Ihm in die Augen sehen

Ihm in die Augen sehen

Audio-CD
3.721
DramaSchuleKindesentführungEntführung

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Beschreibung

Am 28. Mai 1996 wird Sabine Dardenne auf offener Straße entführt. 80 Tage lang war sie in der Gewalt des perversen Pädophilen Marc Dutroux. Ein zwölfjähriges Mädchen – voller Angst, voller Verzweiflung, aber auch voller Widerstandskraft und beseelt von dem Willen zu leben. Erst neun Jahre später steht das Opfer dem Täter gegenüber – im Gerichtssaal. Kaum 20 Minuten dauert die Begegnung mit dem Mann, der ihr auf grausamste Weise die Kindheit nahm. Zu kurz, um der aufgestauten Wut und dem verdrängten Schmerz Luft zu machen. Wie Sabine Dardenne in ihrem Bestseller verzichtet dieses Hörbuch auf die Darstellung der täglichen Misshandlungen und beschränkt sich darauf, die Manipulation an der damals 12-jährigen zu beschreiben – denn niemand darf einem Perversen den Gefallen tun, ein solches Hörbuch als Anregung für seine abartigen Phantasien zu nutzen. Vier Mädchen hatten den Albtraum Marc Dutroux nicht überlebt. Unter der Regie von Harald Holzenleiter erzählt Marie Bierstedt das Schicksal von Sabine Dardenne derart bewegend, dass dem Zuhörer Schauer über den Rücken laufen. 5 CDs, ungekürzte Hörbuchinszenierung Gesamtspieldauer 625 Minuten

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Audio-CD
Seitenzahl
N/A
Preis
13.10 €

Beiträge

6
Alle
3

Schwierig so eine Geschichte zu bewerten. Es ist traurig und grausam was ihr geschehen ist, aber diese Geschichte hatte einige Stellen an denen ich mich fragte, warum hinterfragt sie mit 12 nichts, warum glaubt sie daran das er sie beschützen will... Auch nach ihrer Entführung ist ihr Verhalten sehr gelassen. Aber jeder Mensch ist anders und verarbeitet anders.

3.5

Keine leichte Lektüre

Ihm in die Augen sehen ist ein erschütterndes, mutiges und tief persönliches Buch, das mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat. Darum geht’s: Am 28. Mai 1996 wurde die damals zwölfjährige Sabine Dardenne entführt und 80 Tage lang gefangen gehalten. In Ihm in die Augen sehen erzählt sie ihre Geschichte – schonungslos, ehrlich und aus ihrer eigenen Perspektive. Es ist beeindruckend, dass Sabine Dardenne ihre Erlebnisse überhaupt teilt. Sie schreibt ohne Pathos, dafür mit einer direkten Klarheit, die zeigt, wie stark sie sein musste. Das Buch ist keine klassische Nacherzählung eines Verbrechens, sondern die Darstellung ihrer ganz eigenen Wahrnehmung. Genau das macht es so authentisch – und gleichzeitig schwer zu lesen. Was mich zwiegespalten zurückgelassen hat: Manche ihrer Reaktionen wirken schwer nachvollziehbar – etwa die Art, wie sie über ihren Entführer spricht oder mit dem Erlebten umgeht. Doch vielleicht ist genau das der Punkt: Jeder Mensch verarbeitet Trauma anders, und niemand kann wirklich beurteilen, wie man selbst in einer solchen Situation reagiert hätte. Fazit: Ihm in die Augen sehen ist kein Buch, das man „einfach liest“ – es ist ein Bericht, der unter die Haut geht. Es zeigt, wie viel Stärke nötig ist, um nach solch einer Erfahrung überhaupt Worte zu finden. Ein wichtiges, aber emotional sehr herausforderndes Werk.

4

Gänsehaut pur

Ich habe dieses Buch als Hörbuch geschmöckert und hatte eine Gänsehaut nach der anderen. Die Leserin hat es so toll gelesen, dass man das Gefühl hat dass Sabine vor einem sitzt und Dir Ihre Geschichte erzählt. Eine Geschichte die damals durch die Medien ging und die alleine schon bei dem Namen Marc Dutroux Gänsehaut macht. Ich ziehe den Hut, dass Sabine ihre Geschichte so schildern konnte um dieses Buch zu schreiben. Man sollte sich klar sein, auch wenn nichts detailliert dargestellt wird, auf was man sich bei diesem Buch einlässt. Da ich wie gesagt dieses Buch als Hörbuch gehört habe, weiß ich nicht ob dennoch im Buch eine Triggerwarnung enthalten ist, beim Hörbuch wurde nur darauf hingewiesen das die Briefe nicht vollständig zitiert werden. Ich glaube das sich das auch auf die Gedruckte Variante bezieht.

2

Eigentlich bin ich sehr vorsichtig damit ein Buch zu bewerten, in dem eine wahre Geschichte erzählt wurde. Ich möchte nicht über ein fremdes Leben werten, kann es letztendlich auch nicht, weil ich nicht in deren Schuhen gelaufen bin. Am 28.Mai 1996 wurde die 12-jährige Sabine Dardenne auf offener Straße von Marc Dutroux entführt und 80 Tage gefangen gehalten - in diesem Buch erzählt sie nun ihre Geschichte, die mich so fassungslos zurücklässt, dass es schwer ist, dafür Worte zu finden. Ich bin erschreckenderweise nicht fassungslos über das, was ihr angetan wurde - womit ich das Erlebte nicht verharmlosen will! -, sondern über ihr Verhalten. Auch wenn sie erst 12 Jahre alt war, kann ich nicht nachvollziehen, dass sie ihn als Retter sieht (und begründet nichtmal vor was er sie angeblich gerettet haben soll) und verabschiedet sich bei ihrer Rettung sogar mit einem Kuss von ihm. Sie nimmt niemals Hilfe in Anspruch und verweigert bis zum Prozess, der erst acht Jahre später stattfand, psychologische Hilfe. Sie schreibt in diesem Buch, dass sie während ihrer Gefangenschaft alles verarbeitet hätte und nur nach vorne schauen will. An sich löblich, aber schwer vorstellbar, dass man einfach einen Haken setzen kann. Zudem gleicht der Schreibstil in diesem Buch einer 12-jährigen, obwohl sie bereits 20 ist.

3.5

Sabine berichtet von über 70 Tagen in Gefangenschaft eines Serienmörders, dem Prozess von Dutroux und die Auswirkungen des Falls auf Belgiens Justizsystem und die Gesellschaft. Dabei ist sie selbstironisch, stark und unbeugsam. Es gibt in dem Erfahrungsbericht keine zu detaillierten Beschreibungen des Missbrauchs, was mir gefallen hat. Allerdings mochte ich den Schreibstil nicht. Er wirkte an einigen Stellen sehr hölzern, vielleicht ist die Übersetzung auch nicht gut gelungen. Trotzdem lesenswert!

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