Manhattan Transfer

Manhattan Transfer

Taschenbuch
3.317

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Beschreibung

" Manhattan Transfer " lleva el nombre del cartel que colgaba enuna estación de transbordo de pasajeros, que daba servicio a la línea de Pennsylvania y a los ferrocarriles del Hudson y Manhattan. Al igual que los pasajeros que utilizaban aquel apeadero no tenían otra salida o ruta posible más que diri­girse a Manhattan o salir de Manhattan, los personajes de la novela se ven abocados a permanecer en la gran ciudad.En términos literarios convencionales, " Manhattan Transfer " podría considerarse una novela histórica panorámica. Sin embargo, es mucho más que eso: Dos Passos logró plasmar la complejísima multiplicidad de la metrópolis incorporando elementos no narrativos de la prensa y la cultura popular y desplegando varias líneas argumentales diferentes, algunas de ellas interconectadas a través de los personajes y otras completamente aisladas en fragmentos discontinuos.

Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
544
Preis
33.50 €

Beiträge

4
Alle
4

Für New York Liebhaber

Manhattan Transfer von John Dos Passos erschien 1925 und nimmt einen auf eine Reise durch NY City zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Vordegrund steht nicht so sehr das Figurenpotpouri, sondern die Stadt selbst. Es gibt eine Unzahl von Personen und nur wenige begleitet der Leser durch den ganzen Roman, die aber auch selbst immer mal wieder auf und abtauchen. Die Personen gehen queer durch die Gesellschaftsschichten und ihrer Probleme. Zeitliche Sprünge kann man nur an bestimmen Gegebenheiten fest machen, wie zb das Auftauchen von Automobilen oder den Anschlag des Thronfolgers in Sarajewo. Was dem Autor für mich sehr gut gelungen ist, die Atmosphäre dieser schnelllebigen Stadt wiederzugeben. Wie sie sich über die Jahre räumlich veränderte aber auch die Menschen durch die Stadt verändert worden sind. Besonders wenn man selbst schon einmal dort war und sich beim Lesen orientieren kann, wo man sich gerade befindet (durch den Schachbrettaufbau der Straßen klappt dies hervorragend), streift man mit durch die Straßen oder an den Hudsonriver etc., was mir viel Spaß gemacht hat. Trotzdem fand ich es auf den ca 100 letzen Seiten etwas anstrengend zu lesen.

2

Man versteht, wieso es ein solcher Klassiker ist, literarisch sicherlich eine Revolution und auch sprachlich herausragend. Leider habe ich nie einen Zugang zum Buch gefunden, weil ich weder einer der Handlungen, noch einem der Charaktere wirklich etwas abgewinnen konnte und das Collagenhafte des Buches es dem*der Leser*in auch wirklich nicht einfach macht. Vielleicht etwas, das man mit entsprechender Begleitung mehr genießen kann.

Nach 117 Seiten ist Schluss. Für mich eine dröge, altbackene Sprache, die wenig Freude bereitet und das Gefühl einer Pflichtlektüre aufkommen lässt. Ein Großstadtgewirr, das viel zu schnell zwischen Personen und Zeit springt. Die bisher behandelten Themen sind toll und ich kann auch würdigen, dass er mit den raschen Perspektivwechseln das Großstadtgewimmel gut einfängt. Holt mich nur stilistisch nicht ab.

1.5

Die unschöne Wahrheit hinter dem American Dream

Manhattan Transfer von John Dos Passos kann als ein Pionierwerk des Großstadtromans betrachtet werden. Der Autor widmet sich der Zeit zwischen etwa 1890 und 1920 und nutzt eine Vielzahl von Figuren in einer episodischen Erzählweise, um das Streben nach Geld, Ruhm und sozialem Status darzustellen. Ganz im Sinne des American Dream, und ähnlich wie in der Realität, entstehen dabei deutliche Klassenunterschiede. Der Weg dorthin führt häufig zu Entfremdung, Einsamkeit und sozialem Scheitern, kann aber ebenso in den erhofften Erfolg und dessen Begleiterscheinungen münden. Oftmals tritt jedoch ersteres ein. Dos Passos gelingt es, ein eindrückliches Porträt von New York City zu zeichnen; es entsteht ein vielschichtiges Panorama dieser Metropole. Gleichzeitig übt der Roman präzise Gesellschaftskritik: Die Stadt wirkt als System, das Individualität unter Druck setzt und teilweise zerstört. Auch die Kritik an Konsumgesellschaft und Kapitalismus wird deutlich herausgearbeitet. Leider ist mir persönlich der Zugang zu diesem Werk nicht gelungen. Die Handlung sowie die Figuren wirken oft substituierbar und emotional distanziert. Der stark fragmentarische, nahezu montageartige Erzählstil erschwert zusätzlich ein flüssiges Leseerlebnis. Es fiel mir schwer, eine Bindung zu den zahlreichen Charakteren aufzubauen, die zudem häufig eher oberflächlich dargestellt erscheinen. In Gänze lässt sich das Buch primär als Geschichtensammlung verstehen und weniger als klassischer Roman. Insgesamt erkenne ich die literarische Bedeutung des Romans und seine besondere Erzählstruktur an, die den Fokus bewusst von einzelnen Figuren auf ein Gesamtbild der Großstadt und ihrer gesellschaftlichen Dynamiken verschiebt. Mit all seinen gesellschaftskritischen Nuancen und dem eingefangenen Zeitgeist ist das Werk zweifellos bemerkenswert. Auf einer unterhaltenden und zugänglichen Ebene konnte mich Manhattan Transfer jedoch nicht überzeugen. Möglicherweise können Leserinnen und Leser mit einer besonderen Affinität zu New York oder zur dargestellten Epoche dem Roman mehr abgewinnen.

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