La Storia

La Storia

Hardcover
4.011

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

»La Storia«, das ist die »große« Geschichte: die nüchterne Chronik von Diktaturen, Weltkriegen und Menschheitsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit der jedes Kapitel dieses Romans eröffnet. »La Storia« ist aber vor allem die Geschichte der verwitweten Lehrerin Ida in den Jahren 1941 bis 1947. Bis zur Erschöpfung hetzt sie in Rom zwischen den Armenvierteln San Lorenzo und Testaccio hin und her, müht sich ab, ihre beiden Söhne durchzubringen. Nino, der ältere Sohn und präpotente Schwarzhemdträger, will lieber heute als morgen das Lyzeum verlassen und in den Krieg ziehen. Später findet er sich bei den Partisanen wieder. Der kleine Useppe, gezeugt bei einer Vergewaltigung durch einen jungen Wehrmachtsoldaten, immer heiter und neugierig, verbringt seine Tage allein in der Wohnung, manchmal in Gesellschaft des ebenso liebenswerten Hundes Blitz. Inmitten von Bombenangriffen, Hunger und Deportationen wächst Idas Angst, ihre jüdischen Vorfahren könnten der Familie zum Verhängnis werden. Mit unendlicher Zuneigung für ihre Figuren und einer Klarheit ohne jedes Pathos verknüpft Elsa Morante die Geschichte einer Welt in Flammen mit dem Schicksal einer Frau und ihrer Kinder. In der einfühlsamen und sorgfältigen Übersetzung von Maja Pflug und Klaudia Ruschkowski entfalten sich die Frische und Leichtigkeit des Romans – und die magische Sogwirkung, die er bis heute ausübt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
768
Preis
38.00 €

Beiträge

2
Alle
4.5

Originalausgabe 1974. Ida, Useppe und Bella. Und wenig Leben und viel Sterben. Und Geschichte und Poesie. Und so viel unbeschreibliches Leid. Zitat: "Es ist die Gestaltung der Wahrheit, die zur Erfindung der Sprache führt, nicht umgekehrt!"

5

Fiktive Sternebewertung Italien zu Zeiten des 2. Weltkrieges.

Elsa Morante gehörte zu Italiens bekanntesten Autorinnen. Sie starb 1985. La Storia ist 1974 das erste Mal erschienen, wurde sogar 1986 verfilmt und 2023 gab es eine Serie. Die Geschichte spielt während des zweiten Weltkrieges in dem italienischen Ort San Lorenze. Es handelt sich um ein Arbeiterviertel. Der Krieg ist eingezogen, die Leute leiden ersichtlich. Deutsche Soldaten marschieren durch die Straßen. Die Idee zu dieser Geschichte hat einen tragischen Ursprung. In einer Wohnung 1947 wurde eine Frau mit Kind und Hund tot aufgefunden. So übernahm die Autorin die Hauptcharaktere. Wir bewegen uns in den Jahren 1941 und 1947, wobei nach nahezu jedem Kapitel ein geschichtliches Glossar folgt, dass in den entsprechenden Jahren auf historische Ereignisse verweist. Wir lernen die Lehrerin Ida kennen. Ihr Mann ist gestorben und Sie lebt mir Ihrem Sohn Nino allein. Nino ist rebellisch und schließt sich den Faschisten an. Während seiner Abwesenheit wird Ida bei einer zu dieser Zeit üblichen Personenkontrolle, von einem deutschen Soldaten in Ihrer Wohnung vergewaltigt. Sie wird schwanger, natürlich darf niemand davon erfahren, schließlich ist Sie Witwe und hat ein Kind und Sie ist Lehrerin. Was sollen die Leute denken. Solange es geht, versteckt Sie Ihren Bauch unter der Kleidung. Als der Krieg in vollem Gange ist, kann sie wegen dem Krieg nicht mehr unterrichten und muss das Viertel verlassen. Sie bringt das Kind zur Welt und kehrt bald in das Viertel zurück. Sie nennt Ihn Guiseppe. Als Nino nach Hause kommt und das Baby entdeckt, ahnt er bereits die Wahrheit, obwohl seine Mutter ihm nicht sagt, woher dieses Baby stammt. Der kleine Giuseppe verlässt kaum das Haus, Nino holt ihm einen Hund und so wird der Kleine immer zuhause versteckt. Elsa Morante lässt uns nur so durch die Seiten fliegen und den Krieg hautnah erleben. Die Armut, den Hunger, die Notunterkünfte, als Häuser bombardiert werden. Mittendrin Ihr Nino und der kleine Giuseppe. Giuseppe ist sozial abgeschottet. Seine Entwicklung leidet darunter. Er hofft, dass Nino sie nicht allein lässt. Aber mit den Jahren lernt Giuseppe, wie einsam er aufwächst und das Nino nicht alle Versprechen einhalten kann. Ein bewegender Roman über ungleiche Brüder, eine besondere Verbundenheit. Die Liebe einer Mutter und über Verlust. Dieses Buch wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen. Immer wieder denke ich an diesen Jungen, innerlich so einsam und gebrochen. Eine sehr schicksalsträchtige Geschichte ist Elsa Morante gelungen. Tiefgründig, aber auch kalt und schonungslos. Wer gerne Romane dieser Zeit mag und mal eine andere Perspektive kennenlernen will, der sollte sich schleunigst nach Italien begeben.

Beitrag erstellen