Biografien

Gespräche mit Manès Sperber und Leszek Kolakowski

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Über das Buch

In diesem Band sind zwei Fernsehgespräche festgehalten: Siegfried Lenz sprach vor der Kamera mit dem Schriftsteller Manès Sperber und dem Philosophen Leszek Kolakowski. Beiden Partnern ist eines gemeinsam: der jeweils aufgrund individueller Erfahrungen vollzogene Bruch mit dem orthodoxen Marxismus. Um diese Erfahrungen kreisen beide Gespräche - um Sachverhalte also, die nur behutsam zu Tage gefördert werden können. So werden beide Gespräche - über das bloße Abfragen biographischer Details hinaus - zum Gedankenaustausch, zur Begegnung, zu spontaner Partnerschaft.

ISBN9783455051254
VerlagHoffmann und Campe
Erscheinungsdatum01.04.80
Seitenzahl256

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  • astroeva
    astroeva

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    Damals gut

    22. Sept. 2023

Autorin / Autor

Über Siegfried Lenz

Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, gestorben 2014 in Hamburg, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seit seinem Debütroman Es waren Habichte in der Luft von 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Mit den masurischen Geschichten So zärtlich war Suleyken hatte er 1955 seinen ersten großen Erfolg, Sein Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (z. B. Der Mann im Strom, 1957, oder Brot und Spiele, 1959) und mit dem Nationalsozialismus bzw. seiner Aufarbeitung. Zu Lenz’ größtem Erfolg wurde der 1968 erschienene Roman Deutschstunde. Bis heute ist die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht, eine bestechende Entlarvung eines pervertierten Pflichtgefühls. Das Buch wurde verfilmt, avancierte zur Pflichtlektüre an Schulen und war international ein großer Erfolg. Der Deutschstunde folgten viele weitere große Romane (Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994, Landesbühne, 2009), welche Siegfried Lenz neben Schriftstellern wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren machte. Sein zweiter Roman Der Überläufer erschien postum im Jahr 2016 und wurde ein großer Erfolg. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Gerhart-Hauptmann-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009.

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