Kristin Lavranstochter

Kristin Lavranstochter

Hardcover
4.111
MittelalterMordHistorischer RomanFamiliengeschichte

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Beschreibung

Ein eigenwilliges junges Mädchen im Norwegen des 14. Jahrhunderts, der strahlende Liebling ihres Vaters und von diesem versprochen an den Sohn eines benachbarten Bauern. Ein Leben wie im Buche, bis sich der Tod ins Leben der jungen Kristin Lavranstochter schleicht und ein brutaler Mord ihr ihre Jugendliebe entreißt. Sie flüchtet ins Kloster – und verliebt sich Hals über Kopf in den schönen Erlend von Husaby, dem ein übler Ruf vorauseilt. Gegen alle Widerstände und obwohl sie damit ihren geliebten Vater fast umbringt, entscheidet sie sich dafür, diese Liebe zu leben. Sigrid Undsets ganz große Stärke ist die Charakterzeichnung, und so lachen und weinen, leiden und lieben wir mit der liebreizenden Kristin, einer starken Frau, die es mit der norwegischen Männergesellschaft des 14. Jahrhunderts aufnimmt und aufnehmen kann. Dass Undset für die Trilogie mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, ist nur konsequent. Gabriele Haefs hat Kristin Lavranstochter vollständig neu übersetzt. So kommen nun endlich auch deutsche Leser in den vollen Genuss von Undsets außergewöhnlicher sprachlicher Ausdruckskraft. Den Anfang macht Band 1, Der Kranz, Band 2 und 3, Die Frau und Das Kreuz, folgen jeweils in halbjährlichem Abstand.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Hardcover
Seitenzahl
384
Preis
24.00 €

Autorenbeschreibung

Sigrid Undset (1882–1949) gilt als eine der größten und einflussreichsten Schriftstellerinnen Norwegens. Sie wurde 1928 »vornehmlich für ihre kraftvollen Schilderungen des nordischen Lebens im Mittelalter« mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Außer ›Kristin Lavranstochter‹ schrieb Undset die Erfolgsromane ›Olav Audunssohn‹ (Fischer-TB 2015), ›Viga-Ljot und Vigdis‹ (Hoffmann & Campe 2019), ›Jenny‹, ›Ida Elisabeth‹, ›Das glückliche Alter‹ (Suhrkamp 2019) und viele andere mehr.

Beiträge

6
Alle

Abgebrochen, da mich die Darstellung von Sexualität bereits zu Beginn sehr stört

Auf den ersten ungefähr 100 Seiten werden einerseits Lust und Begierde in den Kontext von Sünden gesetzt (erinnert mich an christliche/ katholischer Glaubenssätze) und andererseits als gewaltvolles Geschehnis (liest sich für mich nach heutigen Standard wie Missbrauch). Geschichte spielt wohl im 14. Jahrhundert und zeichnet eine Familiengeschichte in Norwegen nach. Für mich trotzdem: Abbruch-Kandidat!

4

Durchwachsenes Fazit

Einerseits eine fesselnde Geschichte nebst interessanten Charakteren, anderseits dann auch wieder alles recht holzschnittartig und wächsern. Wie ja schon erwähnt wird zudem ununterbrochen errötet, erbleicht, erzittert und was es da noch ales an Herzschmerzvokabeln gibt. Letztlich keine Zeitverschwendung, aber ich bin auch ein wenig froh es hinter mir zu haben. Und natürlich passte das frostig-klirrende Wetter Norwegens hervorragend zu den, mich gerade umsäuselnden, kräuterigen Sommerwinden Südfrankreichs.

2

Die Neuübersetzung dieses Werkes möchte ich absolut nicht kritisieren. Auf Gabriele Haefs ist immer Verlass, wenn es um stimmungsvolle Bilder, Personenbeschreibungen und einen angenehmen Lesefluss geht. Schön, dass dieses Werk modernen Leser:innen wieder zugänglich gemacht wird. Die Geschichte der Kindheit/Jugend von Kristin Lavranstochter Anfang des 14. Jahrhunderts interessierte mich sehr wegen des historischen Settings. Gerade die Konzentration auf die weiblichen Hauptfiguren zeichnet dieses Werk aus. Aber Kristin ist seit langem eine Protagonistin, die mich unendlich genervt hat. Dieses "sich fügen ins eigene Schicksal" und das ständige Lamentieren über "Schande und Sünde" - nicht mein Fall. Kristin kann einfach nichts aus eigenem Antrieb und lässt sich vom eigenen Vater und ihrem Love Interest einfach nur herumschubsen. Es zeigt außerdem auf schmerzliche Art und Weise, wie ekelhaft der Glauben/das Christentum in Skandinavien zu einer völligen Herabwertung der Frau führt und Kristin wirklich glaubt, dass alles Unglück nur ihretwegen passiere. NOPE Mädchen - es ist das fucking 14. Jahrhundert, ohne nennenswerte medizinische Versorgung - deswegen gibt es Fehlgeburten und im Kindbett sterbende Frauen. Es hat auf jeden Fall NICHTS mit deinen "sündigen" Gedanken zu tun oder dass du nicht ins Kloster gegangen bist. Argh. Und die Sexszenen - nein, das ist keine Verführung - Vergewaltigung ist der richtige Terminus. Krass, wie das romantisiert wird und die junge Frau nicht schlau draus wird.

4

This has a pretty slow start which may have the character examination but not the spark and strong emotional moments of the first book, also the events seemed a bit to unconnected to me. From the second third onward, however, this was the same kind of ride as book one, plus beloved side characters returned and were utilized masterfully. Kristin isn't a child anymore and the change is noticable: there is more politics in this book, telling the reader about the situation of Norway at this point in time, but her personal life is also changed. While never being the most care free, she needs to take a more active role, find her place as mother and wife and struggles to not grow bitter. Undset is very sympathetic towards her flawed characters and portrays them as the complex human beings they would be in real life.

4

While this is a simple story that has been told, the way it is told is quite unique. First, this book goes from idylic, quiet moments where you get to know the Norwegian scenery, the characters and medival life, to sudden intense moments of drama. The emotions feel very real, though, because there is so much attention to detail and the characters are so well written that it's easy to be in their side even if you don't always agree with them. They are very nuanced. Also, why do I see my teenage self represented so much better in classics than in modern books? I love how Sigrid Undset shows what certain events and developements do to peoples minds and that, even if religion plays a huge part, as it did in the middle ages, it's not a book of blind faith, even if it's sympathic towards christianity. I want to spend more time with these characters and even if I know it's a hundred years to late for it, I would love a spin-off book about the parents.

4

While none of the books in this series were, in my opinion, as powerful throughout as the first, they were all great and this is a good ending to Kristin's life. I especially enjoyed the last part, in which almost all of the sons have moved out. It shows perfectly how much times have changed since Kristin was young and makes the themes come full circle at the same time. I always loved how complex and therefore real the characters feel in this. You might not like every relationship or person, but you see why they would be that way and how some ghosts from the past never quite leave.

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