Frankenstein oder Der neue Prometheus
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Beschreibung
Buchinformationen
Merkmale
1 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beiträge
Das lohnt sich
Es fällt mir schwer, meine Empfindungen zu diesem Buch in Worte zu fassen. Und vielleicht ist genau das schon ein Zeichen dafür, wie sehr es mich getroffen hat. Stellenweise war es echt zäh. Aber gerade in dieser Schwere liegt seine Wucht. Immer wieder musste ich nach einem Satz das Buch zuklappen, innehalten, atmen und die Worte erst einmal sacken lassen. Dieses Buch erzählt von Schmerz. Von zwei gequälten Seelen, die sich umeinander winden wie offene Wunden. Es ist leise und zugleich unerbittlich. Moralisch komplex und tief gehend. Du hast den Film gesehen und fragst dich, ob sich das Buch trotzdem lohnt? Ja. Unbedingt.

„Hüte dich denn ich bin furchtlos, und deshalb bin ich mächtig.“
Wow, was kann ich bloß sagen? Ich bin etwas überwältigt von diesem Buch. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich diese Geschichte vollkommen gefesselt. Für mich ist Frankenstein keine Gruselgeschichte, sondern eine Geschichte, in der die Begierden überhandnehmen und ein gewaltiges Auf und Ab der Gefühle auslösen. Frankensteins Monster wünschte sich nichts sehnlicher als Liebe und Zuneigung. Er möchte einfach nur dazu gehören. Er versucht sich seinen Weg ins Leben zu finden, als guter Freund, dennoch begegnet man ihm nur mit Angst und Abstoßung. Ich kann mich zwischen Mitgefühl und der „Verurteilung“ wegen seiner Taten, ihn gegenüber nicht entscheiden. Es ist wirklich ein sehr fesselnder und intensiver Roman, der auf jeden Fall seine Wirkung bei mir hinterlassen hat.
Eine düstere Meisterleistung der Weltliteratur 😍
Mary Shelleys Frankenstein ist für mich weit mehr als nur eine Gruselgeschichte – es ist ein tiefgründiger, kraftvoll erzählter Roman über menschliche Hybris, Verantwortung und Einsamkeit. In nur drei Tagen habe ich es gelesen. Das Buch entfaltete seine beklemmende Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Die tragische Geschichte von Viktor Frankenstein und seinem „Geschöpf“ zog mich förmlich in einen Strudel moralischer Fragen: Wer ist hier das wahre Monster – der Schöpfer oder das Erschaffene? Shelley verbindet philosophische Tiefe mit dramatischer Wucht, und ihre Sprache ist zugleich poetisch wie eindringlich. Ein Klassiker, der auch heute noch erschüttert, fasziniert – und mich nachdenklich zurücklässt.
Überraschend aber auch enttäuscht
Die Geschichte von Frankenstein dürfte den meisten zumindest in den Grundzügen bekannt sein, und so ging es auch mir. Dies minderte leider ein wenig den Reiz des Buches, da die Grundidee für mich nicht neu war. Der Verlauf der Erzählung wirkte daher oft vorhersehbar, und irgendwann liess ich mich darauf ein, das Buch vor allem für seine Dialoge und die Einblicke in die „menschliche“ Psyche zu lesen. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der Gefühlswelt des Monsters. Ich konnte seine Qualen und seine Verzweiflung nachfühlen, denn trotz seiner beinahe unmenschlichen Taten ist ihm tiefes Unrecht widerfahren. Auf der anderen Seite hatte ich erhebliche Schwierigkeiten mit Frankenstein. Er inszeniert sich als moralischen Menschen, weigert sich aber, Verantwortung für die Folgen seines eigenen Ehrgeizes und Schaffensdrangs zu übernehmen. Stattdessen sieht er sich durchweg als Opfer eines Fluchs. Das Buch zeigt, wie verhängnisvoll es sein kann, Gott spielen zu wollen, und wie unsere oberflächliche Wahrnehmung katastrophale Folgen haben kann – nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere. Dieser Strudel aus Schuld und Unheil ist zentral für die Erzählung. Die Sprache und die Dialoge haben mich an einigen Stellen durchaus berührt, wenngleich weniger, als ich zu Beginn erhofft hatte. Trotzdem ist dieser Klassiker zweifellos lesenswert, besonders für diejenigen, die Frankenstein und sein Monster noch nicht kennen und unvoreingenommen in die Geschichte eintauchen können. Gerade der Erzählstil hat mich überrascht, das wir viel über einen dritten Erzähler erfahren.

Ein klassischer Psychothriller
Wer Klassiker mag und Thriller mag der hat hier das Beste aus beiden Welten. Dieser Klassiker gibt eine so düstere Stimmung ab und die Gefühlswelt der Charaktere wird so gut beschrieben, dass man reingezogen wird und mitfühlt. Man erlaubt sich selbst schon bald nicht mehr so schnell zu urteilen und ist der Autorin vollkommen ausgeliefert in ihrem Gedanken-/ Gefühlsspiel. Außerdem soll das Werk noch dieses Jahr verfilmt werden für Netflix also kann man das gut davor noch einmal lesen.
Frankenstein ⚡✒️🧟♀️🕯️
"Doch es war alles ein Traum; keine Eva linderte meinen Kummer oder teilte meine Gedanken, ich war allein. Ich erinnerte mich an Adams Bitte an seinen Schöpfer. Doch wo war der meine? Er hatte mich verlassen. Und in der Bitterkeit meines Herzens verfluchte ich ihn." Ich ging mit der Erwartungshaltung an das Buch heran, einen klassischen Schauerroman zu lesen, und wurde von der Tiefgründigkeit der Melancholie sowie den intensiven Emotionen des Frankenstein-Monsters überrascht. Diese verleihen der Geschichte eine besondere Note und geben dem Monster eine gewisse Nahbarkeit und menschliche Tiefe. Zudem fande ich den Schreibstil sehr angenehm und poetisch, was den Lesefluss erleichterte. Generell konnte man die Geschehnisse sehr gut nachempfinden, und ich finde, dass die Geschichte viel Raum für unterschiedliche Interpretationen bietet. Jeder Leser kann sie auf seine eigene Weise deuten, doch ich denke, dass insbesondere die Themen familiärer Beziehungen und die Beziehung zu Gott eine zentrale Rolle spielen. Alles in allem hat mich dieser Roman wirklich tief berührt und ich würde ihn sehr empfehlen (besonders für Leute, die mit Klasssikern anfangen wollen)
So viel besser als erwartet! Anschaulich, feinfühlig und bewegend
Ausgegangen bin ich von einer gruseligen Geschichte, in der der Entstehungsprozess von Frankensteins Ungeheuer minutiös beschrieben wird. Tatsächlich gerät dies eher in den Hintergrund. Im Vordergrund steht die sehr feinfühlig beschriebene Entwicklung seines Ich-Bewusstseins und seiner Gefühlswelt. Mary Shelley hat die gesamte Geschichte so anschaulich und intelligent beschrieben - ich bin überaus positiv überrascht wie sehr mir das Buch am Ende gefallen hat!
Nicht nur zeitlos, sondern auch im übertragenen Sinne top aktuell.
Ich habe es zu Halloween gelesen und war überrascht, welch sprachliches Meisterwerk es ist. „Es war in einer trostlosen Novembernacht, als ich die Vollendung meiner Mühen vor Augen hatte. Mit einer Beklom-menheit, die fast einer Todesangst glich, breitete ich das Lebensinstrumentarium um mich aus, um dem leblosen Ding, das zu meinen Füßen lag, einen Lebensfunken einzuflößen. Es war schon ein Uhr früh; der Regen prasselte trübselig gegen die Scheiben, und meine Kerze war beinahe heruntergebrannt, als ich beim Schimmer des halberloschenen Lichts sah, wie das Wesen das stumpfe gelbe Auge aufschlug. Es atmete schwer, und ein krampfartiges Zucken durchlief seine Glieder.“ „Das vage Bild einer Szene unermesslichen Unheils tauchte vor mir auf, und ich ahnte dunkel voraus, dass es mir bestimmt war, der unglücklichste aller Menschen zu werden. Ach! Ich prophezeite richtig und fehlte nur in dem einen einzigen Umstand, dass ich bei allem Unglück, das ich mir ausmalte und befürchtete, nicht den hundertsten Teil der Qual voraussah, die ich noch erleiden sollte.“ Die Geschichte ist spannend und psychologisch. Man spürt das selbst verursachte Grauen Frankensteins beim Lesen am eigenen Leib. „Es blieb noch Raum für die Angst, solange irgendetwas geblieben war, das ich liebte. Mein Abscheu vor diesem Unhold lässt sich nicht ausmalen. Wenn ich an ihn dachte, knirschte ich mit den Zähnen, meine Augen liefen rot an, und ich wünschte mir glühend, jenes Leben aus-zulöschen, das ich so leichtfertig entflammt hatte. Als ich über seine Verbrechen und seine Bosheit nachdachte, sprengten mein Hass und Rachedurst alle Grenzen der Mäßigung. Ich hätte eine Wallfahrt zum höchsten Gipfel der Anden unternommen, hätte ich ihn, dort angelangt, zum Fuß des Berges hinabstürzen können. Ich wünschte mir, ihn wiederzusehen, um das äußerste Ausmaß meines Widerwillens an ihm auszulassen und Wilhelms und Justines Tod zu rächen.“ „Ach! Viktor, wenn die Lüge so sehr der Wahrheit gleichen kann, wer kann sich eines ungefährdeten Glücks sicher sein?“ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Klare Empfehlung.
Ich habe etwas gebraucht, um in Frankenstein von Mary Shelley hineinzufinden – die Sprache ist anspruchsvoll und die vielen Briefe sowie inneren Monologe fordern Geduld. Gerade diese Ausführlichkeit sorgt aber auch dafür, dass die Gedanken und moralischen Fragen Raum bekommen. Besonders spannend fand ich die philosophische Ebene: Was macht einen Menschen eigentlich zum Schöpfer? Und welche Verantwortung trägt man für das, was man erschafft? Die Geschichte ist weit mehr als nur ein „Monsterroman“ – sie ist eine intensive Auseinandersetzung mit Hybris, Einsamkeit, Ausgrenzung sowie den zerstörerischen Kräften von Neid und Rache. Manche Passagen waren mir etwas zu lang und gedanklich ausschweifend, doch genau darin liegt auch die literarische Wucht dieses Klassikers. Ein beeindruckendes Werk, das auch heute noch erschreckend aktuell wirkt und zum Nachdenken zwingt.

Langweilig und schwer verständlich
Das ist schwierig. Ich bin einfach null ins Buch reingekommen. Schon der Auftakt mit den Briefen fand ich sehr zäh. Leider wurde es auch nicht besser, als ich aufs Hörbuch gewechselt habe. Die Einblicke der Kreatur fand ich zwar stellenweise spannend, aber Victors Erzählung war Irgendwann so langweilig und weinerlich, dass ich ihm am liebsten geschüttelt hätte. Naja, ich war zumindest froh, als ich es beendet hatte, aber schlauer über den Inhalt würde ich erst, als ich eine Zusammenfassung im Internet gelesen habe. Hätte ich es gleich gemacht wäre mir das Buch erspart geblieben. Btw, der neue Film, der dazu im Kino und dann im stream läuft ist durchaus spannender.
Wenn man hier das später entstandene Theaterstück im Kopf hat, in dem Frankenstein in einem düsteren Turm das Monster erschafft, das von den Dorfbewohnern mit Mistgabeln und Fackeln verfolgt und von Viktor Frankenstein in Schutz genommen wird, dürfte hier etwas enttäuscht bzw. verwirrt werden. Das Original von Mary Shelley erzählt in Form eines Briefromans die Geschichte von Viktor Frankenstein, der in der Schweiz aufwächst als wissbegieriger junger Mann, der schon früh mit dem Tod der eigenen Mutter konfrontiert wird. Als er sein Studium der Naturwissenschaften beginnt, zeigt sich schnell sein Genie, dass selbst vor der Entwicklung neuen Lebens nicht halt macht. Ohne die Konsequenzen auch nur zu ahnen, erschafft er ein Monster, vor dem er sich in der ersten Sekunde seiner Erweckung ekelt und ängstigt. In der Hoffnung es nie wiederzusehen lebt er sein Leben weiter und zieht zurück in seine Heimatstadt. Doch dann geschieht ein Unglück nach dem anderen und Frankenstein ahnt wer der Täter ist. Als er das Gespräch mit dem Monster sucht, erfährt er wie ausgestoßen und allein sich dieses fühlt und welche Wut die Abneigung der Menschen in ihm auslöst. Hin und hergerissen zwischen den Wünschen des Monsters, seiner Wut und Willensstärke versucht Frankenstein einen Ausweg zu finden. Dabei sieht er sich mit dem Konzept von Moral, seiner eigenen Wut und Leidens sowie der Angst vor seiner übermächtigen Schöpfung konfrontiert. Schlussendlich stacheln sich die beiden Protagonisten gegenseitig auf und werden zu Jäger und Gejagten und stehen damit in einer extremen Abhängigkeit zueinander. Das Buch hat mich vorallem am Ende wirklich positiv überrascht. Während des Lesens fand ich es an der ein oder anderen Stelle tatsächlich etwas langwierig und nicht sehr spannungsgeladen. Aber die Darstellung von Moral, Kompromisse sowie Pattsituationen in den keine Entscheidung richtig zu sein scheint, empfand ich als äußerst spannend. Mary Shelley beschreibt hier eindrucksvoll, wie manche Entscheidungen keine zufriedenstellenden Lösungen entstehen lassen und was sich Missverstanden fühlen in menschlichen Wesen auslösen kann. Alles in allem bin ich froh das Buch gelesen zu haben, da es mir gut gefallen hat.
Anfangs zäh, dann richtig spannend. Tiefgründig und überraschend emotional. Klare Empfehlung.
Ich habe „Frankenstein“ endlich zu Ende gelesen. Da es ein Klassiker ist, wollte ich mir selbst ein Bild machen. Am Anfang fiel es mir eher schwer, dran zu bleiben, und ich bin beim Lesen oft abgeschweift. Mit der Zeit wurde die Geschichte aber immer spannender und hat mich dann richtig gepackt. Ich vergesse immer wieder, dass nicht das Monster Frankenstein heißt, sondern sein Schöpfer. Außerdem hatte ich im Kopf, dass das Monster eher gut ist und niemandem wirklich schadet. Das scheint durch Verfilmungen etwas verzerrt zu sein. Im Buch kann man jedoch stark mit dem Monster mitfühlen, auch wenn es schreckliche Taten begeht. Die Dialoge mit dem Monster fand ich sehr tiefgründig, und das Ende war wirklich gut und auch ziemlich traurig. Anfangs hätte ich das Buch nicht weiterempfohlen, aber nachdem ich es komplett gelesen habe, kann ich es auf jeden Fall empfehlen.

Merkmale
1 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Das lohnt sich
Es fällt mir schwer, meine Empfindungen zu diesem Buch in Worte zu fassen. Und vielleicht ist genau das schon ein Zeichen dafür, wie sehr es mich getroffen hat. Stellenweise war es echt zäh. Aber gerade in dieser Schwere liegt seine Wucht. Immer wieder musste ich nach einem Satz das Buch zuklappen, innehalten, atmen und die Worte erst einmal sacken lassen. Dieses Buch erzählt von Schmerz. Von zwei gequälten Seelen, die sich umeinander winden wie offene Wunden. Es ist leise und zugleich unerbittlich. Moralisch komplex und tief gehend. Du hast den Film gesehen und fragst dich, ob sich das Buch trotzdem lohnt? Ja. Unbedingt.

„Hüte dich denn ich bin furchtlos, und deshalb bin ich mächtig.“
Wow, was kann ich bloß sagen? Ich bin etwas überwältigt von diesem Buch. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich diese Geschichte vollkommen gefesselt. Für mich ist Frankenstein keine Gruselgeschichte, sondern eine Geschichte, in der die Begierden überhandnehmen und ein gewaltiges Auf und Ab der Gefühle auslösen. Frankensteins Monster wünschte sich nichts sehnlicher als Liebe und Zuneigung. Er möchte einfach nur dazu gehören. Er versucht sich seinen Weg ins Leben zu finden, als guter Freund, dennoch begegnet man ihm nur mit Angst und Abstoßung. Ich kann mich zwischen Mitgefühl und der „Verurteilung“ wegen seiner Taten, ihn gegenüber nicht entscheiden. Es ist wirklich ein sehr fesselnder und intensiver Roman, der auf jeden Fall seine Wirkung bei mir hinterlassen hat.
Eine düstere Meisterleistung der Weltliteratur 😍
Mary Shelleys Frankenstein ist für mich weit mehr als nur eine Gruselgeschichte – es ist ein tiefgründiger, kraftvoll erzählter Roman über menschliche Hybris, Verantwortung und Einsamkeit. In nur drei Tagen habe ich es gelesen. Das Buch entfaltete seine beklemmende Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Die tragische Geschichte von Viktor Frankenstein und seinem „Geschöpf“ zog mich förmlich in einen Strudel moralischer Fragen: Wer ist hier das wahre Monster – der Schöpfer oder das Erschaffene? Shelley verbindet philosophische Tiefe mit dramatischer Wucht, und ihre Sprache ist zugleich poetisch wie eindringlich. Ein Klassiker, der auch heute noch erschüttert, fasziniert – und mich nachdenklich zurücklässt.
Überraschend aber auch enttäuscht
Die Geschichte von Frankenstein dürfte den meisten zumindest in den Grundzügen bekannt sein, und so ging es auch mir. Dies minderte leider ein wenig den Reiz des Buches, da die Grundidee für mich nicht neu war. Der Verlauf der Erzählung wirkte daher oft vorhersehbar, und irgendwann liess ich mich darauf ein, das Buch vor allem für seine Dialoge und die Einblicke in die „menschliche“ Psyche zu lesen. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der Gefühlswelt des Monsters. Ich konnte seine Qualen und seine Verzweiflung nachfühlen, denn trotz seiner beinahe unmenschlichen Taten ist ihm tiefes Unrecht widerfahren. Auf der anderen Seite hatte ich erhebliche Schwierigkeiten mit Frankenstein. Er inszeniert sich als moralischen Menschen, weigert sich aber, Verantwortung für die Folgen seines eigenen Ehrgeizes und Schaffensdrangs zu übernehmen. Stattdessen sieht er sich durchweg als Opfer eines Fluchs. Das Buch zeigt, wie verhängnisvoll es sein kann, Gott spielen zu wollen, und wie unsere oberflächliche Wahrnehmung katastrophale Folgen haben kann – nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere. Dieser Strudel aus Schuld und Unheil ist zentral für die Erzählung. Die Sprache und die Dialoge haben mich an einigen Stellen durchaus berührt, wenngleich weniger, als ich zu Beginn erhofft hatte. Trotzdem ist dieser Klassiker zweifellos lesenswert, besonders für diejenigen, die Frankenstein und sein Monster noch nicht kennen und unvoreingenommen in die Geschichte eintauchen können. Gerade der Erzählstil hat mich überrascht, das wir viel über einen dritten Erzähler erfahren.

Ein klassischer Psychothriller
Wer Klassiker mag und Thriller mag der hat hier das Beste aus beiden Welten. Dieser Klassiker gibt eine so düstere Stimmung ab und die Gefühlswelt der Charaktere wird so gut beschrieben, dass man reingezogen wird und mitfühlt. Man erlaubt sich selbst schon bald nicht mehr so schnell zu urteilen und ist der Autorin vollkommen ausgeliefert in ihrem Gedanken-/ Gefühlsspiel. Außerdem soll das Werk noch dieses Jahr verfilmt werden für Netflix also kann man das gut davor noch einmal lesen.
Frankenstein ⚡✒️🧟♀️🕯️
"Doch es war alles ein Traum; keine Eva linderte meinen Kummer oder teilte meine Gedanken, ich war allein. Ich erinnerte mich an Adams Bitte an seinen Schöpfer. Doch wo war der meine? Er hatte mich verlassen. Und in der Bitterkeit meines Herzens verfluchte ich ihn." Ich ging mit der Erwartungshaltung an das Buch heran, einen klassischen Schauerroman zu lesen, und wurde von der Tiefgründigkeit der Melancholie sowie den intensiven Emotionen des Frankenstein-Monsters überrascht. Diese verleihen der Geschichte eine besondere Note und geben dem Monster eine gewisse Nahbarkeit und menschliche Tiefe. Zudem fande ich den Schreibstil sehr angenehm und poetisch, was den Lesefluss erleichterte. Generell konnte man die Geschehnisse sehr gut nachempfinden, und ich finde, dass die Geschichte viel Raum für unterschiedliche Interpretationen bietet. Jeder Leser kann sie auf seine eigene Weise deuten, doch ich denke, dass insbesondere die Themen familiärer Beziehungen und die Beziehung zu Gott eine zentrale Rolle spielen. Alles in allem hat mich dieser Roman wirklich tief berührt und ich würde ihn sehr empfehlen (besonders für Leute, die mit Klasssikern anfangen wollen)
So viel besser als erwartet! Anschaulich, feinfühlig und bewegend
Ausgegangen bin ich von einer gruseligen Geschichte, in der der Entstehungsprozess von Frankensteins Ungeheuer minutiös beschrieben wird. Tatsächlich gerät dies eher in den Hintergrund. Im Vordergrund steht die sehr feinfühlig beschriebene Entwicklung seines Ich-Bewusstseins und seiner Gefühlswelt. Mary Shelley hat die gesamte Geschichte so anschaulich und intelligent beschrieben - ich bin überaus positiv überrascht wie sehr mir das Buch am Ende gefallen hat!
Nicht nur zeitlos, sondern auch im übertragenen Sinne top aktuell.
Ich habe es zu Halloween gelesen und war überrascht, welch sprachliches Meisterwerk es ist. „Es war in einer trostlosen Novembernacht, als ich die Vollendung meiner Mühen vor Augen hatte. Mit einer Beklom-menheit, die fast einer Todesangst glich, breitete ich das Lebensinstrumentarium um mich aus, um dem leblosen Ding, das zu meinen Füßen lag, einen Lebensfunken einzuflößen. Es war schon ein Uhr früh; der Regen prasselte trübselig gegen die Scheiben, und meine Kerze war beinahe heruntergebrannt, als ich beim Schimmer des halberloschenen Lichts sah, wie das Wesen das stumpfe gelbe Auge aufschlug. Es atmete schwer, und ein krampfartiges Zucken durchlief seine Glieder.“ „Das vage Bild einer Szene unermesslichen Unheils tauchte vor mir auf, und ich ahnte dunkel voraus, dass es mir bestimmt war, der unglücklichste aller Menschen zu werden. Ach! Ich prophezeite richtig und fehlte nur in dem einen einzigen Umstand, dass ich bei allem Unglück, das ich mir ausmalte und befürchtete, nicht den hundertsten Teil der Qual voraussah, die ich noch erleiden sollte.“ Die Geschichte ist spannend und psychologisch. Man spürt das selbst verursachte Grauen Frankensteins beim Lesen am eigenen Leib. „Es blieb noch Raum für die Angst, solange irgendetwas geblieben war, das ich liebte. Mein Abscheu vor diesem Unhold lässt sich nicht ausmalen. Wenn ich an ihn dachte, knirschte ich mit den Zähnen, meine Augen liefen rot an, und ich wünschte mir glühend, jenes Leben aus-zulöschen, das ich so leichtfertig entflammt hatte. Als ich über seine Verbrechen und seine Bosheit nachdachte, sprengten mein Hass und Rachedurst alle Grenzen der Mäßigung. Ich hätte eine Wallfahrt zum höchsten Gipfel der Anden unternommen, hätte ich ihn, dort angelangt, zum Fuß des Berges hinabstürzen können. Ich wünschte mir, ihn wiederzusehen, um das äußerste Ausmaß meines Widerwillens an ihm auszulassen und Wilhelms und Justines Tod zu rächen.“ „Ach! Viktor, wenn die Lüge so sehr der Wahrheit gleichen kann, wer kann sich eines ungefährdeten Glücks sicher sein?“ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Klare Empfehlung.
Ich habe etwas gebraucht, um in Frankenstein von Mary Shelley hineinzufinden – die Sprache ist anspruchsvoll und die vielen Briefe sowie inneren Monologe fordern Geduld. Gerade diese Ausführlichkeit sorgt aber auch dafür, dass die Gedanken und moralischen Fragen Raum bekommen. Besonders spannend fand ich die philosophische Ebene: Was macht einen Menschen eigentlich zum Schöpfer? Und welche Verantwortung trägt man für das, was man erschafft? Die Geschichte ist weit mehr als nur ein „Monsterroman“ – sie ist eine intensive Auseinandersetzung mit Hybris, Einsamkeit, Ausgrenzung sowie den zerstörerischen Kräften von Neid und Rache. Manche Passagen waren mir etwas zu lang und gedanklich ausschweifend, doch genau darin liegt auch die literarische Wucht dieses Klassikers. Ein beeindruckendes Werk, das auch heute noch erschreckend aktuell wirkt und zum Nachdenken zwingt.

Langweilig und schwer verständlich
Das ist schwierig. Ich bin einfach null ins Buch reingekommen. Schon der Auftakt mit den Briefen fand ich sehr zäh. Leider wurde es auch nicht besser, als ich aufs Hörbuch gewechselt habe. Die Einblicke der Kreatur fand ich zwar stellenweise spannend, aber Victors Erzählung war Irgendwann so langweilig und weinerlich, dass ich ihm am liebsten geschüttelt hätte. Naja, ich war zumindest froh, als ich es beendet hatte, aber schlauer über den Inhalt würde ich erst, als ich eine Zusammenfassung im Internet gelesen habe. Hätte ich es gleich gemacht wäre mir das Buch erspart geblieben. Btw, der neue Film, der dazu im Kino und dann im stream läuft ist durchaus spannender.
Wenn man hier das später entstandene Theaterstück im Kopf hat, in dem Frankenstein in einem düsteren Turm das Monster erschafft, das von den Dorfbewohnern mit Mistgabeln und Fackeln verfolgt und von Viktor Frankenstein in Schutz genommen wird, dürfte hier etwas enttäuscht bzw. verwirrt werden. Das Original von Mary Shelley erzählt in Form eines Briefromans die Geschichte von Viktor Frankenstein, der in der Schweiz aufwächst als wissbegieriger junger Mann, der schon früh mit dem Tod der eigenen Mutter konfrontiert wird. Als er sein Studium der Naturwissenschaften beginnt, zeigt sich schnell sein Genie, dass selbst vor der Entwicklung neuen Lebens nicht halt macht. Ohne die Konsequenzen auch nur zu ahnen, erschafft er ein Monster, vor dem er sich in der ersten Sekunde seiner Erweckung ekelt und ängstigt. In der Hoffnung es nie wiederzusehen lebt er sein Leben weiter und zieht zurück in seine Heimatstadt. Doch dann geschieht ein Unglück nach dem anderen und Frankenstein ahnt wer der Täter ist. Als er das Gespräch mit dem Monster sucht, erfährt er wie ausgestoßen und allein sich dieses fühlt und welche Wut die Abneigung der Menschen in ihm auslöst. Hin und hergerissen zwischen den Wünschen des Monsters, seiner Wut und Willensstärke versucht Frankenstein einen Ausweg zu finden. Dabei sieht er sich mit dem Konzept von Moral, seiner eigenen Wut und Leidens sowie der Angst vor seiner übermächtigen Schöpfung konfrontiert. Schlussendlich stacheln sich die beiden Protagonisten gegenseitig auf und werden zu Jäger und Gejagten und stehen damit in einer extremen Abhängigkeit zueinander. Das Buch hat mich vorallem am Ende wirklich positiv überrascht. Während des Lesens fand ich es an der ein oder anderen Stelle tatsächlich etwas langwierig und nicht sehr spannungsgeladen. Aber die Darstellung von Moral, Kompromisse sowie Pattsituationen in den keine Entscheidung richtig zu sein scheint, empfand ich als äußerst spannend. Mary Shelley beschreibt hier eindrucksvoll, wie manche Entscheidungen keine zufriedenstellenden Lösungen entstehen lassen und was sich Missverstanden fühlen in menschlichen Wesen auslösen kann. Alles in allem bin ich froh das Buch gelesen zu haben, da es mir gut gefallen hat.
Anfangs zäh, dann richtig spannend. Tiefgründig und überraschend emotional. Klare Empfehlung.
Ich habe „Frankenstein“ endlich zu Ende gelesen. Da es ein Klassiker ist, wollte ich mir selbst ein Bild machen. Am Anfang fiel es mir eher schwer, dran zu bleiben, und ich bin beim Lesen oft abgeschweift. Mit der Zeit wurde die Geschichte aber immer spannender und hat mich dann richtig gepackt. Ich vergesse immer wieder, dass nicht das Monster Frankenstein heißt, sondern sein Schöpfer. Außerdem hatte ich im Kopf, dass das Monster eher gut ist und niemandem wirklich schadet. Das scheint durch Verfilmungen etwas verzerrt zu sein. Im Buch kann man jedoch stark mit dem Monster mitfühlen, auch wenn es schreckliche Taten begeht. Die Dialoge mit dem Monster fand ich sehr tiefgründig, und das Ende war wirklich gut und auch ziemlich traurig. Anfangs hätte ich das Buch nicht weiterempfohlen, aber nachdem ich es komplett gelesen habe, kann ich es auf jeden Fall empfehlen.




















