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Fretten

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Über das Buch

Dem Elternhaus ist sie mit knapper Not entkommen, da bemerkt sie, die jüngste Tochter des Pleitebauern: Der Provinz entkommt man nicht. Also schließt sie sich einer Bande von Vandalen und Störenfrieden an, die die Provinz in die nahe Stadt tragen, den Schlachthof plündern und in Tierkadavern Drogen schmuggeln. Sie tanzen und sie wüten, sie spielen mit ihren Leben, weil sie es gewohnt sind, zu verlieren. Die Party ist erst aus, wenn die nächste beginnt, das Motto lautet »Überleben«. Bis plötzlich nicht nur die eigene Existenz auf dem Spiel steht: Sie gebiert einen Sohn, den sie liebt wie einen Erlöser, und wird in dieser Liebe zu einem Scheusal im Kampf gegen die Sterblichkeit.Fretten ist ein Bastard, ein Bankert, ein Mischling aus Lebensanklage und Liebeserklärung, gezeugt im Rausch der Verewigungssucht, im heiligen Zorn auf die Existenz und den Tod, geboren in Trümmern aus der Lust am Tabubruch. Es nennt beim Namen, was einen Namen hat, und zwar nicht zwischen den Zeilen, sondern Schwarz auf Schwarz, mit Sprachgewalt und einem Galgenhumor, dass einem die Luft wegbleibt.

Editionen (2)

ISBN9783990272718
VerlagJung u. Jung
Erscheinungsdatum25.08.22
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

9 Bewertungen

1 Rezensionen

3,7

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  • lisapoem
    lisapoem

    11 Follower

    3,0

    Nachdem mir ein anderer Roman der Autorin wirklich gewaltig gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf diesen gefreut. Die Geschichte ist ähnlich - Fragmente, keine durchgehende Handlung, das Leben als Kampf mit wenig schönen Momenten. Und wieder kein gutes Wort über die Kindheit. Die allumfassende Negativität - die Bosheit, die allen Menschen angedichtet wird, die grenzenlose Abneigung gegen alles, das vielleicht schön und angenehm sein könnte - war mir alles in allem zu viel. Ich konnte den ausnahmslos schlechten Erinnerungen an das Familienleben noch einiges abgewinnen, aber nach etwa ⅓ des Buches wurden mir das Negative und auch die immer recht ähnlichen Wortspielereien einfach zu übermächtig und teilweise zu aufgesetzt. War leider nicht ganz mein Fall, kann ich nicht uneingeschränkt empfehlen.

    27. Nov. 2025

Autorin / Autor

Über Helena Adler

Geboren 1983 in Oberndorf, gestorben 2024 in Salzburg. Sie studierte Malerei am Mozarteum sowie Psychologie und Philosophie an der Universität Salzburg. Ihr Roman Die Infantin trägt den Scheitel links stand 2020 auf der Longlist zum Deutschen und auf der Shortlist zum Österreichischen Buchpreis. Zuletzt erschien der Roman Fretten, auch mit ihm war sie für den Österreichischen Buchpreis nominiert.

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