Herrndorf: Eine Biographie | «Diese Biographie ist grandios gelungen, ganz genau recherchiert ... Durchaus auch ein Generationenbild.» Jörg Magenau, RBB
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Eine Biographie des Schriftstellers Wolfgang Herrndorf, vielen wahrscheinlich als der Verfasser von "Tschick" bekannt. Sehr interessant, mir zwar z.B. auch nicht so richtig bewusst, dass Herrndorf ursprüngliche Kunst/Malerei studiert hat und erst später zur Schriftstellerei fand. Insgesamt ein sehr interessantes und soweit ich es beurteilen kann gut recherchiertes Buch. Lediglich der Schreibstil war nicht so meins (darum die 4,5 Sterne) , aber das liegt vielleicht auch an meinen Erwartungen, dass ich bei einer Biographie einen etwas nüchternen Stil erwartet hätte. Aber das ist auch mein sehr subjektives Empfinden, und man kann sich auch in einer Biographie einer Person stilistisch auf verschiedenen Wegen nähern.
Die bewegende Biographie eines leider viel zu früh verstorbenen Künstlers, der gestartet ist als "erzählender Maler", dann aber irgendwann nur noch "anschaulicher Erzähler" sein wollte und seinen Weg konsequent gegangen ist. In beiden Schaffensperioden war er sicherlich eine Ausnahmeerscheinung. Durch sein Buch hat Tobias Rüther es geschafft, Wolfgang Herrndorf ein würdiges Denkmal zu setzen. Kenntnisreich und einfühlsam erzählt er den Lebensweg Herrndorfs, seine künstlerische Arbeit und Motivation, die Detailverliebtheit, den ihm typischen Humor und den Freundeskreis in der Berliner Kunstszene. Dann, nach der hoffnungslosen Diagnose, die enorme Produktivität im Wettlauf mit der Zeit, die ihm noch blieb, um noch zwei vielbeachtete, sehr unterschiedliche Romane fertigzustellen (Tschick und Sand) bis zum Freitod, als nichts mehr ging. Ein Buch, das mir sicher noch lang in Erinnerung bleiben wird.
Es gibt drei sehr tolle Sachen an dieser Biografie: Sie ist sehr gut geschrieben, sie erzählt vom Leben, weil sie auch von der traurigen Sinnlosigkeit des Sterbens erzählt und sie handelt von Wolfgang Herrndorf, den ich vor allem als Kulturkritiker schätzte. Nicht so gefallen hat mir, dass es eigentlich ein Fan-Buch ist. Viel Genie-Romantik und manchmal eifert sie auch Herrndorfs Stil nach. Hm. Vielleicht ist auch einfach alles noch zu nah dran. Lohnen- und Lesenswert ist sie aber alle mal.
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Eine Biographie des Schriftstellers Wolfgang Herrndorf, vielen wahrscheinlich als der Verfasser von "Tschick" bekannt. Sehr interessant, mir zwar z.B. auch nicht so richtig bewusst, dass Herrndorf ursprüngliche Kunst/Malerei studiert hat und erst später zur Schriftstellerei fand. Insgesamt ein sehr interessantes und soweit ich es beurteilen kann gut recherchiertes Buch. Lediglich der Schreibstil war nicht so meins (darum die 4,5 Sterne) , aber das liegt vielleicht auch an meinen Erwartungen, dass ich bei einer Biographie einen etwas nüchternen Stil erwartet hätte. Aber das ist auch mein sehr subjektives Empfinden, und man kann sich auch in einer Biographie einer Person stilistisch auf verschiedenen Wegen nähern.
Die bewegende Biographie eines leider viel zu früh verstorbenen Künstlers, der gestartet ist als "erzählender Maler", dann aber irgendwann nur noch "anschaulicher Erzähler" sein wollte und seinen Weg konsequent gegangen ist. In beiden Schaffensperioden war er sicherlich eine Ausnahmeerscheinung. Durch sein Buch hat Tobias Rüther es geschafft, Wolfgang Herrndorf ein würdiges Denkmal zu setzen. Kenntnisreich und einfühlsam erzählt er den Lebensweg Herrndorfs, seine künstlerische Arbeit und Motivation, die Detailverliebtheit, den ihm typischen Humor und den Freundeskreis in der Berliner Kunstszene. Dann, nach der hoffnungslosen Diagnose, die enorme Produktivität im Wettlauf mit der Zeit, die ihm noch blieb, um noch zwei vielbeachtete, sehr unterschiedliche Romane fertigzustellen (Tschick und Sand) bis zum Freitod, als nichts mehr ging. Ein Buch, das mir sicher noch lang in Erinnerung bleiben wird.








