Mein Sommer am See

Mein Sommer am See

Taschenbuch
3.87
Deutsche Erstausgabe

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Beschreibung

Die erste Liebe, eine nicht ganz einfache Mutter-Tochter-Beziehung und ein geheimnisvolles Päckchen aus der Vergangenheit

Eines Tages bekommt Beth ein Paket. Darin ein Album mit Fotos, Notizen und anderen Erinnerungsstücken, die Beth noch nie zuvor gesehen hat. »Das Buch unserer Sommer«, in dem ihre Mutter Marika die Erinnerung an jene Sommerferien festgehalten hat, die Beth in ihrer Jugend bei ihr in Ungarn verbrachte. Eine Zeit, in der Beth hin und her gerissen war zwischen ihrem zurückhaltenden Vater, mit dem sie im englischen Devon lebte, und der temperamentvollen Mutter, die die Sehnsucht nach der Heimat von ihrer Familie fortgetrieben hatte. Eine Zeit, in der Beth sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich ihren Platz im Leben zu finden. Eine Zeit, die mit einer schockierenden Enthüllung endete, als Beth gerade 16 war. Seit damals hat Beth jeden Gedanken an diese Zeit weit von sich geschoben. Doch das Album bringt all ihre Erinnerungen wieder zurück – an die erste Liebe, an flirrend heiße Sommertage und kühle Waldseen. Und an den Tag, an dem alles zerbrach …

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
416
Preis
10.30 €

Autorenbeschreibung

Emylia Hall, geboren 1978, weiß, wovon sie schreibt: Als Tochter eines englischen Künstlers und einer aus Ungarn stammenden Kostümbildnerin wuchs sie im ländlichen Devon im Südwesten Englands auf, verbrachte aber jeden Sommer in Ungarn. Nach ihrem Studium in York und Lausanne arbeitete Emylia für eine Werbeagentur in London, bevor es sie in die französischen Alpen verschlug. Dort entschloss sie sich, ihren lang gehegten Traum vom eigenen Roman Wirklichkeit werden zu lassen. Ihr Debütroman "Mein Sommer am See" war auf Anhieb ein großer Erfolg, wurde in zahlreiche Länder verkauft und in Großbritannien als das Sommerbuch 2012 gefeiert. Emylia Hall lebt heute mit ihrem Mann in Bristol.

Beiträge

1
Alle
4

Ein fast perfektes Buch, das mit seiner emotionalen Tiefe und einem überraschenden Ende begeistert. Empfehlenswert für Leser, die nach einer tiefgründigen Sommerlektüre suchen.

Inhalt Beth wächst in einem kleinen englischen Dorf in einer scheinbar idyllischen Familie mit ihren Eltern Marika und David auf. Doch als sie neun Jahre alt ist, nimmt ihr Leben eine drastische Wendung. Während eines Urlaubs in Marikas Heimat Ungarn wird klar, dass Marika dort tiefe Wurzeln hat und sich zunehmend von ihrer Familie entfremdet. Am Ende des Urlaubs steht ihre Entscheidung fest: Sie bleibt in Ungarn und kehrt nicht nach England zurück. Für Beth und ihren Vater David beginnt eine herausfordernde Zeit. David versucht, ein perfekter Vater zu sein, doch seine Übervorsichtigkeit und emotionale Zurückhaltung erschweren das Zusammenleben. Beth muss früh lernen, alleine mit ihren Gefühlen zurechtzukommen und schneller erwachsen zu werden, als ihr lieb ist. Einmal im Jahr verbringt sie ein bis zwei Sommerwochen bei Marika in Ungarn. Diese Besuche sind geprägt von Leichtigkeit, einer romantischen Jugendliebe und den Schönheiten der Umgebung. Doch im siebten Sommer offenbart sich ein Geheimnis, das die Beziehung unwiderruflich verändert. Meinung Mein Sommer am See ist kein typisches Sommerbuch voller Leichtigkeit, Strand und Sonne. Stattdessen erzählt es eine tiefgründige, tragische Familiengeschichte, eingebettet in die malerische Kulisse Ungarns. Schon der Prolog deutet an, dass die Geschichte kein klassisches Happy End bereithält, und schafft es, von der ersten Seite an Spannung aufzubauen. Im ersten Kapitel begegnet der Leser der Protagonistin Beth, deren Reaktion auf ein scheinbar harmloses Päckchen ihres Vaters zunächst verwirrend erscheint. Doch im Laufe der Geschichte werden die Hintergründe Stück für Stück enthüllt, wodurch Beths Gefühlswelt immer klarer und nachvollziehbarer wird. Das Ende überrascht mit einer emotionalen Wendung, die der Geschichte einen intensiven Höhepunkt verleiht. Besonders beeindruckend sind die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die anfangs den Lesefluss etwas hemmen, sich aber bald als reizvolles erzählerisches Stilmittel herausstellen. Der Epilog greift den Prolog wieder auf und schließt die Geschichte auf berührende Weise ab. Ein kleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen wirkt die Dramatisierung etwas überzogen, während andere Aspekte der Geschichte zu kurz kommen. Dennoch ist dies nur ein marginaler Makel. Das Cover und der deutsche Titel treffen meiner Meinung nach nicht ganz den Kern der Geschichte. Während der Originaltitel The Book of Summers die Essenz besser einfängt, lenkt der deutsche Titel Mein Sommer am See den Fokus zu sehr auf einen einzelnen Sommer und den Plattensee. Dabei spielen die vielen Sommer und die Villa Serena eine deutlich wichtigere Rolle.

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