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Romane

Karnstedt verschwindet

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Über das Buch

Ein packend erzählter Roman über provinzielle Enge, die Schwierigkeit des Erwachsenwerdens und über subtile Machtspiele. Über zwanzig Jahre lang hat Simon seinen Jugendfreund Karnstedt nicht mehr gesehen. Jetzt ist Karnstedt verschwunden und Simon als sein Nachlassverwalter eingesetzt. Ein lange zurückliegendes gemeinsames Geheimnis scheint der Grund für die rätselhaften Ereignisse zu sein. Simon muss sich endlich der Vergangenheit stellen. Bei Simons Ankunft ist das Haus verwüstet und Karnstedt verschwunden. Sein Auto und ein paar Kleidungsstücke am Strand sind das Einzige, was von ihm gefunden wird. Simon wird in dem alten Haus überrollt von den Erinnerungen und Bildern aus jener Zeit, als er Karnstedts einziger Freund war: Karnstedt, der geniale Glatzkopf, dem die Natur kein Körperhaar hatte wachsen lassen, provozierte mit seinem Anderssein seinen Klassenkameraden Tummer und dessen schwäbische Kleinstadtclique. Der kleingewachsene, eher schwächliche Simon versuchte, Karnstedt zu schützen - und in einer gefährlichen Situation werden sie Freunde. Doch es gibt noch etwas anderes, das sie verbindet - ihre Leidenschaft für Fossilien. In ihren Tagträumen flüchten sie aus der provinziellen Enge, und sie sehen sich schon als berühmte Paläontologen und Forschungsreisende. Doch Karnstedt hängt nicht nur Träumen nach, er will sich ganz konkret an seinen Peinigern rächen. Geschickt benutzt er Simon als Werkzeug. Auf der Abiturfahrt kommt es zur Katastrophe. Der Preis, den die beiden Freunde dafür zahlen müssen, ist hoch.

Editionen (3)

ISBN9783813502930
VerlagKnaus
Erscheinungsdatum16.02.07
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

2 Rezensionen

3,3

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  • Sehr altes Buch. Meiner Meinung nach sehr verwirrend geschrieben.

    28. Juli 2024

  • kingofmusic
    kingofmusic

    224 Follower

    5,0

    Einmal Freunde, immer Freunde? „Karnstedt und Simon waren Gefangene oder Soldaten im Kampf gegen die Welt oder […] Schiffbrüchige auf einer einsamen Insel.“ (S. 161) Simon und Karnstedt – zwei ungleiche Freunde, die eins verbindet: sie werden in der Schule gemobbt. Karnstedt wegen seiner Haarlosigkeit aufgrund eines Gendefekts, Simon wegen seines Kleinwachstums. Außenseiter verbinden sich üblicherweise. Doch hält die Freundschaft ein Leben lang? Nun, (nicht nur) dieser Frage geht Autor Alexander Häusser in seinem jetzt neu aufgelegten und beim Bielefelder Pendragon-Verlag erschienenen Roman „Karnstedt verschwindet“ (Erstveröffentlichung: 2007, jetzt überarbeitet und erweitert) nach und packt auf 220 Seiten so viel Themen, wo andere Autor:innen je Thema ein Buch über 400 Seiten schreiben. Aber länger ist nicht immer besser. Das stelle ich in letzter Zeit immer wieder fest…Egal, zurück zu Karnstedt. Selbiger ist verschwunden und jetzt steht Simon vor dem „Trümmerhaufen“ des Karnstedt´schen Nachlasses in Dänemark. Während er die Papiere ordnet, erinnert er sich… …und nimmt die Leser:innen mit auf eine Reise in die Hintergründe einer besonderen Freundschaft, eines Geheimnisses seit Jugendtagen und in die Gefühlswelten von (pubertierenden) Jungs, die auf der Suche nach sich selbst manchmal auch jemand anderes finden und diesen Jemand am liebsten auf ewig an sich binden würden – manchmal auch zu einem hohen Preis. Alexander Häusser vermeidet es durch seine grandiose empathievolle Figurenzeichnung geschickt, dass man als Leser:in nur Mitleid mit Karnstedt und Simon oder nur „Hass“ für den Obermobber Tummer empfindet. Nein, jeder Charakter darf Stärken und Schwächen und somit komplett andere Seiten zeigen als die, die für ihn von Vornherein „festgelegt“ sind. Das ist großes Autorenkunst(hand)werk! Ein Roman, der nachwirkt und wie schon „Noch alle Zeit“ (ebenfalls von Alexander Häusser) einen Dauerplatz in meiner Bibliothek bekommt! 5* und absolute Leseempfehlung! ©kingofmusic

    1. Dez. 2023

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