Blick ins Buch

Musik im Kopf

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Über das Buch

Warum machen Menschen Musik? Was ist überhaupt Musik? Wie wirkt Musik auf uns? Was geschieht im Gehirn, wenn wir Musik hören, machen oder verstehen? Was ist Begabung? Wie muss ein Konzertsaal aussehen? Warum versteht man Opernsängerinnen so schlecht? Warum gibt es Liebes- und Wiegenlieder? Was ist Musiktherapie? Warum singen Männer in der Badewanne? Manfred Spitzer sucht die Antworten auf solche Fragen dort, wo Musik "eigentlich" stattfindet: im Kopf, d.h. im neuronalen Netzwerk unseres Gehirns. Die Erforschung dieses Organs, das für Wahrnehmen, Erleben, Handeln und Verstehen zuständig ist, hat in den vergangenen zehn Jahren einen beispiellosen Aufschwung genommen. Was für die Musik daraus folgt, ist Thema dieses Buchs: Sie selber ist ein Konzert aus der Physik der schwingenden Körper und der Physiologie unseres Organismus. Wer die zugrunde liegenden Mechanismen kennt, wird nicht weniger staunen, sondern mehr, wird Musik nicht weniger schätzen, sondern noch mehr bewundern, wird bewusster hinhören und besser musizieren. - Rezension in Leonardo - Wissenschaft und mehr Sendung vom 12.04.2002: Manfred Spitzer widmet sich in seinem neuen Buch fast allen Aspekten von Musik. Doch neben den psychologischen, kulturellen und anthropologischen Gesichtspunkten steht die Frage im Mittelpunkt: Wie kommt Musik in die Köpfe der Menschen? Um die komplexen Vorgänge der Musikverarbeitung verständlich zu machen, erklärt Spitzer sämtliche physikalischen und physiologischen Grundlagen der Musik. Was bedeuten Schall, Geräusche, Töne und Schwingungen? Und wie entsteht im Gehirn aus Schall Information? Aufregend wird es, wenn Spitzer seine Grundthese vorstellt: Die Physik des Schalls und die Physiologie des Hörens bestimmen die Musik in weit größerem Maß als man bisher gedacht hat. "Musik ist kulturgewordene Natur. Wie und was wir hören, ist in hohem Maß abhängig von den Eigenschaften unserer akustischen Verarbeitung. Aus diesen Bedingungen folgt letztlich, wie viele Töne unsere Tonleiter hat und welche Intervalle schön klingen." "Musik im Kopf" betont einerseits die enorme Bedeutung des neuronalen Netzwerkes beim Entstehen und Erleben von Musik und beschreibt gleichzeitig, warum Musik mehr ist als reine Gehirntätigkeit. Dem bekennenden Hobbymusiker gelingt es, in seinem 450-Seiten-Buch, die Qualitäten des Entertainers mit denen des exakten Naturwissenschaftlers zu verbinden - eine nur selten glückende Kombination. Allerdings wird dem Laien in den Kapiteln zum Schall und zur Neurophysiologie des Hörens einiges abverlangt. Die Lektüre von "Musik im Kopf" weitet das Bewusstsein für das Phänomen Musik und macht gleichzeitig Spaß. Spitzer zeigt, dass die Entschlüsselung neuronaler Aktivitätsmuster und die sinnliche Hingabe an die Magie der Musik sich nicht ausschließen. Burkhard Reinartz Redaktion Jo E. Schnorrenberg © 2002 Westdeutscher Rundfunk "Ein sehr interessantes, ja aufregendes Buch." Jürgen Büscher, Fono Forum - Das Klassik Magazin, August 2002

Editionen (8)

ISBN9783794521746
VerlagSchattauer
Erscheinungsdatum31.03.04
Seitenzahl480

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