Ivanhoe

Ivanhoe

Taschenbuch
3.516
Robin HoodArme RitterHistorischer RomanRitterlichkeit

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Beschreibung

Als Ritter Wilfried von Ivanhoe im 12. Jahrhundert von einem Kreuzzug nach Palästina heimkehrt, findet er sein Heimatland England verändert vor: Johann, der Bruder von König Richard Löwenherz, hat die Abwesenheit des rechtmäßigen Königs dazu genutzt, sich mit Frankreich zu verbünden und die Macht an sich zu reißen. Die Folgen der ungeliebten Allianz erfahren die angelsächsischen Edelleute am eigenen Leib: Ivanhoes Vater wird von drei normannischen Rittern bedrängt, die es auf seinen Besitz und auf seine Ziehtochter Lady Rowena abgesehen haben. Unterstützt von einem mysteriösen schwarzen Ritter geht Ivanhoe in den Kampf um die Ehre des Vaters, die Liebe Rowenas und um die Zukunft Englands. Dieses Meisterwerk des historischen Romans aus dem Jahre 1819 wurde mit großem Erfolg verfilmt und ist bis heute das meist gelesene Werk von Sir Walter Scott.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Historische Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
496
Preis
5.10 €

Beiträge

3
Alle
3

Liest sich sprachlich nicht ganz so leicht runter, aber man taucht in eine andere Welt ein:)

2

typische Schullektüre, nicht mein Fall

0.5

Ich möchte kein ungelesenes Buch mehr im Regal stehen zu haben. Bevor neue Bücher kommen, sollen erst sämtliche im Regal gelesen werden. Dabei beginne ich mit der GEOlino Edition, „12 Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur“. Die Bücher stammen aus dem Jahr 2006, den Großteil davon habe ich damals auch gelesen, aber nicht alle. Da ich mich aber an vieles nicht mehr erinnere arbeite ich mich durch die gesamte Reihe. Zugegebenermaßen bin ich in das elfte Buch der Reihe, „Ivanhoe“ von Walter Scott, nicht unvoreingenommen gestartet. Rittergeschichten entsprechen so gar nicht meinen Interessen, entsprechend habe ich das Buch auch nie vorher gelesen. Dennoch habe ich versucht, dem Buch eine Chance zu geben. Allerdings kann ich an dem Buch wenig Gutes lassen, und es unter keinen Umständen empfehlen. Der Inhalt und die Geschichte ist dabei das geringere Problem. Durch den Schreibstil, er soll wohl einer möglichst mittelalterlichen klingenden Redeweise entsprechen, fiel es mir zunächst sehr schwer, die Geschichte zu verstehen. Die Namen der Personen, beziehungsweise deren Titel, mit denen sie auch oft benannt werden, taten ihr Übriges dazu. Oft musste ich Sätze oder auch Abschnitte mehrmals lesen. Dies hat nicht nur meinen Lesefluss enorm gestört, auch habe ich so das Gefühl bekommen, Teile der Handlung nicht oder falsch verstanden zu haben. Die ganze Geschichte war dadurch für mich einerseits schwer nachzuvollziehen. An anderen Stellen war sie wiederum sehr vorhersehbar. Es kam zwar Abschnittsweise etwas Spannung auf, Spaß hatte ich beim Lesen aber nicht. Das weitaus schwerwiegendere Problem und für mich der Grund, dieses Buch absolut niemanden empfehlen zu können, ist der durchgehende Antisemitismus. Es werden laufend abwertende Stereotype in der Verhaltens- und Lebensweise eines jüdischen Nebencharakters bedient. Ein Teil der antisemitischen Vorurteile über angebliche jüdische Charakterzüge hat zwar einen Ursprung in der durch die christliche Bevölkerungsmehrheit erzwungenen Lebensweise der jüdischen Bevölkerung im Mittelalter. Der Autor geht allerdings deutlich darüber hinaus und lässt auch jegliche Kritik oder Einordnung vermissen. Bei der Tochter des jüdischen Charakters werden die Vorurteile sogar auf äußere Merkmale fortgeführt. Dabei ist die Religion des Nebencharakters und dessen Tochter nur in geringer Weise für die Geschichte entscheidend. Die Konflikte hätten sicherlich auch anders herbeigeführt werden können. Durch diese Problematik kann ich das Buch, ganz gleich das es ein Klassiker ist, wie bereits erwähnt niemanden empfehlen. Auch wenn der Autor damit ein damals neues Genre mitbegründet hat, sollten solche Werke im Laufe der Zeit kritisch betrachtet und nicht mehr jungen Lesern und Lerserinnen nahe gelegt werden.

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