Milea: Das Gleichgewicht der Elemente
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Buchinformationen
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Eine nette High Fantasy Geschichte im Self Publishing
Die Autorin dieses Buchs habe ich auf einer kleinen Buchmesse in Dresden getroffen. Ich fand es charmant sich mal auf weniger eher unbekannte Kreativschaffende konzentrieren zu können. Auf Massenveranstaltungen wie der LBM ist das kaum möglich. Nun jährt sich mein Treffen bald - um genau zu sein, gehe ich morgen zum zweiten mal auf diese Minibuchmesse namens Dream - und da dachte ich, es wäre doch auch mal schön, wenigstens ein Werk der Aussteller*innen bis dahin auch gelesen zu haben. Für 2€ im Angebot als eBook kann man nun auch wirklich nichts falsch machen. Nun zum Buch selbst. Wasser. Erde. Feuer. Luft. Vor langer Zeit lebten alle vier Nationen zusammen in Harmonie. Doch dann erklärte Axan dem Zentrum Minden den Krieg und alles änderte sich. Oder so. Okay, ich gebe zu: Es ist schwer ein Buch mit der Grundidee der vier Elemente und dazugehörigen Nationen zu schreiben ohne Avatarvibes zu bekommen. 😅 Also nochmal ernsthaft. In dem Fantasybuch geht es um die titelgebende Milea, ihres Zeichens Tochter des Hohepriesters und Herrschers von Minden, einem Staat im Zentrum vierer den Elemente zugeordneten Staaten. Minden bildet dabei so eine Art religiöses Zentrum. Die Religion dreht sich dabei um die "heilige Macht", die die vier Elemente in Harmonie verbindet. Es gibt Rituale, um der Macht zu huldigen und ihre Zeichen zu deuten und sogar ein wenig Magie zu wirken, wenn man tief gläubig ist. Und wenn man das nicht macht, geht alles den Bach runter. Mit diesem Zustand startet das Buch, weil so richtig überzeugt ist von der heiligen Macht kaum noch jemand. Milea flieht vor der Hochzeit mit dem Feuerlord Kalo in das Wasserreich Lyam und lebt dort unerkannt als Zofe der Königskinder, um sich auf ihre Hauptquest der Rettung der Harmonie der Elemente vorzubereiten. Sprachlich ist das Werk für Self Publishing dabei sehr gut. Ich gebe es zu: Ich hab weniger erwartet. Es liest sich gut und flüssig weg, es sind schöne Beschreibungen dabei und auch keine groben Logikpatzer (innerhalb des Settings als solches natürlich). Inhaltlich würde ich die Geschichte als okay bezeichnen. Es waren schon gute Ideen dabei, aber mich hat keine Wendung überrascht, das meiste fand ich sehr vorhersehbar. Ich weiß auch nicht, was ich von der heiligen Macht halten soll. Irgendwie war mir die Lösung aller Probleme der Welt zu spirituell. Einfach nur tief glauben und alles wird gut! Wenn man mal nicht weiter weiß, wird der Deus ex Machina schon machen. Ich hab's aber auch nicht so mit Religion. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich stark gläubige Menschen da mehr identifizieren können. Die Liebesgeschichte fand ich unnötig und arg konstruiert, aber wenigstens ohne spice. Ich glaube, als Hintergrundgeschichte eines Videospiels oder als Fernsehserie hätte das Werk besser funktioniert. Rein literarisch war es für mich einfach ein bisschen zu wenig und zu oberflächlich nach Schema F. Ich hab in letzter Zeit aber auch weit schlechtere Werke gelesen und für Self Publishing war es wirklich gut. Es gab keine unnötig nervigen Protas, kein nach Sandelholz duftenden griesgrämigen Enemy-to-Lover und das Werk hatte eine angenehme Länge. Wer also eher seichte High Fantasy sucht, kann da durchaus mal zugreifen.

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Eine nette High Fantasy Geschichte im Self Publishing
Die Autorin dieses Buchs habe ich auf einer kleinen Buchmesse in Dresden getroffen. Ich fand es charmant sich mal auf weniger eher unbekannte Kreativschaffende konzentrieren zu können. Auf Massenveranstaltungen wie der LBM ist das kaum möglich. Nun jährt sich mein Treffen bald - um genau zu sein, gehe ich morgen zum zweiten mal auf diese Minibuchmesse namens Dream - und da dachte ich, es wäre doch auch mal schön, wenigstens ein Werk der Aussteller*innen bis dahin auch gelesen zu haben. Für 2€ im Angebot als eBook kann man nun auch wirklich nichts falsch machen. Nun zum Buch selbst. Wasser. Erde. Feuer. Luft. Vor langer Zeit lebten alle vier Nationen zusammen in Harmonie. Doch dann erklärte Axan dem Zentrum Minden den Krieg und alles änderte sich. Oder so. Okay, ich gebe zu: Es ist schwer ein Buch mit der Grundidee der vier Elemente und dazugehörigen Nationen zu schreiben ohne Avatarvibes zu bekommen. 😅 Also nochmal ernsthaft. In dem Fantasybuch geht es um die titelgebende Milea, ihres Zeichens Tochter des Hohepriesters und Herrschers von Minden, einem Staat im Zentrum vierer den Elemente zugeordneten Staaten. Minden bildet dabei so eine Art religiöses Zentrum. Die Religion dreht sich dabei um die "heilige Macht", die die vier Elemente in Harmonie verbindet. Es gibt Rituale, um der Macht zu huldigen und ihre Zeichen zu deuten und sogar ein wenig Magie zu wirken, wenn man tief gläubig ist. Und wenn man das nicht macht, geht alles den Bach runter. Mit diesem Zustand startet das Buch, weil so richtig überzeugt ist von der heiligen Macht kaum noch jemand. Milea flieht vor der Hochzeit mit dem Feuerlord Kalo in das Wasserreich Lyam und lebt dort unerkannt als Zofe der Königskinder, um sich auf ihre Hauptquest der Rettung der Harmonie der Elemente vorzubereiten. Sprachlich ist das Werk für Self Publishing dabei sehr gut. Ich gebe es zu: Ich hab weniger erwartet. Es liest sich gut und flüssig weg, es sind schöne Beschreibungen dabei und auch keine groben Logikpatzer (innerhalb des Settings als solches natürlich). Inhaltlich würde ich die Geschichte als okay bezeichnen. Es waren schon gute Ideen dabei, aber mich hat keine Wendung überrascht, das meiste fand ich sehr vorhersehbar. Ich weiß auch nicht, was ich von der heiligen Macht halten soll. Irgendwie war mir die Lösung aller Probleme der Welt zu spirituell. Einfach nur tief glauben und alles wird gut! Wenn man mal nicht weiter weiß, wird der Deus ex Machina schon machen. Ich hab's aber auch nicht so mit Religion. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich stark gläubige Menschen da mehr identifizieren können. Die Liebesgeschichte fand ich unnötig und arg konstruiert, aber wenigstens ohne spice. Ich glaube, als Hintergrundgeschichte eines Videospiels oder als Fernsehserie hätte das Werk besser funktioniert. Rein literarisch war es für mich einfach ein bisschen zu wenig und zu oberflächlich nach Schema F. Ich hab in letzter Zeit aber auch weit schlechtere Werke gelesen und für Self Publishing war es wirklich gut. Es gab keine unnötig nervigen Protas, kein nach Sandelholz duftenden griesgrämigen Enemy-to-Lover und das Werk hatte eine angenehme Länge. Wer also eher seichte High Fantasy sucht, kann da durchaus mal zugreifen.





