Juden zählen nicht

Juden zählen nicht

Hardcover
3.03

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Beschreibung

„Wer gegen Rassismus und gegen Antisemitismus ist, wer keine blinden Flecken mag, aber dafür gute Sachbücher, sollte dieses Buch lesen“. So schrieb 2021 Nele Pollatschek nach dem Erscheinen dieses Buches unter anderem Titel. „Jews don’t count“ – „Juden zählen nicht“ ist nach dem 7. Oktober auch in Deutschland zum geflügelten Wort geworden – und eine bittere Wahrheit von Nahost- bis zu Aiwanger-Debatten. Hanser veröffentlicht das bedeutende Buch darum neu mit dem übersetzten Original-Titel und einem aktuellen Vorwort David Baddiels. Dieses Buch richtet sich an alle Menschen mit gutem Gewissen. Natürlich sind sie gegen Homophobie, Rassismus und andere Arten der Diskriminierung. Sicher sind sie auch gegen Antisemitismus in jeder Form. Aber zählen Juden wirklich genauso in den Debatten der Gegenwart? David Baddiel ist in Großbritannien berühmt als politischer Kommentator und Comedian. Als prominente jüdische Stimme stellt er bohrende Fragen: Gelten Juden wirklich als handfest bedroht, genau wie andere Minderheiten? Und falls nicht – warum?

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Hardcover
Seitenzahl
144
Preis
22.70 €

Autorenbeschreibung

David Baddiel wurde 1964 geboren, er lebt in London und ist Comedian, Fernsehdarsteller und Autor. Seine Romane und Kinderbücher sind Bestseller, sein Twitter-Account hat über 730000 Follower. Bei Hanser erschien: Und die Juden? (2021). Bei Twitter

Beiträge

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Ich habe mich entschieden, hier keine Sternebewertung zu vergeben, denn es fühlt sich nicht so an, als würde es mir zustehen. Ich habe das Buch gelesen und bin sehr froh darüber und gleichzeitig bedauere ich, dass das Buch sehr viel mehr hätte sein können, wenn es weniger Twitter-Streits und mehr auch außerhalb Großbritanniens nachvollziehbare Anekdoten beinhaltet hätte. Die Stärke des Buchs, das auf Deutsch "Und die Juden" heißt, ist das klare Aufzeigen, dass Jüdinnen*Juden eben nicht "weiß" sind, wie es häufig von Anti-Rassist*innen dargestellt wird. Baddiel macht klar, dass Antisemitismus als eine Form des Rassismus auch deshalb besonders perfide wirkt, weil Jüdinnen*Juden gleichzeitig als "minderwertig" und "übermächtig" hingestellt werden. Das führt dazu, dass sie auch (und insbesondere) in progressiven, linken, Kreisen als weniger schützenswert gelten als andere von Rassismus betroffene Personen. Was mich sehr gestört hat beim Lesen waren die permanenten Seitenhiebe auf andere marginalisierte Gruppen (auffällig oft trans Personen), deren Diskriminierung laut Baddiel angeblich verpönt sei und dafür sorgen würde, dass den Diskriminierenden die Unterstützung entzogen würde (bspw. J.K. Rowling). Baddiel behauptet, dass jede Form von Menschenfeindlichkeit geächtet sei, außer der Antisemitismus und das ist erstens so nicht richtig und zweitens rückt es den richtigen und wichtigen Punkt (dass Antisemitismus vielen viel zu egal ist) hinter diese aufrechnende Spalterei zurück. Es ist vollkommen legitim, dass Baddiel ein Buch schreibt, in dem er einfach mit "den Linken" abrechnen will. Aber leider kommt das bei mir so an, als würde der herrschende Antisemitismus in der Dominanzgesellschaft letztlich weniger schaden, als der in progressiven Kreisen.

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