Lebenshungrig
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Laura Pape wurde 1993 in Hannover geboren und hat schon als Kind gerne geschrieben. Bis zur 11. Klasse besuchte sie ein Gymnasium – dann kam sie mit der Diagnose Anorexia nervosa in eine Klinik. Während ihrer Magersucht hat sie viele Bücher über Essstörungen gelesen, die alle gleich endeten: mit der Krankheit. Nicht gerade motivierend für jemanden, der gerade dabei ist, sich zu Tode zu hungern. Als es ihr endlich gelungen war, ihre Magersucht zu überwinden, beschloss sie deshalb, von ihrem Erfolg zu erzählen und anderen Betroffenen damit Mut zu machen. LEBENSHUNGRIG ist ihr erstes Buch.
Beiträge
Eigentlich wollte ich dazu kein Review schreiben, aus reinen persönlichen Gründen, aber weil ich das Buch letztes nochmal angefangen habe zu lesen und ich finde, dass es vielleicht doch ganz gut wäre, wenn "jemand wie ich" da mal was zu sagt ... Das Buch ist autobiographisch, deswegen wird das umso schwerer, weil ich Laura Pape nicht absprechen möchte, dass ihr das Schreiben des Buches geholfen hat. Wenn dem so war, dann freut mich das außerordentlich für sie und mein Review hat NICHTS, aber auch GAR NICHTS! mit ihr zu tun. Wenn das Buch irgendeinem anderen Leser geholfen hat, dann freut mich das ebenso sehr! Mir nur überhaupt nicht und das hat einen sehr einfachen Grund. Kurz etwas zu mir: seit Ende 2012 kämpfe ich gegen die Magersucht. Das ist nämlich leider so ein Ding, dass nie so wirklich weg ist glaube ich und in stressigen Situationen gerne mal hochkommt, ist aber im Moment nicht akut. In meiner Hochzeit der Magersucht habe ich solche Bücher "gerne" gelesen. Wisst ihr warum? Weil mir da, wie auf dem Silbertablett, Möglichkeiten zum Abnehmen geliefert wurden. Nicht nur das, mir wurde sogar vorgehalten, wie viel Kilo wie verloren wurden, wie viel Untergewicht sie wann hatte und wie stolz sie darauf war. Und das ist, wenn man selber davon betroffen ist, viel zu nachvollziehbar und man fühlt sich in dem bestärkt, was man tut (das sie am Ende gesund wird und wieder zunimmt ignoriert man, nimmt man sogar noch als Anreiz, es "besser" (ja, ich weiß, das ist krank) zu machen und nicht "schwach" zu werden). Klar, jetzt weiß ich es ein bisschen besser, aber ich merke an mir selbst, dass ich automatisch weniger esse, wenn ich so ein Buch in die Hand nehme, weil mich das sehr destabilisiert und weil ich mein Gewicht und mein Essverhalten so gut damit vergleichen kann. Was ich eigentlich damit sagen möchte: Ich habe das Buch meinen Eltern empfohlen, damit sie ein bisschen verstehen lernen können, wie es mir gegangen ist, was in meinem Kopf vorgeht etc. Aber, und das ist meine rein persönliche Meinung, ich glaube nicht, dass dieses Buch für Magersüchtige geeignet ist. Das ist schade, weil man sich natürlich wünscht, dass einem Bücher von Betroffenen Mut machen können, gesund zu werden. Und vermutlich redet man sich das auch noch selbst ein beim Lesen. ... Grauenvoll, so persönliche Reviews ^^' Passt bitte auf euch auf!
Ein wirklich tolles Buch. Einmal habe ich mich dabei erwischt wie ich das Buch las und leise sagte 'Man Laura..'. Es ist alles so gut beschrieben & man kann richtig mitleiden, auch wenn man diese Krankheit nicht hat. Dieses Buch gibt auch mir Motivation etwas in meinem Leben zu verändern, auch wenn es genau in die andere Richtung geht! Danke Laura.
Laura Pape war 17 Jahre alt, als sie in die Magersucht abrutschte. Es beginnt mit einer Diät. Sie möchte ein paar Kilos abnehmen, weil sie sich zu dick fühlte. Jedoch rutschte sie schneller als sie dachte in die Magersucht ab. Eine Zeit lang blieb das unentdeckt, doch eines Tages zieht Laura Pape’s Mutter die Notbremse. Laura kommt in eine Klinik, wo sie anfängt, gegen die Magersucht zu kämpfen. Ich finde, dass Magersucht eine recht heimtückische Erkrankung ist. Ich habe bereits viele Bücher gelesen, in dem Magersucht thematisiert wird. Laura Pape beschreibt ihren Krankheitsverlauf in einer Tagebuchform, was ich recht spannend fand. Abgesehen davon, kommen auch ihre Freunde und Familie zu Wort und berichten davon, wie sie die Krankheit von Laura wahrgenommen haben. Dieses Buch ist in 3 Teilen aufgebaut, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Der erste Teil handelt davon, wie die Magersucht sich langsam in ihr Leben schlich. Der zweite Teil handelt davon, dass sie erkennt, dass sie krank ist und in die Klinik geht. Und der dritte Teil handelt davon, dass sie die Krankheit noch nicht überwunden hat, aber dennoch nach und nach sich gut entwickelt. Außerdem gibt es noch eine Neuauflage, indem ein vierter Teil hinzugefügt wurde. Dabei handelt es sich darum, dass Laura Pape den Kampf gegen die Magersucht gewonnen hat. Der Aufenthalt in der Klinik beschreibt Laura sehr authentisch, wodurch die Betroffenen Mut bekommen. Mut zum Kämpfen. Abgesehen davon, zeigt das Buch auch, dass man gesund werden kann, wenn man fest genug an sich glaubt und auch den Willen dazu hat. Auch Angehörige bekommen hier einen guten Einblick in die Krankheit. Dieses Buch berichtet ehrlich von den Gedanken und Gefühlen einer Person, die an Magersucht erkrankt ist. Der Schreibstil von Laura Pape hat mich positiv überrascht. Sie schreibt sehr locker, leicht, flüssig und ehrlich. Sie schreibt ihre Geschichte ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Außerdem zeigt Laura uns, wie furchtbar diese Krankheit ist und das man Menschen, die daran erkrankt sind, noch mehr unterstützen müssen. Die Kapitellänge ist recht angenehm und das Buch hatte ich auch innerhalb kurzer Zeit durchgelesen. Laura Pape hat hier super Arbeit geleistet. Abgesehen davon, zeigt das Buch einem, dass Mut zu haben sehr wichtig ist. Außerdem zeigt es uns auch, dass Rückfälle zum Leben dazu gehören. Das man nicht aufgeben sollte, nur weil man einmal einen Schritt zurück gefallen ist. Auch durch die detaillierten und ehrlichen Beschreibungen lernt man die Gedankengänge einer Magersucht erkrankter Person viel besser kennen. Dieses Buch ist ein sehr wichtiger Teil in der Welt der Literatur. Es sollten noch viel mehr Bücher über psychische Erkrankungen existieren, damit wir noch mehr diese Tabuthemen brechen. Danke für deine Geschichte, Laura!
Diese Rezension zu schreiben fällt mit wirklich schwer, weil ich nichts schlecht reden möchte - schon gar nicht die eigene Geschichte einer Person - aber ich muss da ehrlich bleiben, sonst wäre es allen anderen AutorInnen gegenüber nicht fair!
„Lebenshungrig“ von Laura Pape „Ich habe dieses Buch geschrieben, um all denen Mut zu machen, die selbst unter einer Essstörung leiden und keinen Ausweg mehr sehen. Kämpft! Es ist nie zu spät, das Leben wieder zuzulassen - und das Leben kann so schön sein! Außerdem möchte ich allen Angehörigen näherbringen, was es wirklich heißt, magersüchtig zu sein. Es steckt mehr dahinter als nur ein niedriges Gewicht. (…)“ Das waren Lauras eigene Worte im Prolog des Buches und sie klangen für mich erstmal vielversprechend, aber wenn das ihr Ziel des Buches war, muss ich leider sagen, dass sie dieses meiner Meinung nach traurigerweise komplett verfehlt hat. In erster Linie erschien mir ihr Buch als 1:1 Anleitung um in die Magersucht zu rutschen mit Abnehmanleitungen, Ernährungsplänen, ständigen Kalorien- und vor allem Gewichtsangabe, natürlich mit zusätzlicher Größenangabe und BMI-Umrechnung, vielen Beschreibungen und Tipps wie man sein Umfeld komplett verarschen, Essen verstecken und bei Mahlzeiten sowie dem Gewicht schummeln kann. Natürlich ist all dies Teil des Krankheitsbildes, aber es erschien mir doch häufig eher selbstdarstellerisch und als wäre da mehr Stolz als Reflektion. Nach dieser sehr langen Beschreibung des Weges IN die Magersucht erschien ihre plötzliche Heilung im Vergleich wie ein Zweizeiler. Tipps, die sie laut eigenen Angaben als nicht hilfreich sondern verwerflich empfindet, waren am Ende doch ihr eigenes Wundermittel „Einfach essen“, „Einfach vor den Spiegel stellen und sich schön finden“, „Es muss einfach Klick machen“, „Man muss es einfach nur wollen“. Mir als selbst Betroffene hat das Buch keinerlei positiven oder hilfreichen Input gegeben oder mir irgendwie Mut gemacht. Zum Glück hat es mich aber auch, trotz sehr vieler Zahlen, nicht wirklich getriggert, da ich trotz (noch) aktiver Essstörung vieles mittlerweile rational sehen und verstehen kann (nach über einem Jahrzehnt Magersucht), allerdings denke ich, dass es für andere Betroffene LeserInnen durchaus gefährlich sein könnte. Gut fand ich hingegen, dass auch ihr Umfeld (Familienangehörige und Freunde) öfter mal zu Wort kamen und ihren Eindruck von ihr schilderten. Inwiefern ihr Buch für Außenstehende oder Angehörige hilfreich ist das Krankheitsbild Anorexia Nervosa nachzuvollziehen, kann ich als Selbstbetroffene natürlich nicht beurteilen, würde aber meinen, dass es in erster Linie sehr viele Klischees bedient und nicht den wahren Tiefgang, die Komplexität und die Hintergründe einer Essstörung aufgreift. Long Story short: Leider bekommt das Buch von uns sehr wenig Sterne und diese auch nur für die flüssige Lesbarkeit und das zu Wort kommen der Angehörigen.

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Laura Pape wurde 1993 in Hannover geboren und hat schon als Kind gerne geschrieben. Bis zur 11. Klasse besuchte sie ein Gymnasium – dann kam sie mit der Diagnose Anorexia nervosa in eine Klinik. Während ihrer Magersucht hat sie viele Bücher über Essstörungen gelesen, die alle gleich endeten: mit der Krankheit. Nicht gerade motivierend für jemanden, der gerade dabei ist, sich zu Tode zu hungern. Als es ihr endlich gelungen war, ihre Magersucht zu überwinden, beschloss sie deshalb, von ihrem Erfolg zu erzählen und anderen Betroffenen damit Mut zu machen. LEBENSHUNGRIG ist ihr erstes Buch.
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Eigentlich wollte ich dazu kein Review schreiben, aus reinen persönlichen Gründen, aber weil ich das Buch letztes nochmal angefangen habe zu lesen und ich finde, dass es vielleicht doch ganz gut wäre, wenn "jemand wie ich" da mal was zu sagt ... Das Buch ist autobiographisch, deswegen wird das umso schwerer, weil ich Laura Pape nicht absprechen möchte, dass ihr das Schreiben des Buches geholfen hat. Wenn dem so war, dann freut mich das außerordentlich für sie und mein Review hat NICHTS, aber auch GAR NICHTS! mit ihr zu tun. Wenn das Buch irgendeinem anderen Leser geholfen hat, dann freut mich das ebenso sehr! Mir nur überhaupt nicht und das hat einen sehr einfachen Grund. Kurz etwas zu mir: seit Ende 2012 kämpfe ich gegen die Magersucht. Das ist nämlich leider so ein Ding, dass nie so wirklich weg ist glaube ich und in stressigen Situationen gerne mal hochkommt, ist aber im Moment nicht akut. In meiner Hochzeit der Magersucht habe ich solche Bücher "gerne" gelesen. Wisst ihr warum? Weil mir da, wie auf dem Silbertablett, Möglichkeiten zum Abnehmen geliefert wurden. Nicht nur das, mir wurde sogar vorgehalten, wie viel Kilo wie verloren wurden, wie viel Untergewicht sie wann hatte und wie stolz sie darauf war. Und das ist, wenn man selber davon betroffen ist, viel zu nachvollziehbar und man fühlt sich in dem bestärkt, was man tut (das sie am Ende gesund wird und wieder zunimmt ignoriert man, nimmt man sogar noch als Anreiz, es "besser" (ja, ich weiß, das ist krank) zu machen und nicht "schwach" zu werden). Klar, jetzt weiß ich es ein bisschen besser, aber ich merke an mir selbst, dass ich automatisch weniger esse, wenn ich so ein Buch in die Hand nehme, weil mich das sehr destabilisiert und weil ich mein Gewicht und mein Essverhalten so gut damit vergleichen kann. Was ich eigentlich damit sagen möchte: Ich habe das Buch meinen Eltern empfohlen, damit sie ein bisschen verstehen lernen können, wie es mir gegangen ist, was in meinem Kopf vorgeht etc. Aber, und das ist meine rein persönliche Meinung, ich glaube nicht, dass dieses Buch für Magersüchtige geeignet ist. Das ist schade, weil man sich natürlich wünscht, dass einem Bücher von Betroffenen Mut machen können, gesund zu werden. Und vermutlich redet man sich das auch noch selbst ein beim Lesen. ... Grauenvoll, so persönliche Reviews ^^' Passt bitte auf euch auf!
Ein wirklich tolles Buch. Einmal habe ich mich dabei erwischt wie ich das Buch las und leise sagte 'Man Laura..'. Es ist alles so gut beschrieben & man kann richtig mitleiden, auch wenn man diese Krankheit nicht hat. Dieses Buch gibt auch mir Motivation etwas in meinem Leben zu verändern, auch wenn es genau in die andere Richtung geht! Danke Laura.
Laura Pape war 17 Jahre alt, als sie in die Magersucht abrutschte. Es beginnt mit einer Diät. Sie möchte ein paar Kilos abnehmen, weil sie sich zu dick fühlte. Jedoch rutschte sie schneller als sie dachte in die Magersucht ab. Eine Zeit lang blieb das unentdeckt, doch eines Tages zieht Laura Pape’s Mutter die Notbremse. Laura kommt in eine Klinik, wo sie anfängt, gegen die Magersucht zu kämpfen. Ich finde, dass Magersucht eine recht heimtückische Erkrankung ist. Ich habe bereits viele Bücher gelesen, in dem Magersucht thematisiert wird. Laura Pape beschreibt ihren Krankheitsverlauf in einer Tagebuchform, was ich recht spannend fand. Abgesehen davon, kommen auch ihre Freunde und Familie zu Wort und berichten davon, wie sie die Krankheit von Laura wahrgenommen haben. Dieses Buch ist in 3 Teilen aufgebaut, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Der erste Teil handelt davon, wie die Magersucht sich langsam in ihr Leben schlich. Der zweite Teil handelt davon, dass sie erkennt, dass sie krank ist und in die Klinik geht. Und der dritte Teil handelt davon, dass sie die Krankheit noch nicht überwunden hat, aber dennoch nach und nach sich gut entwickelt. Außerdem gibt es noch eine Neuauflage, indem ein vierter Teil hinzugefügt wurde. Dabei handelt es sich darum, dass Laura Pape den Kampf gegen die Magersucht gewonnen hat. Der Aufenthalt in der Klinik beschreibt Laura sehr authentisch, wodurch die Betroffenen Mut bekommen. Mut zum Kämpfen. Abgesehen davon, zeigt das Buch auch, dass man gesund werden kann, wenn man fest genug an sich glaubt und auch den Willen dazu hat. Auch Angehörige bekommen hier einen guten Einblick in die Krankheit. Dieses Buch berichtet ehrlich von den Gedanken und Gefühlen einer Person, die an Magersucht erkrankt ist. Der Schreibstil von Laura Pape hat mich positiv überrascht. Sie schreibt sehr locker, leicht, flüssig und ehrlich. Sie schreibt ihre Geschichte ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Außerdem zeigt Laura uns, wie furchtbar diese Krankheit ist und das man Menschen, die daran erkrankt sind, noch mehr unterstützen müssen. Die Kapitellänge ist recht angenehm und das Buch hatte ich auch innerhalb kurzer Zeit durchgelesen. Laura Pape hat hier super Arbeit geleistet. Abgesehen davon, zeigt das Buch einem, dass Mut zu haben sehr wichtig ist. Außerdem zeigt es uns auch, dass Rückfälle zum Leben dazu gehören. Das man nicht aufgeben sollte, nur weil man einmal einen Schritt zurück gefallen ist. Auch durch die detaillierten und ehrlichen Beschreibungen lernt man die Gedankengänge einer Magersucht erkrankter Person viel besser kennen. Dieses Buch ist ein sehr wichtiger Teil in der Welt der Literatur. Es sollten noch viel mehr Bücher über psychische Erkrankungen existieren, damit wir noch mehr diese Tabuthemen brechen. Danke für deine Geschichte, Laura!
Diese Rezension zu schreiben fällt mit wirklich schwer, weil ich nichts schlecht reden möchte - schon gar nicht die eigene Geschichte einer Person - aber ich muss da ehrlich bleiben, sonst wäre es allen anderen AutorInnen gegenüber nicht fair!
„Lebenshungrig“ von Laura Pape „Ich habe dieses Buch geschrieben, um all denen Mut zu machen, die selbst unter einer Essstörung leiden und keinen Ausweg mehr sehen. Kämpft! Es ist nie zu spät, das Leben wieder zuzulassen - und das Leben kann so schön sein! Außerdem möchte ich allen Angehörigen näherbringen, was es wirklich heißt, magersüchtig zu sein. Es steckt mehr dahinter als nur ein niedriges Gewicht. (…)“ Das waren Lauras eigene Worte im Prolog des Buches und sie klangen für mich erstmal vielversprechend, aber wenn das ihr Ziel des Buches war, muss ich leider sagen, dass sie dieses meiner Meinung nach traurigerweise komplett verfehlt hat. In erster Linie erschien mir ihr Buch als 1:1 Anleitung um in die Magersucht zu rutschen mit Abnehmanleitungen, Ernährungsplänen, ständigen Kalorien- und vor allem Gewichtsangabe, natürlich mit zusätzlicher Größenangabe und BMI-Umrechnung, vielen Beschreibungen und Tipps wie man sein Umfeld komplett verarschen, Essen verstecken und bei Mahlzeiten sowie dem Gewicht schummeln kann. Natürlich ist all dies Teil des Krankheitsbildes, aber es erschien mir doch häufig eher selbstdarstellerisch und als wäre da mehr Stolz als Reflektion. Nach dieser sehr langen Beschreibung des Weges IN die Magersucht erschien ihre plötzliche Heilung im Vergleich wie ein Zweizeiler. Tipps, die sie laut eigenen Angaben als nicht hilfreich sondern verwerflich empfindet, waren am Ende doch ihr eigenes Wundermittel „Einfach essen“, „Einfach vor den Spiegel stellen und sich schön finden“, „Es muss einfach Klick machen“, „Man muss es einfach nur wollen“. Mir als selbst Betroffene hat das Buch keinerlei positiven oder hilfreichen Input gegeben oder mir irgendwie Mut gemacht. Zum Glück hat es mich aber auch, trotz sehr vieler Zahlen, nicht wirklich getriggert, da ich trotz (noch) aktiver Essstörung vieles mittlerweile rational sehen und verstehen kann (nach über einem Jahrzehnt Magersucht), allerdings denke ich, dass es für andere Betroffene LeserInnen durchaus gefährlich sein könnte. Gut fand ich hingegen, dass auch ihr Umfeld (Familienangehörige und Freunde) öfter mal zu Wort kamen und ihren Eindruck von ihr schilderten. Inwiefern ihr Buch für Außenstehende oder Angehörige hilfreich ist das Krankheitsbild Anorexia Nervosa nachzuvollziehen, kann ich als Selbstbetroffene natürlich nicht beurteilen, würde aber meinen, dass es in erster Linie sehr viele Klischees bedient und nicht den wahren Tiefgang, die Komplexität und die Hintergründe einer Essstörung aufgreift. Long Story short: Leider bekommt das Buch von uns sehr wenig Sterne und diese auch nur für die flüssige Lesbarkeit und das zu Wort kommen der Angehörigen.










