Abgebrochen bei 14 %
Sorry, für jeden, der das Buch gefeiert hat - ich kann die Ansätze verstehen, aber ich glaube, ich habe fertig mit DR. Ich kann das alles nicht mehr. 😭 (Und eine düstere Dark-Fantasy-Romance ist in meinen Augen eigentlich immer was anderes gewesen, aber die Zeiten sind glaube ich vorbei)
Ich geh mein Gesicht in Weihwasser drücken und hoffe, dass Gott mir vergibt. 😭🫠😩
15. Apr. 2026
Abgebrochen bei 14 %
Sorry, für jeden, der das Buch gefeiert hat - ich kann die Ansätze verstehen, aber ich glaube, ich habe fertig mit DR. Ich kann das alles nicht mehr. 😭 (Und eine düstere Dark-Fantasy-Romance ist in meinen Augen eigentlich immer was anderes gewesen, aber die Zeiten sind glaube ich vorbei)
Ich geh mein Gesicht in Weihwasser drücken und hoffe, dass Gott mir vergibt. 😭🫠😩
Auf der einen Seite war es verstörend, düster, blutrünstig und echt abgefahren.
Dunkler unsterblicher Gott nimmt gefallene sterbliche Frau gefangen und will sie zu der Seinen machen. Die Geschichte hat mir vor allem rund um Halloween echt Spaß gemacht, war fesselnd und tatsächlich komplettes Kontrastprogramm zu meinem sonstigen Lesestoff.
Der Titel und das Cover waren Programm!
Auf der anderen Seite gab es tatsächlich gefühlvolle Momente und eine spannende Grundstory die mich gut unterhalten hat. Auch sprachlich habe ich schon schlechteres gelesen. Meine 1,5 Sterne Abzug gibt es aber für den Spice. Der war mir persönlich zu weird und auch die Wortwahl nicht meins. Weniger wäre hier mehr gewesen und hätte der Story absolut keinen Abbruch getan. Die durchaus deepen Momente wurden für mich durch den Spice irgendwie ein bisschen kaputt gemacht. Insgesamt solide Unterhaltung mit einem gewissen Grusel und Ekelfaktor. Es ist keine ,,normale“ düstere Romance aber auch keine ausgeklügelte Horrorgeschichte.
2. Nov. 2025
3,5
Meine Halloween Lektüre 2025!
Auf der einen Seite war es verstörend, düster, blutrünstig und echt abgefahren.
Dunkler unsterblicher Gott nimmt gefallene sterbliche Frau gefangen und will sie zu der Seinen machen. Die Geschichte hat mir vor allem rund um Halloween echt Spaß gemacht, war fesselnd und tatsächlich komplettes Kontrastprogramm zu meinem sonstigen Lesestoff.
Der Titel und das Cover waren Programm!
Auf der anderen Seite gab es tatsächlich gefühlvolle Momente und eine spannende Grundstory die mich gut unterhalten hat. Auch sprachlich habe ich schon schlechteres gelesen. Meine 1,5 Sterne Abzug gibt es aber für den Spice. Der war mir persönlich zu weird und auch die Wortwahl nicht meins. Weniger wäre hier mehr gewesen und hätte der Story absolut keinen Abbruch getan. Die durchaus deepen Momente wurden für mich durch den Spice irgendwie ein bisschen kaputt gemacht. Insgesamt solide Unterhaltung mit einem gewissen Grusel und Ekelfaktor. Es ist keine ,,normale“ düstere Romance aber auch keine ausgeklügelte Horrorgeschichte.
Es gibt Dark Romance, die gefährlich wirken möchte. Und dann gibt es "König von Fleisch und Knochen" von Liv Zander.
Dieses Buch hat die verschiedensten Emotionen in mir wachgerufen. Es versucht nicht, moralisch sauber zu sein. Es versucht nicht, seinen männlichen Protagonisten sympathisch zu machen. Es interessiert sich auch nicht für klassische Romantik, für gesunde Beziehungen oder für die beruhigende Fantasie, dass Liebe automatisch Heilung bedeutet. Stattdessen präsentiert Liv Zander eine Welt aus Verfall, Tod, Obsession und Macht – eine Geschichte, die sich weniger wie eine Romanze anfühlt als wie ein langsames Verschlungenwerden. Und genau deshalb funktioniert es so intensiv gut.
Der Roman will gewiss nicht trösten, sondern verführen und gleichzeitig verstören und wie verstört ich teilweise war.
Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass dieser Roman nicht in einer klassischen Fantasywelt spielt und mal wirklich anders ist, als die ganzen anderen Romane in diesee Genre. Alles wirkt krank. Die Landschaften fühlen sich faulig an, die Atmosphäre schwer, die Magie beinahe organisch. Selbst Schönheit besitzt hier etwas Verdorbenes. Liv Zander schreibt keine Welt, die lebt. Sie schreibt eine Welt, die verwest und das tut sie ausgesprochen gut.
Das ist auch einer der größten Unterschiede zu vielen populären Romantasy- und DR-Titeln. Während andere Reihen trotz Dunkelheit oft glamourös bleiben, wirkt "König von Fleisch und Knochen" beinahe klaustrophobisch. Dadurch entsteht ein Gefühl permanenter Unruhe. Man liest nicht mit der Erwartung eines Happy Ends, sondern mit der Angst, emotional immer tiefer in etwas Falsches hineingezogen zu werden.
Der männliche Protagonist ist keine klassische „morally grey“-Figur. Das Buch romantisiert ihn zwar stellenweise bewusst oder unbewusst, versucht aber nie vollständig zu verbergen, dass seine Liebe eng mit Kontrolle und Obsession verbunden ist. Er begehrt nicht nur. Er beansprucht. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Viele Dark-Romance-Romane nutzen Dominanz als ästhetisches Element, ohne die Konsequenzen wirklich ernst zu nehmen. Liv Zander dagegen schreibt Macht wie etwas Körperliches. Jede Begegnung zwischen den Hauptfiguren ist geprägt von Ungleichgewicht. Nicht nur emotional, sondern existenziell.
Der König kontrolliert Räume, Körper und Angst gleichermaßen. Seine Präsenz ist göttlich – allerdings nicht im religiösen Sinn, sondern wie eine Naturgewalt: faszinierend, schön und zerstörerisch.
Das Buch lebt genau von diesem Widerspruch. Der Roman weiß, dass seine zentrale Beziehung problematisch ist. Er versucht nicht, sie in eine gesunde Dynamik umzudeuten. Stattdessen macht er die Dunkelheit selbst zum erzählerischen Mittelpunkt. Und das ist vermutlich der Grund, warum ich es so gut fand.
Die expliziten Szenen in "König von Fleisch und Knochen" dienen nicht bloß der Erotik. Sie funktionieren gleichzeitig als psychologisches Werkzeug. Nähe wird in diesem Roman selten mit Sicherheit verbunden. Stattdessen erzeugen intime Momente häufig zusätzliche Spannung. Selbst Zärtlichkeit besitzt oft etwas Bedrohliches.
Besonders spannend ist die Entwicklung der Protagonistin. Liv Zander hat in meinen Augen, etwas Komplexeres geschrieben. Die Hauptfigur schwankt permanent zwischen Angst, Anziehung, Trotz und emotionaler Erschöpfung. Ihre Reaktionen sind widersprüchlich und manipuliert (oder doch nicht). Allerdings auf eine Weise, die psychologisch nachvollziehbar bleibt. Was mich besonders an ihr gereizt hat, war auch die Tatsache, dass sie ein Leben mit Erfahrungen hat und nicht die Durchschnitts-Protagonistin ist, die sich in der Genre immerzu ähneln.
Das Buch interessiert sich stark dafür, wie Macht Wahrnehmung verändert. Gefühle werden unsicher. Grenzen verschwimmen. Sehnsucht und Angst existieren gleichzeitig. Gerade dadurch entsteht eine Dynamik, die gleichermaßen extrem intensiv und völlig unerträglich wirkt. Mich hat, während des Lesens oft die gleiche Frage beschäftigt: Wie viel Dunkelheit kann noch als Liebe gelesen werden?
"König von Fleisch und Knochen" interessiert sich nicht für moralische Sicherheit. Der Roman bewegt sich bewusst in toxischen Dynamiken und nutzt genau diese Dunkelheit als ästhetische und emotionale Grundlage.
Die Welt ist weniger durch politische Systeme oder komplexe Lore definiert als durch Stimmung. Alles wirkt traumartig, fiebrig und übernatürlich auf eine beinahe mythologische Weise. Die Grenzen zwischen Liebe, Tod, Körper und Macht verschwimmen immer stärker. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die eher an dunkle Märchen oder gotische Albträume erinnert als an traditionelle Romantasy.
Fazit
"König von Fleisch und Knochen" ist kein Wohlfühlbuch. Es ist düster, obsessiv, emotional intensiv und stellenweise verstörend. Liv Zander schreibt keine gesunde Liebesgeschichte und versucht auch gar nicht erst, ihre Figuren moralisch zu entschärfen.
Stattdessen erschafft sie eine toxische, hypnotische Dynamik voller Macht, Verlangen und emotionaler Abhängigkeit. Gerade deshalb bleibt der Roman im Kopf. Nicht unbedingt, weil man jede Entscheidung der Figuren versteht, sondern weil das Buch konsequent genug ist, seine Dunkelheit ernst zu nehmen.
Für Leser, die Dark Romance als Eskapismus mit klaren moralischen Grenzen lesen möchten, könnte dieser Roman zu intensiv sein. Wer jedoch Geschichten mag, die sich wie ein schöner Albtraum anfühlen – verführerisch, gefährlich und emotional überwältigend –, wird in "König von Fleisch und Knochen" genau das finden. Bitte achtet ganz dringend auf die Triggerwarnungen.
Ich widme mich jetzt Band 2 👋🏻
Cheers 🥂
2. Mai 2026
4,0
Was hat mich der Inhalt weggehauen 🤯
Es gibt Dark Romance, die gefährlich wirken möchte. Und dann gibt es "König von Fleisch und Knochen" von Liv Zander.
Dieses Buch hat die verschiedensten Emotionen in mir wachgerufen. Es versucht nicht, moralisch sauber zu sein. Es versucht nicht, seinen männlichen Protagonisten sympathisch zu machen. Es interessiert sich auch nicht für klassische Romantik, für gesunde Beziehungen oder für die beruhigende Fantasie, dass Liebe automatisch Heilung bedeutet. Stattdessen präsentiert Liv Zander eine Welt aus Verfall, Tod, Obsession und Macht – eine Geschichte, die sich weniger wie eine Romanze anfühlt als wie ein langsames Verschlungenwerden. Und genau deshalb funktioniert es so intensiv gut.
Der Roman will gewiss nicht trösten, sondern verführen und gleichzeitig verstören und wie verstört ich teilweise war.
Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass dieser Roman nicht in einer klassischen Fantasywelt spielt und mal wirklich anders ist, als die ganzen anderen Romane in diesee Genre. Alles wirkt krank. Die Landschaften fühlen sich faulig an, die Atmosphäre schwer, die Magie beinahe organisch. Selbst Schönheit besitzt hier etwas Verdorbenes. Liv Zander schreibt keine Welt, die lebt. Sie schreibt eine Welt, die verwest und das tut sie ausgesprochen gut.
Das ist auch einer der größten Unterschiede zu vielen populären Romantasy- und DR-Titeln. Während andere Reihen trotz Dunkelheit oft glamourös bleiben, wirkt "König von Fleisch und Knochen" beinahe klaustrophobisch. Dadurch entsteht ein Gefühl permanenter Unruhe. Man liest nicht mit der Erwartung eines Happy Ends, sondern mit der Angst, emotional immer tiefer in etwas Falsches hineingezogen zu werden.
Der männliche Protagonist ist keine klassische „morally grey“-Figur. Das Buch romantisiert ihn zwar stellenweise bewusst oder unbewusst, versucht aber nie vollständig zu verbergen, dass seine Liebe eng mit Kontrolle und Obsession verbunden ist. Er begehrt nicht nur. Er beansprucht. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Viele Dark-Romance-Romane nutzen Dominanz als ästhetisches Element, ohne die Konsequenzen wirklich ernst zu nehmen. Liv Zander dagegen schreibt Macht wie etwas Körperliches. Jede Begegnung zwischen den Hauptfiguren ist geprägt von Ungleichgewicht. Nicht nur emotional, sondern existenziell.
Der König kontrolliert Räume, Körper und Angst gleichermaßen. Seine Präsenz ist göttlich – allerdings nicht im religiösen Sinn, sondern wie eine Naturgewalt: faszinierend, schön und zerstörerisch.
Das Buch lebt genau von diesem Widerspruch. Der Roman weiß, dass seine zentrale Beziehung problematisch ist. Er versucht nicht, sie in eine gesunde Dynamik umzudeuten. Stattdessen macht er die Dunkelheit selbst zum erzählerischen Mittelpunkt. Und das ist vermutlich der Grund, warum ich es so gut fand.
Die expliziten Szenen in "König von Fleisch und Knochen" dienen nicht bloß der Erotik. Sie funktionieren gleichzeitig als psychologisches Werkzeug. Nähe wird in diesem Roman selten mit Sicherheit verbunden. Stattdessen erzeugen intime Momente häufig zusätzliche Spannung. Selbst Zärtlichkeit besitzt oft etwas Bedrohliches.
Besonders spannend ist die Entwicklung der Protagonistin. Liv Zander hat in meinen Augen, etwas Komplexeres geschrieben. Die Hauptfigur schwankt permanent zwischen Angst, Anziehung, Trotz und emotionaler Erschöpfung. Ihre Reaktionen sind widersprüchlich und manipuliert (oder doch nicht). Allerdings auf eine Weise, die psychologisch nachvollziehbar bleibt. Was mich besonders an ihr gereizt hat, war auch die Tatsache, dass sie ein Leben mit Erfahrungen hat und nicht die Durchschnitts-Protagonistin ist, die sich in der Genre immerzu ähneln.
Das Buch interessiert sich stark dafür, wie Macht Wahrnehmung verändert. Gefühle werden unsicher. Grenzen verschwimmen. Sehnsucht und Angst existieren gleichzeitig. Gerade dadurch entsteht eine Dynamik, die gleichermaßen extrem intensiv und völlig unerträglich wirkt. Mich hat, während des Lesens oft die gleiche Frage beschäftigt: Wie viel Dunkelheit kann noch als Liebe gelesen werden?
"König von Fleisch und Knochen" interessiert sich nicht für moralische Sicherheit. Der Roman bewegt sich bewusst in toxischen Dynamiken und nutzt genau diese Dunkelheit als ästhetische und emotionale Grundlage.
Die Welt ist weniger durch politische Systeme oder komplexe Lore definiert als durch Stimmung. Alles wirkt traumartig, fiebrig und übernatürlich auf eine beinahe mythologische Weise. Die Grenzen zwischen Liebe, Tod, Körper und Macht verschwimmen immer stärker. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die eher an dunkle Märchen oder gotische Albträume erinnert als an traditionelle Romantasy.
Fazit
"König von Fleisch und Knochen" ist kein Wohlfühlbuch. Es ist düster, obsessiv, emotional intensiv und stellenweise verstörend. Liv Zander schreibt keine gesunde Liebesgeschichte und versucht auch gar nicht erst, ihre Figuren moralisch zu entschärfen.
Stattdessen erschafft sie eine toxische, hypnotische Dynamik voller Macht, Verlangen und emotionaler Abhängigkeit. Gerade deshalb bleibt der Roman im Kopf. Nicht unbedingt, weil man jede Entscheidung der Figuren versteht, sondern weil das Buch konsequent genug ist, seine Dunkelheit ernst zu nehmen.
Für Leser, die Dark Romance als Eskapismus mit klaren moralischen Grenzen lesen möchten, könnte dieser Roman zu intensiv sein. Wer jedoch Geschichten mag, die sich wie ein schöner Albtraum anfühlen – verführerisch, gefährlich und emotional überwältigend –, wird in "König von Fleisch und Knochen" genau das finden. Bitte achtet ganz dringend auf die Triggerwarnungen.
Ich widme mich jetzt Band 2 👋🏻
Cheers 🥂