Gebrauchsanweisung für Schweden
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Beschreibung
Pippi Langstrumpf, Männer mit Kinderwagen und leuchtend rote Holzhäuser – die Autorin spürt ihrer Sehnsucht nach und verrät, wie Wintersport in Schweden zum Volksfest wurde und womit Köttbullar und Safrankuchen am besten schmecken. Weshalb es hier kaum Ikea-, aber so viele Antikmärkte gibt. Was Gotland zum Paradies für Alleinreisende macht und was bei dreimonatiger Dunkelheit gegen Schwermut hilft. Wieso der Wodkagürtel so locker sitzt und der Polarkreis gleichzeitig in zwei Richtungen wandert. Dass bei den Schweden schon die Nationalhymne von der Liebe der Natur erzählt. Wie es wirklich um die supersoziale Marktwirtschaft bestellt ist. Und was Sie tun sollten, wenn Sie beim Himbeerpflücken von einem Elch überrascht werden.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Antje Rávik Strubel, 1974 in Potsdam geboren, aufgewachsen in Ludwigsfelde, arbeitet nach Ausbildung zur Buchhändlerin und Studium als Übersetzerin und Schriftstellerin. Sie lebt in Potsdam und veröffentlichte u.a. die Romane »Tupolew 134«, »Kältere Schichten der Luft«, »Sturz der Tage in die Nacht« und »In den Wäldern des menschlichen Herzens«. Bei Piper erschienen von ihr die »Gebrauchsanweisung für Schweden«, »Gebrauchsanweisung für Potsdam und Brandenburg« sowie »Gebrauchsanweisung fürs Skifahren«. Antje Rávik Strubel wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Buchpreis 2021 für ihren neuen Roman »Blaue Frau«.
Beiträge
Geht so eine "Gebrauchsanweisung"? Vom Titel bin ich irre geführt wurden und erwartete wohl strukturierte Kapitel zu der Geschichte des Landes, der Kultur, den Festtagen, Traditionen, den Städten, aber Strubel schreibt in Anekdoten und Geschichten. Die Kapitel hängen lose zusammen und nie bleibt es bei einem Thema, da wird wild gesprungen und erst im letzten Kapitel über die Samen, findet in ein, zwei Absätzen Midsommar Erwähnung. Die Geschichten, die sie zu ihrem eigenen Häuschen in Schweden erzählt oder zur Teilnahme ihres Vaters am Vasa-Lauf, sind zumindest lustig und mit Witz beschreibt und erzählt sie auch alles andere in dem kurzen Buch - allerdings fehlte mir ein wenig die Struktur und die Tiefe. Es werden auch viele Klischees ausgeschlachtet: Schweden reden nicht, umarmen nicht und hassen Lob und alle lieben ihr fortschrittliches Land. Dass auch in Schweden nicht immer alles "bullerbü" ist und die Politik sich massiven Problemen (und rechten Strömungen) stellen muss, findet kaum Erwähnung. Schade! Immerhin lässt sie die Rolle Schwedens im zweiten Weltkrieg nicht außen vor, die ja sonst so gern verschwiegen oder verschoben wird, wenn man sie als "neutral" beschreibt. Ich zumindest finde nichts Neutrales daran, die deutsche Wehrmacht mit Eisenerz zu versorgen, während die Nachbarländer noch unter der Besetzung leiden. (Wobei sich Schweden mit Finnland als Nachbarland ja auch gewissermaßen im Klammergriff zwischen Sowjetunion und Deutschem Reich befand). Ihr Stil ist locker und witzig und entlockte mir einige Lacher beim Lesen. Vor allem, wenn sie die schwedischen Landsleute beschreibt oder die ewig währende Feindschaft zwischen Stockholmern und Göteborgianern. Göteborg und Stockholm finden massig Erwähnung, der "Norden" und Gotland direkt ein ganzes Kapitel, aber was ist mit den anderen "landskap"? Was mit den zwei großen Seen? Schwedens Nationalparks? Dem Göta-Kanal, der höchstens eine Randnotiz bleibt? Das Buch hat einige Schwächen, weswegen ich mich auch vorerst einer Wertung enthalte, ihr Schreibstil ist aber zumindest keine davon. Ich empfehle es zur Einführung, wenn man etwas Locker-Leichtes, Lustmachendes auf Schweden lesen möchte.
Beschreibung
Pippi Langstrumpf, Männer mit Kinderwagen und leuchtend rote Holzhäuser – die Autorin spürt ihrer Sehnsucht nach und verrät, wie Wintersport in Schweden zum Volksfest wurde und womit Köttbullar und Safrankuchen am besten schmecken. Weshalb es hier kaum Ikea-, aber so viele Antikmärkte gibt. Was Gotland zum Paradies für Alleinreisende macht und was bei dreimonatiger Dunkelheit gegen Schwermut hilft. Wieso der Wodkagürtel so locker sitzt und der Polarkreis gleichzeitig in zwei Richtungen wandert. Dass bei den Schweden schon die Nationalhymne von der Liebe der Natur erzählt. Wie es wirklich um die supersoziale Marktwirtschaft bestellt ist. Und was Sie tun sollten, wenn Sie beim Himbeerpflücken von einem Elch überrascht werden.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Antje Rávik Strubel, 1974 in Potsdam geboren, aufgewachsen in Ludwigsfelde, arbeitet nach Ausbildung zur Buchhändlerin und Studium als Übersetzerin und Schriftstellerin. Sie lebt in Potsdam und veröffentlichte u.a. die Romane »Tupolew 134«, »Kältere Schichten der Luft«, »Sturz der Tage in die Nacht« und »In den Wäldern des menschlichen Herzens«. Bei Piper erschienen von ihr die »Gebrauchsanweisung für Schweden«, »Gebrauchsanweisung für Potsdam und Brandenburg« sowie »Gebrauchsanweisung fürs Skifahren«. Antje Rávik Strubel wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Buchpreis 2021 für ihren neuen Roman »Blaue Frau«.
Beiträge
Geht so eine "Gebrauchsanweisung"? Vom Titel bin ich irre geführt wurden und erwartete wohl strukturierte Kapitel zu der Geschichte des Landes, der Kultur, den Festtagen, Traditionen, den Städten, aber Strubel schreibt in Anekdoten und Geschichten. Die Kapitel hängen lose zusammen und nie bleibt es bei einem Thema, da wird wild gesprungen und erst im letzten Kapitel über die Samen, findet in ein, zwei Absätzen Midsommar Erwähnung. Die Geschichten, die sie zu ihrem eigenen Häuschen in Schweden erzählt oder zur Teilnahme ihres Vaters am Vasa-Lauf, sind zumindest lustig und mit Witz beschreibt und erzählt sie auch alles andere in dem kurzen Buch - allerdings fehlte mir ein wenig die Struktur und die Tiefe. Es werden auch viele Klischees ausgeschlachtet: Schweden reden nicht, umarmen nicht und hassen Lob und alle lieben ihr fortschrittliches Land. Dass auch in Schweden nicht immer alles "bullerbü" ist und die Politik sich massiven Problemen (und rechten Strömungen) stellen muss, findet kaum Erwähnung. Schade! Immerhin lässt sie die Rolle Schwedens im zweiten Weltkrieg nicht außen vor, die ja sonst so gern verschwiegen oder verschoben wird, wenn man sie als "neutral" beschreibt. Ich zumindest finde nichts Neutrales daran, die deutsche Wehrmacht mit Eisenerz zu versorgen, während die Nachbarländer noch unter der Besetzung leiden. (Wobei sich Schweden mit Finnland als Nachbarland ja auch gewissermaßen im Klammergriff zwischen Sowjetunion und Deutschem Reich befand). Ihr Stil ist locker und witzig und entlockte mir einige Lacher beim Lesen. Vor allem, wenn sie die schwedischen Landsleute beschreibt oder die ewig währende Feindschaft zwischen Stockholmern und Göteborgianern. Göteborg und Stockholm finden massig Erwähnung, der "Norden" und Gotland direkt ein ganzes Kapitel, aber was ist mit den anderen "landskap"? Was mit den zwei großen Seen? Schwedens Nationalparks? Dem Göta-Kanal, der höchstens eine Randnotiz bleibt? Das Buch hat einige Schwächen, weswegen ich mich auch vorerst einer Wertung enthalte, ihr Schreibstil ist aber zumindest keine davon. Ich empfehle es zur Einführung, wenn man etwas Locker-Leichtes, Lustmachendes auf Schweden lesen möchte.




