Night and Day

Night and Day

Taschenbuch
3.89

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Beschreibung

Set in Edwardian London, Night and Day contrasts the daily lives and romantic attachments of two acquaintances, Katharine Hilbery and Mary Datchet. The novel examines the relationships between love, marriage, happiness, and success. It deals with issues concerning women's suffrage, if love and marriage can coexist, and if marriage is necessary for happiness. Motifs throughout the book include the stars and sky, the River Thames, and walks.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
364
Preis
12.99 €

Autorenbeschreibung

Virginia Woolf, geboren am 25. Januar 1882 in London und gestorben am 28. März 1941 bei Rodmell nahe Lewes, Sussex war eine britische Schriftstellerin und Verlegerin. Mit ihrem avantgardistischen Werk zählt sie zu den bedeutendsten Autorinnen der klassischen Moderne.

Beiträge

1
Alle
3.5

„Sie hörte sie, als kämen sie von Menschen aus einer anderen Welt, einer Welt, die ihrer vorausgegangen war, eine Welt, die das Vorspiel, das Vorzimmer zur Realität war; es war, als sei sie gerade gestorben und hörte die Lebenden reden.“ Nacht und Tag (engl. Night and Day) stellt den zweiten Roman dar, welchen Woolf 1919 drucken ließ. Im Gegensatz zu ihren anderen Werken bedient sie sich hier einer eher traditionellen Prosa und setzt die typischen avantgardistischen Stilmittel eher akzentuiert ein - stellenweise gleicht der Duktus einer abstrakten Jane Austen. Die Erzählung umfasst die verflochtenen Beziehungen, Kalamitäten und Entscheidungen mehrere jungen Menschen, im London der Vorkriegszeit. Wie so oft polemisiert Woolf ruhig und subtil gegen die damaligen rigiden gesellschaftlichen sowie geschlechtlichen Rollenbildern, die einem von außen wie ein Korsett übergestülpt werden, welches graduierend immer enger geschnürt wird. Am Ende entledigen sich jedoch nahezu alle Figuren ihres Propriums und entwickeln den Mut, eigene Entscheidungen zu treffen, um zu ihrer individuellen Ataraxie zu gelangen. Zusätzlich wird die Korrelation zwischen der traumartigen Welt der Liebe (Nacht) und dem wahrhaften plastischen Leben mit all seinen Tücken (Tag) dargestellt. 
Der Roman wirkt dennoch stellenweise unnötig gestreckt und verliert sich in einigen repetitiven Phrasen, welche für ein holistisches Verständnis nicht nötig gewesen wären - diese Ecken werden jedoch durch die lyrische Diktion immer wieder abgerundet.

„Das tiefe Dröhnen erfüllte ihre Ohren; das turbulente Hin und Her hatte die unbeschreibliche Faszination des Lebens selbst in all seinen Variationen, wie es ohne Unterlass strömt, mit dem einen Zweck, der ihr, während sie all dies beobachtete, als der eigentliche Zweck erschien, zu dem alles Leben erschaffen war, nämlich seiner völligen Gleichgültigkeit gegenüber dem Individuum, das es einfach schluckte und weiterzog.“

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