Mit dir bis ans Ende der Welt (Sternenmeer)
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Buchinformationen
Beiträge
Intensive und emotionale Fortsetzung
Nachdem ich Band 1 erst vor Kurzem gelesen hatte, bin ich natürlich ohne Startschwierigkeiten direkt in die Geschichte eingetaucht. Dieser Band war nochmal um ein vielfaches intensiver als der erste Band. In diesem Band lernen wir neue Charaktere kennen, die auch Emilias und Livias Welt etwas auf den Kopf stellen. Auch Band 2 wirkte wieder sehr authentisch. Es gab viele emotionale, aber auch starke Momente. Die Geschichte zeigt, dass es auch trotz einer Therapie noch ein harter Weg sein kann. Sie zeigt aber auch, wie wichtig es ist, sich um sich selbst zu kümmern und nicht nur um andere. Die Geschichte aus Emilias Sicht zu lesen, hat die Emotionen um ein vielfaches greifbarer gemacht. Es war wirklich eine Achterbahnfahrt an Gefühlen. Durch den flüssigen und bildhaften Schreibstil habe ich so mitgefühlt. Ich kann die Geschichte wirklich sehr empfehlen. Mir hat dieser Band noch mehr gefallen als Band 1.
Eine gefühlvolle Fortsetzung mit wichtigen Themen
„Mit dir bis ans Ende der Welt“ von Lea Sophie hat mir wieder gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und leicht, sodass man schnell durch die Seiten fliegt. Besonders die sensiblen Themen wie Essstörungen, Suizid und psychische Erkrankungen wurden feinfühlig dargestellt, auch der Zusammenhalt und die Beziehungen spielen eine große Rolle. Zwar kamen mir manche Themen schon aus anderen Büchern bekannt vor, dennoch konnte mich die Geschichte mit Emilia, Livia, Mira und Leyla berühren. Eine gefühlvolle und bewegende Fortsetzung 🖤 3,75⭐️/5⭐️
Die Geschichte von Emilia und Livia geht weiter. Eigentlich sollte alles besser werden, doch manchmal hat das Leben andere Pläne. Mit neuen Menschen folgen neue Probleme, während die alten auch noch existieren. Sowohl gemeinsam als auch einzeln kämpfen sie für eine bessere Zukunft. Doch bis zum Happy End ist es ein weiter Weg. AB HIER KANN ES ZU TRIGGERNDEN INHALTEN KOMMEN Das Buch beginnt 7 Monate nach Ende des ersten Teils. Wir bekommen einen kleinen Rückblick, wie es Emilia in der Zwischenzeit ergangen ist. Emilia hat die psychiatrische Station verlassen, ist wieder im Sternenmeer und sollte nun mit Livia glücklich werden, jedoch hatte das Schicksal andere Pläne für sie. Als sie erfährt, dass sie mit Mira eine Patenschülerin bekommt, erkennt sie sich oft selbst wieder. Ähnlich wie Livia in der Vergangenheit bei ihr, versucht nun Emilia Mira ins Internatsleben zu integrieren. Durch eine bestimmte Situation mit ihr, erleidet Emilia einen starken Rückfall. Über die Zeit verändert sich Emilias Verhalten so stark, dass sich sowohl Livia, Frau Dunford, Hannah als auch Frau Lietz um sie sorgen. Natürlich versucht sie mit allen Mitteln und Wegen alle davon zu überzeugen, dass dem nicht so ist. Auch Livias Verhalten verändert sich, wodurch sich nicht nur Emilia, Frau Dunford und Frau Lietz sorgen, sondern auch ihre Eltern auf den Plan ruft. Und sagen wir mal, rosig ist anders. Mit Leyla taucht plötzlich eine mysteriöse Person auf, die mehr Chaos in Emilias Leben bringt. Als sie dann das Geheimnis offenbart, ergreift Emilia die Flucht. Sowohl Emilia als auch Livia rutschen immer tiefer in ihre Probleme, bis sie sich beide eingestehen, dass sie professionelle Hilfe brauchen und sich in einer Tagesklinik melden. Emilia: In diesem Teil hat sie alles erlebt. Erfolge, Rückschläge, neue Erfahrungen, alte Wunden. Sie wirkte so viel reflektierter und reifer. Mit Mira bekommt sie Verantwortung für einen weiteren Menschen, wodurch sie sich noch weiter hinten anstellt, denn für sie stand Livia sowieso schon an erster Stelle. Emilia ist eigentlich schon soweit, dass sie um Hilfe bittet, zum Beispiel Frau Dunford, dass sie auf sie achtet. Gleichzeitig wehrt sie sich wieder gegen Hilfe. Als sie mit ihrem SVV rückfällig wird, hätte ich sie so gern in den Arm genommen, weil es mir leid tat, dass das passiert ist. Auch tut Emilia wieder Dinge, die sie eigentlich nicht tun soll. Hin und wieder saß ich wirklich mit Facepalm beim Lesen und dachte: „Nicht dein Ernst?“ Aber hey, dass gehört zu ihrer Krankheit dazu. Ihr Geständnis über die Essstörung und Livia als Trigger hat überrascht. Emilias Verhalten verändert sich auch teils stark, sodass sie sich manchmal selbst hinterfragt. Wir erfahren auch verschiedene Diagnosen und Verdachtsdiagnosen, die ihr noch mehr Tiefe verleihen, als „nur“ die Essstörung. Auf ihren Schultern sitzen auch immer Engelchen und Teufelchen, die ihr verschiedene Sachen einreden, um das Leben noch komplizierter zu machen. Das kleine Engelchen möchte ihr wirklich helfen und für sie da sein. Das kleine Teufelchen verleitet zu Selbstzweifeln, Selbstvorwürfen, Geheimnissen und Mauern. Es treibt sie sogar so weit, dass sie nicht bereit ist, ihre Krankheit gehen zu lassen. Ich bin aber auch stolz auf sie, als sie beginnt, sich Dinge einzugestehen und wieder Hilfe anzunehmen. Livia: Livia lernt man in diesem Band noch besser kennen. Man erfährt, dass sie neben ihren Diagnosen aus dem ersten Teil noch weitere Diagnosen hat, unter anderem leidet sie an einer bipolaren Störung. Des Weiteren wird erwähnt, dass sie eine manische Phase hatte, da sie eigensinnig ihre Tabletten abgesetzt hat (das ist sau gefährlich, Leute. Macht das bitte nicht). Aber nicht nur Emilia wird bei dem SVV rückfällig. Sie ist besorgt um ihre Freundin, als sie die Veränderungen bemerkt. Livia scheut sich auch nicht davor, ihre Gedanken über sie offen auszusprechen. Auch setzt sie sich wieder für ihre Freundin ein, wenn sie von Menschen schlecht behandelt wird. Auf Livia dürfen wir auch mal besonders stolz sein. Ich sag nur T-Shirt-Szene. Ähnlich wie bei Emilia ändert sich auch ihr Verhalten plötzlich, wodurch sich Menschen um sie sorgen. Als dann ihre Eltern aufkreuzen gibt es noch mehr Ärger, der sie belastet. Auch auf Livia bin ich stolz, dass sie sich Hilfe in einer Tagesklinik sucht. Mira: Mira ist die Patenschülerin von Emilia. Ihre Geschichte ist nahezu identisch mit der von Emilia. Beide kommen aus dem Heim, beide leiden an SVV. Miras Verhalten ist genau das Gleiche wie bei Emilia zuvor: Ablehnung, Gegenwehr, Heimlichkeit, Wut. Mira beschreibt ihre Gefühle gegenüber dem Internat, dass es wie ein Knast sei. Ich würde gern behaupten, dass die Zeit bei ihr ein Auf und Ab ist, allerdings ist ein klarer Trend zu sehen. Leider verläuft es bei ihr nicht ganz rosig. Ich habe da wirklich Mitleid mit ihr gehabt und gehofft, dass alles wieder gut wird. Als sie irgendwann doch nach Emilia fragt, habe ich mich sehr gefreut. Frau Dunford: Auch in diesem Buch ist sie wieder für Emilia da. Selbstverständlich auch für Livia. Von Emilia lässt sie sich, trotz ihrer Launen, nicht aus der Ruhe bringen. Ich fands etwas schade, wie in diesem Buch teilweise mit ihr umgegangen wurde, da immer wieder betont wird, dass nur Livia und Frau Lietz Anteil an Emilias Heilung hatten, obwohl Frau Dunford genauso beteiligt war. Beim Zwischenfall mit Mira ist sie zum Beispiel noch vor Frau Lietz für Emilia da, auch wenn diese sich dagegen wehrt. Vielleicht versteht ihr besser, warum ich etwas enttäuscht bin, wenn ihr beide Bücher lest. Auch als es Livia schlecht geht, ist sie wieder so liebevoll für sie da. Sie setzt sich für ihre Bewohner ein, wenn sie der Meinung ist, dass andere Leute unrecht haben. Frau Lietz: Sie ist wie immer für ihre Schüler da und versucht sie in jeder Situation aufzufangen, egal ob Tag oder Nacht. Sie hielt es für eine gute Idee, Emilia mit der Patenschaft zu beauftragen. Klar, sie hat es gut gemeint, da Emilia und Mira einen ähnlichen Hintergrund haben, aber ich frage mich, ob sie nicht hätte ahnen können, dass das Emilia nicht so gut tun wird. Sie sieht Emilia jeden Tag in der Schule. Hätte sie also nicht erkennen können, dass es mehr schadet als alles andere? Vermutlich zerdenke ich das gerade zu sehr, aber ich möchte euch trotzdem an meinen Gedanken Teil haben lassen. Hannah: In diesem Teil haben wir zu Hannah eine Hintergrundinfo bekommen, und zwar ihr Alter. Wenn ich ehrlich bin, habe ich immer gedacht, dass sie 10 Jahre jünger wäre. Letztendlich tut es nichts zur Sache, denn es ist ja nur wichtig, wie sie mit Emilia umgeht, aber man hat ja doch immer ein Bild von den Charakteren im Kopf. Hannah ist weiterhin sehr fürsorglich und besorgt, wenn es um Emilia geht. Sie achtet auf ihr Essverhalten in den Ferien, spricht mit Frau Dunford, als sich alle um sie sorgen, sie besucht sie (genau wie im Buch zuvor). Auch sie spricht ihre Beobachtungen offen an und macht daraus kein Geheimnis. Leyla: Leyla ist eine mysteriöse Person. Sie tritt plötzlich in Emilias Leben und behauptet etwas Gravierendes. Lange rückt sie nicht mit der Sprache raus. Sie rattert immer wieder und wieder dieselben Floskeln runter. Ablehnung ignoriert sie konsequent, um sich mehrfach aufzudrängen. Eine Reaktion von ihr fand ich sehr fragwürdig, da sie völlig aus dem Nichts kam. Ich musste da mit dem Kopf schütteln, weil ich dachte: „So bekommst du bestimmt Aufmerksamkeit.“ Bei einem Gespräch offenbart sie zwar alles, aber bei mir hat es noch Fragen offen gelassen. Wie alt ist sie? Wo kommt sie plötzlich her? Denn es wird ja erwähnt, dass Emilia bemerkt, dass sie neu ist, aber auch das ist mir etwas zu schwammig. Kam sie mitten im Schuljahr? Kam sie mit dem neuen Schuljahr ans Internat? Wenn sie mit dem neuen Schuljahr gekommen ist, warum hat sie so lange gewartet, bis sie Emilia aufsucht? Ist sie nur wegen Emilia ans Internat gekommen? Emilia & Livia: In diesem Buch gefällt mir die Beziehung schon viel besser. Sie wirkt authentischer, liebevoller, tiefer. Die beiden haben sich gut getan. Natürlich sind sie nicht von Problemen verschont geblieben. Trotz aller Zwischenfälle sind sie immer dankbar füreinander. Ein Teil ihrer Geschichte wiederholt sich gegen Ende des Buches erneut. Selber Ort, selbe Situation, selbe Personen, wieder Mobbing. Umso schöner finde ich es, dass beide den zukünftigen Weg gemeinsam gehen. Nicht nur in der Beziehung, sondern auch krankheitsbedingt. Ich muss sagen, ich habe auch mit diesem Buch wieder einiges lernen können, gerade was Skills angeht. Es wurde zwar im ersten Buch schon angesprochen, aber hier hatte man meiner Meinung nach viel bessere Berührungspunkte mit dem Thema. Ein paar kleinere Fehler sind mir in diesem Buch auch aufgefallen. Zum Beispiel der Name einer Lehrerin. In „Mit dir gegen den Rest der Welt“ hieß sie Frau Falke und in diesem Frau Falkee, also mit Doppel-E. Oder der Name der Ärztin ist plötzlich ein anderer. Hier heißt sie Dr. Müller, obwohl im ersten Teil ein anderer Name erwähnt wird (fragt mich aber jetzt nicht, welcher). Müller ist nämlich der Nachname von Emilia. Es gibt noch eins, zwei andere Sachen, aber ich will hier jetzt nicht alles einzeln aufzählen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Buch mochte und auch weiterempfehlen würde. Ich hätte mir den Fokus jedoch an manchen Stellen anders gewünscht. Das ist aber nur persönliches Empfinden und kann beim einem anderen Leser schon wieder ganz anders aussehen.
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Intensive und emotionale Fortsetzung
Nachdem ich Band 1 erst vor Kurzem gelesen hatte, bin ich natürlich ohne Startschwierigkeiten direkt in die Geschichte eingetaucht. Dieser Band war nochmal um ein vielfaches intensiver als der erste Band. In diesem Band lernen wir neue Charaktere kennen, die auch Emilias und Livias Welt etwas auf den Kopf stellen. Auch Band 2 wirkte wieder sehr authentisch. Es gab viele emotionale, aber auch starke Momente. Die Geschichte zeigt, dass es auch trotz einer Therapie noch ein harter Weg sein kann. Sie zeigt aber auch, wie wichtig es ist, sich um sich selbst zu kümmern und nicht nur um andere. Die Geschichte aus Emilias Sicht zu lesen, hat die Emotionen um ein vielfaches greifbarer gemacht. Es war wirklich eine Achterbahnfahrt an Gefühlen. Durch den flüssigen und bildhaften Schreibstil habe ich so mitgefühlt. Ich kann die Geschichte wirklich sehr empfehlen. Mir hat dieser Band noch mehr gefallen als Band 1.
Eine gefühlvolle Fortsetzung mit wichtigen Themen
„Mit dir bis ans Ende der Welt“ von Lea Sophie hat mir wieder gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und leicht, sodass man schnell durch die Seiten fliegt. Besonders die sensiblen Themen wie Essstörungen, Suizid und psychische Erkrankungen wurden feinfühlig dargestellt, auch der Zusammenhalt und die Beziehungen spielen eine große Rolle. Zwar kamen mir manche Themen schon aus anderen Büchern bekannt vor, dennoch konnte mich die Geschichte mit Emilia, Livia, Mira und Leyla berühren. Eine gefühlvolle und bewegende Fortsetzung 🖤 3,75⭐️/5⭐️
Die Geschichte von Emilia und Livia geht weiter. Eigentlich sollte alles besser werden, doch manchmal hat das Leben andere Pläne. Mit neuen Menschen folgen neue Probleme, während die alten auch noch existieren. Sowohl gemeinsam als auch einzeln kämpfen sie für eine bessere Zukunft. Doch bis zum Happy End ist es ein weiter Weg. AB HIER KANN ES ZU TRIGGERNDEN INHALTEN KOMMEN Das Buch beginnt 7 Monate nach Ende des ersten Teils. Wir bekommen einen kleinen Rückblick, wie es Emilia in der Zwischenzeit ergangen ist. Emilia hat die psychiatrische Station verlassen, ist wieder im Sternenmeer und sollte nun mit Livia glücklich werden, jedoch hatte das Schicksal andere Pläne für sie. Als sie erfährt, dass sie mit Mira eine Patenschülerin bekommt, erkennt sie sich oft selbst wieder. Ähnlich wie Livia in der Vergangenheit bei ihr, versucht nun Emilia Mira ins Internatsleben zu integrieren. Durch eine bestimmte Situation mit ihr, erleidet Emilia einen starken Rückfall. Über die Zeit verändert sich Emilias Verhalten so stark, dass sich sowohl Livia, Frau Dunford, Hannah als auch Frau Lietz um sie sorgen. Natürlich versucht sie mit allen Mitteln und Wegen alle davon zu überzeugen, dass dem nicht so ist. Auch Livias Verhalten verändert sich, wodurch sich nicht nur Emilia, Frau Dunford und Frau Lietz sorgen, sondern auch ihre Eltern auf den Plan ruft. Und sagen wir mal, rosig ist anders. Mit Leyla taucht plötzlich eine mysteriöse Person auf, die mehr Chaos in Emilias Leben bringt. Als sie dann das Geheimnis offenbart, ergreift Emilia die Flucht. Sowohl Emilia als auch Livia rutschen immer tiefer in ihre Probleme, bis sie sich beide eingestehen, dass sie professionelle Hilfe brauchen und sich in einer Tagesklinik melden. Emilia: In diesem Teil hat sie alles erlebt. Erfolge, Rückschläge, neue Erfahrungen, alte Wunden. Sie wirkte so viel reflektierter und reifer. Mit Mira bekommt sie Verantwortung für einen weiteren Menschen, wodurch sie sich noch weiter hinten anstellt, denn für sie stand Livia sowieso schon an erster Stelle. Emilia ist eigentlich schon soweit, dass sie um Hilfe bittet, zum Beispiel Frau Dunford, dass sie auf sie achtet. Gleichzeitig wehrt sie sich wieder gegen Hilfe. Als sie mit ihrem SVV rückfällig wird, hätte ich sie so gern in den Arm genommen, weil es mir leid tat, dass das passiert ist. Auch tut Emilia wieder Dinge, die sie eigentlich nicht tun soll. Hin und wieder saß ich wirklich mit Facepalm beim Lesen und dachte: „Nicht dein Ernst?“ Aber hey, dass gehört zu ihrer Krankheit dazu. Ihr Geständnis über die Essstörung und Livia als Trigger hat überrascht. Emilias Verhalten verändert sich auch teils stark, sodass sie sich manchmal selbst hinterfragt. Wir erfahren auch verschiedene Diagnosen und Verdachtsdiagnosen, die ihr noch mehr Tiefe verleihen, als „nur“ die Essstörung. Auf ihren Schultern sitzen auch immer Engelchen und Teufelchen, die ihr verschiedene Sachen einreden, um das Leben noch komplizierter zu machen. Das kleine Engelchen möchte ihr wirklich helfen und für sie da sein. Das kleine Teufelchen verleitet zu Selbstzweifeln, Selbstvorwürfen, Geheimnissen und Mauern. Es treibt sie sogar so weit, dass sie nicht bereit ist, ihre Krankheit gehen zu lassen. Ich bin aber auch stolz auf sie, als sie beginnt, sich Dinge einzugestehen und wieder Hilfe anzunehmen. Livia: Livia lernt man in diesem Band noch besser kennen. Man erfährt, dass sie neben ihren Diagnosen aus dem ersten Teil noch weitere Diagnosen hat, unter anderem leidet sie an einer bipolaren Störung. Des Weiteren wird erwähnt, dass sie eine manische Phase hatte, da sie eigensinnig ihre Tabletten abgesetzt hat (das ist sau gefährlich, Leute. Macht das bitte nicht). Aber nicht nur Emilia wird bei dem SVV rückfällig. Sie ist besorgt um ihre Freundin, als sie die Veränderungen bemerkt. Livia scheut sich auch nicht davor, ihre Gedanken über sie offen auszusprechen. Auch setzt sie sich wieder für ihre Freundin ein, wenn sie von Menschen schlecht behandelt wird. Auf Livia dürfen wir auch mal besonders stolz sein. Ich sag nur T-Shirt-Szene. Ähnlich wie bei Emilia ändert sich auch ihr Verhalten plötzlich, wodurch sich Menschen um sie sorgen. Als dann ihre Eltern aufkreuzen gibt es noch mehr Ärger, der sie belastet. Auch auf Livia bin ich stolz, dass sie sich Hilfe in einer Tagesklinik sucht. Mira: Mira ist die Patenschülerin von Emilia. Ihre Geschichte ist nahezu identisch mit der von Emilia. Beide kommen aus dem Heim, beide leiden an SVV. Miras Verhalten ist genau das Gleiche wie bei Emilia zuvor: Ablehnung, Gegenwehr, Heimlichkeit, Wut. Mira beschreibt ihre Gefühle gegenüber dem Internat, dass es wie ein Knast sei. Ich würde gern behaupten, dass die Zeit bei ihr ein Auf und Ab ist, allerdings ist ein klarer Trend zu sehen. Leider verläuft es bei ihr nicht ganz rosig. Ich habe da wirklich Mitleid mit ihr gehabt und gehofft, dass alles wieder gut wird. Als sie irgendwann doch nach Emilia fragt, habe ich mich sehr gefreut. Frau Dunford: Auch in diesem Buch ist sie wieder für Emilia da. Selbstverständlich auch für Livia. Von Emilia lässt sie sich, trotz ihrer Launen, nicht aus der Ruhe bringen. Ich fands etwas schade, wie in diesem Buch teilweise mit ihr umgegangen wurde, da immer wieder betont wird, dass nur Livia und Frau Lietz Anteil an Emilias Heilung hatten, obwohl Frau Dunford genauso beteiligt war. Beim Zwischenfall mit Mira ist sie zum Beispiel noch vor Frau Lietz für Emilia da, auch wenn diese sich dagegen wehrt. Vielleicht versteht ihr besser, warum ich etwas enttäuscht bin, wenn ihr beide Bücher lest. Auch als es Livia schlecht geht, ist sie wieder so liebevoll für sie da. Sie setzt sich für ihre Bewohner ein, wenn sie der Meinung ist, dass andere Leute unrecht haben. Frau Lietz: Sie ist wie immer für ihre Schüler da und versucht sie in jeder Situation aufzufangen, egal ob Tag oder Nacht. Sie hielt es für eine gute Idee, Emilia mit der Patenschaft zu beauftragen. Klar, sie hat es gut gemeint, da Emilia und Mira einen ähnlichen Hintergrund haben, aber ich frage mich, ob sie nicht hätte ahnen können, dass das Emilia nicht so gut tun wird. Sie sieht Emilia jeden Tag in der Schule. Hätte sie also nicht erkennen können, dass es mehr schadet als alles andere? Vermutlich zerdenke ich das gerade zu sehr, aber ich möchte euch trotzdem an meinen Gedanken Teil haben lassen. Hannah: In diesem Teil haben wir zu Hannah eine Hintergrundinfo bekommen, und zwar ihr Alter. Wenn ich ehrlich bin, habe ich immer gedacht, dass sie 10 Jahre jünger wäre. Letztendlich tut es nichts zur Sache, denn es ist ja nur wichtig, wie sie mit Emilia umgeht, aber man hat ja doch immer ein Bild von den Charakteren im Kopf. Hannah ist weiterhin sehr fürsorglich und besorgt, wenn es um Emilia geht. Sie achtet auf ihr Essverhalten in den Ferien, spricht mit Frau Dunford, als sich alle um sie sorgen, sie besucht sie (genau wie im Buch zuvor). Auch sie spricht ihre Beobachtungen offen an und macht daraus kein Geheimnis. Leyla: Leyla ist eine mysteriöse Person. Sie tritt plötzlich in Emilias Leben und behauptet etwas Gravierendes. Lange rückt sie nicht mit der Sprache raus. Sie rattert immer wieder und wieder dieselben Floskeln runter. Ablehnung ignoriert sie konsequent, um sich mehrfach aufzudrängen. Eine Reaktion von ihr fand ich sehr fragwürdig, da sie völlig aus dem Nichts kam. Ich musste da mit dem Kopf schütteln, weil ich dachte: „So bekommst du bestimmt Aufmerksamkeit.“ Bei einem Gespräch offenbart sie zwar alles, aber bei mir hat es noch Fragen offen gelassen. Wie alt ist sie? Wo kommt sie plötzlich her? Denn es wird ja erwähnt, dass Emilia bemerkt, dass sie neu ist, aber auch das ist mir etwas zu schwammig. Kam sie mitten im Schuljahr? Kam sie mit dem neuen Schuljahr ans Internat? Wenn sie mit dem neuen Schuljahr gekommen ist, warum hat sie so lange gewartet, bis sie Emilia aufsucht? Ist sie nur wegen Emilia ans Internat gekommen? Emilia & Livia: In diesem Buch gefällt mir die Beziehung schon viel besser. Sie wirkt authentischer, liebevoller, tiefer. Die beiden haben sich gut getan. Natürlich sind sie nicht von Problemen verschont geblieben. Trotz aller Zwischenfälle sind sie immer dankbar füreinander. Ein Teil ihrer Geschichte wiederholt sich gegen Ende des Buches erneut. Selber Ort, selbe Situation, selbe Personen, wieder Mobbing. Umso schöner finde ich es, dass beide den zukünftigen Weg gemeinsam gehen. Nicht nur in der Beziehung, sondern auch krankheitsbedingt. Ich muss sagen, ich habe auch mit diesem Buch wieder einiges lernen können, gerade was Skills angeht. Es wurde zwar im ersten Buch schon angesprochen, aber hier hatte man meiner Meinung nach viel bessere Berührungspunkte mit dem Thema. Ein paar kleinere Fehler sind mir in diesem Buch auch aufgefallen. Zum Beispiel der Name einer Lehrerin. In „Mit dir gegen den Rest der Welt“ hieß sie Frau Falke und in diesem Frau Falkee, also mit Doppel-E. Oder der Name der Ärztin ist plötzlich ein anderer. Hier heißt sie Dr. Müller, obwohl im ersten Teil ein anderer Name erwähnt wird (fragt mich aber jetzt nicht, welcher). Müller ist nämlich der Nachname von Emilia. Es gibt noch eins, zwei andere Sachen, aber ich will hier jetzt nicht alles einzeln aufzählen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Buch mochte und auch weiterempfehlen würde. Ich hätte mir den Fokus jedoch an manchen Stellen anders gewünscht. Das ist aber nur persönliches Empfinden und kann beim einem anderen Leser schon wieder ganz anders aussehen.







