch an ein früheres Leben. Serah ist noch sehr jung und träumt davon, sich zu verlieben, legal heiraten zu dürfen und irgendwann zu fliehen. Nan ist die Älteste der Frauen und durch ihr Wissen über Kräuter und Geburten eine wichtige Unterstützung für die anderen Frauen. Die Grausamkeiten werden nicht im Detail beschrieben, wirken aber trotzdem sehr eindringlich, sodass mir beim Lesen manchmal flau im Magen wurde. Dazu bleibt die Stimmung die ganze Zeit ziemlich schwer und bedrückend. Auch die Perspektiven der Luzis und des Zuchtsklaven werden gezeigt. Das hat für mich noch einmal mehr in die Geschichte reingebracht. Ich fand diese Perspektiven spannend zu lesen, auch wenn ich keinerlei Sympathie für die Luzis entwickeln konnte. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er trägt die Schwere der Geschichte gut und passt zur Atmosphäre. Das Ende war traurig, aber leider auch realistisch. Insgesamt ein sehr eindringliches und bewegendes Buch, das ich nicht so schnell vergessen werde. *unbezahlte Werbung-Rezensionsexemplar
Eine bewegende Geschichte um Sklaverei, Rassismus, Ohmacht... „Um uns nur Dunkelheit“ von Tracey Rose Peyton aus dem Aufbau Verlag, erzählt von sechs versklavten Frauen auf einer texanischen Plantage im Jahr 1852, deren Besitzer beschlossen haben, sie gezielt zur Vermehrung weiterer Sklaven auszubeuten. Dafür mietet er einen so genannten Reisemann, einen Sklaven, an, der den Beischlaf mit diesen Sklavinnen auf der Plantage vollziehen sollte. Nan, die heimlich Kenntnisse über Heilpflanzen nutzt, um Schwangerschaften zu verhindern und den Frauen zumindest ein kleines Stück Kontrolle über ihre eigenen Körper zurückzugeben, steht als ältere und weise Frau im Mittelpunkt der Geschichte. Sie ist ruhig, vorsichtig und wirkt oft wie ein emotionaler Anker der Gruppe. Daneben stehen Figuren wie die junge Junie, die sich noch an Erinnerungen aus ihrer Kindheit klammert, die hoffnungsvollere Serah oder die härtere Patience, die gelernt hat, Gefühle zu verbergen, um zu überleben. Gerade die unterschiedlichen Arten, mit Angst und Gewalt umzugehen, machen die Frauen greifbar und geben dem Roman seine emotionale Stärke. Der Roman konzentriert sich weniger auf große äußere Handlung als auf den graussmen, ungerechten Alltag der Frauen: ihre Gespräche, ihre Ängste, ihre kleinen Gesten von Fürsorge und die ständige Bedrohung durch die Männer, die Macht über sie besitzen. Dadurch entsteht eine sehr dichte, äußerst bedrückende Atmosphäre. Besonders gelungen ist, wie die Autorin zeigt, dass Widerstand hier oft leise geschieht – in Geheimnissen, im Schutz der anderen Frauen oder in kleinen Entscheidungen, die trotz allem Menschlichkeit bewahren. Die Beziehungen untereinander wirken glaubwürdig und tragen das Buch deutlich stärker als die eigentliche Handlung. Allerdings ist genau das auch ein Schwachpunkt dieses Romans. Es ist keine plotorientierte Geschichte, sondern über weite Strecken ruhig und kreisend. Positiv bleibt jedoch emotionale Tiefe, viele Szenen beschäftigen sich mit Gedanken, Erinnerungen und Stimmungen, was eine Nähe zu den Frauen schafft. Einige Figuren bleiben jedoch etwas blasser als andere. Insgesamt ist „Um uns nur Dunkelheit“ eindrucksvoll, weil der Roman seine Figuren nie auf ihr Leid reduziert. Die Frauen wirken verletzlich, wütend, hoffnungsvoll und manchmal erschöpft zugleich. Das Buch zeigt nicht nur Grausamkeit, sondern auch Zusammenhalt und den Versuch, unter unmenschlichen Bedingungen Würde zu bewahren. Gerade Leser, die ruhige, literarische historische Romane mit starkem Fokus auf Atmosphäre mögen, dürften hier viel finden. Ein emotional ansprechendes Buch. Feinfühlige Leser werden schwer mit Gefühlen der Ohnmacht, Rassismus und Ungerechtigkeit zu kämpfen haben.





