Jäger der Schatten

Jäger der Schatten

Taschenbuch
3.818
Fantasy Viktoriansches ZeitalterViktorianisches ZeitalterMonsterDark Fantasy

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Beschreibung

Düster-romantische Fantasy in einer viktorianischen Welt – für Leser*innen von Leigh Bardugo und Erin Morgensterns »Der Nachtzirkus«

»Manchmal, wenn ich durch die Gitterstäbe in ihre Gesichter blicke, stelle ich mir vor, dass in Wirklichkeit sie diejenigen sind, die in einem Käfig sitzen. Dass ich mich an einem sehr kleinen Ort der Freiheit befinde und die Welt um mich herum ein sehr großer Käfig ist, in dem sie alle gefangen sind.«

Schattenmädchen. Dämonin. Scheusal … Louise hat viele Namen. Eingesperrt in einen Käfig wird sie im Zirkus Ora als Monster ausgestellt. Ihr einziger Lichtblick ist Eli, der Trapeztänzer, der ihr mit seinem Windtanz das Herz gestohlen hat. Doch eines Nachts wird Eli von Unbekannten entführt, und als er Tage später zurückkehrt, ist er wie ausgewechselt, streitsüchtig und bösartig. Als Louise nach Antworten sucht, stößt sie auf eine uralte Legende, die nur im Flüsterton erzählt wird. Eine Legende über Wesen, die in den Schatten wohnen und sich an der Menschheit rächen wollen: die Achai …

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fantasy
Sub-Genre
Romantasy
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
416
Preis
17.50 €

Autorenbeschreibung

Rebecca Andel wurde 1992 in Wien geboren. Sie studierte Bildhauerei an der Wiener Kunstschule und begann anschließend ein Germanistikstudium an der Universität Wien. Neben dem Studium arbeitet sie als Übersetzerin und Lektorin. In ihrer Freizeit unternimmt sie gerne ausgedehnte Stadt-Spaziergänge, hört Musik oder bastelt alle möglichen und unmöglichen Dinge.

Beiträge

5
Alle
3

Das Buch hatte echt Potential. Leider bin ich den Figuren nie so richtig nah gekommen und leider war die Liebesgeschichte und selbst der Ausgang des Buches meiner Meinung nach viel zu vorhersehbar. Dennoch gab es ein paar schöne Momente und auch der Schreibstil hat mir gut gefallen.

4

Poah, das Buch wird noch einige Zeit in meinen Gedanken nachhängen! Die Stimmung und die Charaktere sind so prägnant, das man sich wie ein Teil dieser Welt fühlt! Eine Alternative 20er Jahre wie ich es empfinde. Die erste Hälfte spielt in einem Zirkus, und wir gehen mit ihm und den statisten auf die Reise! Ich liebe ja dad Zirkusthema und es hat viel Freude gemacht. Danach wird es sehr rasant und die Ereignisse überschlagen sich! Ein bisschen Friedhof der Kuscheltiere vibes: es kehrt jemand zurück und scheint nicht mehr ganz er selbst zu sein! Am Ende habe ich nur noch geheuelt, es war sehr emotional und doch so wunderschön. Ich kann es nach wie vor nicht wirklich in kein Genre einordnen! Eine Spoilerfrage die für mich nicht so stimmig war: Wenn schon lange auf diebische Raubzüge gegangen wird, wo ist das ganze geld? Ora muss ja in Geld schwimmen, das passt irgendwie nicht so ganz. Ich hatte irgendwie erwartet, dass er dieses vielleicht an jemanden abdrückt, was irgendwie in die Geschichte eingeflochten ist. Aber anscheinend nicht.

5

Die Autorin entführt uns hier in einer Welt,  die einerseits an unsere erinnert, im Viktorianisches Zeitalter, andererseits aber auch wieder nicht. Am ehesten passet die Beschreibung Fantasy mit viktorianischen Einflüssen.  Erzählt wird wird die Handlung aus der Sicht von Louise, die schon seit langer Zeit zu einem Zirkus gehört. Hier tritt sie in einem Käfig auf und gehört zu der Monstershow des Zirkus. Denn Louise unterscheidet sich äußerlich sehr von den anderen Menschen.  Als der Trapeztänzer Eli, in den Louise heimlich verliebt ist, sich ganz plötzlich sehr verändert, fängt sie an, Fragen zu stellen und Nachforschungen anzustellen, die auch Frage zu ihrer eigenen Identität beantworten.  Ich mochte Louise sehr. Sie macht zum Ende hin eine erstaunlich Wandlung durch, die mich überrascht hat. Neben Louise mochte ich Maku noch besonders gerne, aber auch Eli ist ein toller Charakter.  Insgesamt hat mich dieses Buch sehr positiv überrascht. Ich hätte aufgrund des Covers nicht mit so einer  düsteren und magischen Geschichte gerechnet, die mich sehr in den Bann gezogen hat. Für mich war das Buch ein richtiges Highlight. 

4

Bei "Jäger der Schatten" war es um mich schon geschehen, als ich dieses wundervolle Cover gesehen habe - es machte mich einfach direkt neugierig auf die Geschichte dahinter. Auch der Klappentext versprach mir eine tolle Geschichte und so habe ich mich sehr darauf gefreut in die Tiefen dieser Welt einzutauchen. In diesem Buch begleiten wir Louise, die aufgrund ihres ungewöhnlichen Aussehens viele Namen hat - keiner davon ist schmeichelhaft. Sie lebt im Zirkus und muss dort alle Demütigungen der Besucher über sich ergehen lassen. Ihr einziger Lichtblick am Tag ist der Moment, wenn sie Eli, dem Trapeztänzer, bei seiner Aufführung zuschauen kann. Doch plötzlich wird Eli entführt und als er Tage später zurück kommt, ist er nicht mehr der Eli, den Louise kannte. Er ist komplett ausgewechselt und Louise vertraut ihm nicht mehr. Als sie der Sache nachgeht, stößt sie auf eine alte Legende, die man sich nur flüsternd weiter erzählt - über Wesen, die in den Schatten wohnen und Rache an den Menschen fordern. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es genossen habe, diese Geschichte zu lesen. Zwar wäre noch ein wenig Luft nach oben, aber für mich war die Geschichte mal etwas Anderes. Gerade das Setting - wann liest man schon mal eine Geschichte, die im Zirkus spielt? Es hat mir wirklich gefallen, dass dieses Buch allein damit heraussticht. Auch die Geschichte konnte mich überzeugen, da es für mich sehr spannend war, Louise auf ihrer Suche nach Antworten zu begleiten. Zu erleben, wie sie sich auch über Anweisungen hinwegsetzt und versucht, eine Lösung zu finden hat mich einfach begeistert. Zwar finde ich ihren Umgang mit dem Odinskraut etwas fraglich, da dies falsche Bilder an vor allem jüngere Leser und Leserinnen vermitteln könnte, aber ich fand es dennoch interessant zu sehen, wie sehr dieses Kraut ihre Wahrnehmung beeinträchtigt und sie trotz der Abhängigkeit immer ein Stückchen weiter bringt. Die Charaktere fand ich teilweise etwas blass, weshalb ich einige davon nicht wirklich einschätzen konnte. Da hätte ich mir eine bessere Ausarbeitung erhofft, aber sie passten dennoch meist gut ins Geschehen. Louise war eher eine ruhige Person, die zwar gedanklich eine eigene Meinung hatte, diese aber leider nur äußerst selten mit den anderen geteilt hat - ich denke, dass dies gerade daran liegt, wie sie aufgewachsen ist und es ihr somit an genügend Selbstvertrauen mangelt. Aber ich hätte mir gewünscht, dass sie sich auch mal für sich selbst einsetzt und den anderen so zeigt, dass sie auch stark sein kann, wenn sie das möchte.  Mein liebster Charakter in dem Buch war definitiv der kleine Maku, der zwar hörte, was Louise ihm sagte, aber dennoch nach seinem eigenen Kopf gehandelt hat. Er wollte beweisen, dass er nicht nur ein Kind ist, sondern auch helfen kann, wofür ich ihn einfach nur noch niedlicher fand. Er hat sehr viel Positives in diese Geschichte gebracht und ist dabei mein kleiner Held geworden. Auch wenn diese Geschichte noch Potential gehabt hätte, etwas "Größeres" zu werden, finde ich sie dennoch total gelungen und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Das Ende war so anders, als ich es mir vorher gedacht hatte, aber passte dennoch gut in die Geschichte. Also wer mal etwas Neues lesen möchte, wird mit "Jäger der Schatten" definitiv seine Freude haben.

4

Jäger der Schatten‘ von Rebecca Andel habe ich auf Netgalley gesehen und musste es sofort haben. Das Cover, der Klappentext – genau mein Ding. Düster, viktorianische Welt, ein Zirkus. Und tatsächlich gefiel es mir auch sehr, vor allem die Stimmung der Geschichte und die Protagonistin haben es mir angetan, wobei ich mir hier und da mehr Erklärungen gewünscht hätte. Rebecca Andel schreibt sehr einnehmend, bildhaft und metaphorisch. Ich lese diese Art des Schreibens sehr gerne, sie hat so etwas Erhabenes und Vornehmes. Es passt auf alle Fälle zum viktorianischen Setting, denn es wirkt wie aus der Zeit gefallen und lässt sich trotzdem so gut lesen. Das Zirkuszelt auf dem Cover verrät schon, wo die Geschichte spielen wird. Zirkus Ora, der Ort, an dem Monster gezeigt werden, Scheusale und Schrecknisse. Ich bin immer noch so angetan von der Stimmung im Zirkus, habe mich abwechselnd an ‚Das letzte Einhorn‘ und ‚Big Fish‘ erinnert gefühlt. Eine sehr dichte Atmosphäre, mit düsterem Grundton und der im Schatten lauernden Gefahr. Doch Monster sind oftmals eher die, die vor den Gitterstäben stehen und das Verurteilen, das sie nicht kennen. Denn Protagonistin Louise schaut zwar anders aus wie die Menschen, doch hat sie das Herz am rechten Fleck. Ein Schattenmädchen, das nicht weiß, warum sie so ist wie sie ist. Als Waise hat sie im Zirkus ein neues Zuhause gefunden, neben den ganzen anderen Sonderlingen und Einzelgängern. Dort fühlt sie sich sicher und nicht ganz so absonderlich wie in der großen weiten Welt. Und dann ist da noch Eli, der Louise mit seinem Windtanz verzaubert. Doch als dieser entführt wird und völlig verändert zurückkommt, ist Louise im Zirkus nicht mehr sicher.. Leider spielt nur der erste Teil der Geschichte im Zirkus, was ich sehr schade fand. Auch wenn mir der Plot gut gefallen hat, hätte ich gerne noch mehr Zeit dort verbracht. Einfach, weil es so eine fremde Welt für mich ist, faszinierend und ja, von mir auch ein bißchen romantisiert. Doch Louise sucht Antworten, und die findet sie nicht dort. Ich habe sie gerne begleitet, und finde auch toll, wie sie sich entwickelt hat. Von einem unsicheren Mädchen zu einem, das weiß, was sie zu tun hat und sich dabei auch mal über Regeln hinwegsetzt. Sie ist sehr vielschichtig dargestellt, nicht immer nett oder liebenswürdig, sondern schon auch mal verletzend oder unfair. Ich mochte sie sehr und würde gerne noch mehr von ihr lesen. Die Geschichte startet sehr ruhig und atmosphärisch, es wird sich viel Zeit genommen zu erzählen. Selbst actionreichere Szenen erhöhen das Tempo nicht und ich fühle mich richtig wohl. Es ist spannend, aber nicht so atemlos, das man durch die Seiten hetzt. Erst nach ca. Dreiviertel des Buches ändert sich das schlagartig. Und ich bin ziemlich froh darüber, denn ich hätte am liebsten alles auf einmal erfahren. Es passiert so viel, es wird viel aufgedeckt und erklärt und ich kann gar nicht mehr aufhören zu Lesen. Trotzdem fand ich, dass es sich die Autorin bei manchen Wendepunkten zu leicht gemacht hat. Sie präsentiert eine Lösung, erklärt aber nicht, wie diese zustande kam. So à la: Ich weiß jetzt nicht, wo das herkam oder wie das passieren konnte, aber es ist jetzt halt so. Das ist mir dreimal aufgefallen und fand ich etwas unbefriedigend. Nichtsdestotrotz mochte ich die Geschichte sehr, vor allem die düstere Grundstimmung und auch die Idee dahinter. Und auch wenn das Buch mit „düster-romantisch“ wirbt, fand ich es kaum romantisch. Vielleicht kamen die Gefühle einfach nicht so bei mir an, wie sie bei anderen LeserInnen wirken könnten. Doch die Liebesgeschichte ist mehr der Auslöser der ganzen Story als der dominierende Faktor. Mir hat es nicht gefehlt, die Geschichte punktet mit ganz anderen Dingen. 4 Sterne.

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