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"Jetzt bin ich aus mir selbst verwiesen worden"

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Über das Buch

Schon in ihrer Kindheit wurde Elfriede Jelinek von Wilhelm Mllers �Winterreise�-Zyklus und dessen Vertonung durch Franz Schubert inspiriert. In den beiden fr�hen Romanen �Lust� und �Die Klavierspielerin� nahm sie intertextuell Bezug auf M�llers Vorlage. Ihr j�ngstes Drama �Winterreise� pr�sentiert sich schlie�lich als elegischer Gipfelpunkt, in dem die Sehnsucht nach romantischer Innerlichkeit einer radikalen Negation von Subjektivit�t entgegengestellt wird. Jelinek adaptiert M�llers erz�hlende Lyrik um einen nach missgl�ckter Liebe ausziehenden Vagabunden, dessen Selbst sich an der unheilvollen Au�enwelt zu verlieren droht. Das Bewusstsein einer br�chig gewordenen Welt, das sich im 19. Jahrhundert herausbildete, wird zur Chiffre einer von Banken- und Medienskandalen durchsetzten Gegenwart. Die daraus resultierende Erudierung des Identit�tsbegriffes ist Gegenstand von Bj�rn Hayers Analyse der Jelinek'schen �Winterreise�. Er konstituiert eine �sthetische Beziehungsstiftung zu M�llers romantischer Vorlage �ber die Jahrhundertgrenzen hinweg und f�hrt existenzielle Gef�hle wie Heimatlosigkeit, Entfremdung und Ohnmacht als epochen�bergreifende Konstanten vor Augen.

Editionen (1)

ISBN9783828829473
VerlagTectum Wissenschaftsverlag
Erscheinungsdatum20.04.12
Seitenzahl130

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