Romane

Es waren Habichte in der Luft

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Über das Buch

Hamburger Ausgabe der Werke. Eine lesefreundliche Studienausgabe, alle Texte durchgesehen und mit den Originaltyposkripten und Erstdrucken verglichen. Jeder Band erhält einen ausführlichen Kommentar zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte.

Mit seinem Debüt »Es waren Habichte in der Luft« etablierte sich Siegfried Lenz 1951 mit einem Schlag als eine der großen Hoffnungen der deutschen Nachkriegsliteratur. Der Roman spielt kurz nach dem Ersten Weltkrieg im russisch-finnischen Grenzgebiet. Der finnische Dorfschullehrer Stenka wird nach dem politischen Umsturz von der Revolutionsregierung verfolgt. Er versucht, in die Anonymität des Untergrunds abzutauchen, aber seine Tarnungsmanöver werden von den Bewohnern des Grenzdorfes durchschaut. In seinem ersten Roman befasst Lenz sich mit der Erfahrung totalitärer Herrschaft, eines der wichtigsten Themen in seinem Werk.

Editionen (5)

ISBN9783455405910
VerlagHoffmann und Campe
Erscheinungsdatum15.11.16
Seitenzahl336

Rezensionen & Bewertungen

10 Bewertungen

2 Rezensionen

3,6

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  • 3,0

    Ein kleines Buch voller Moral

    „Es waren Habichte in der Luft“ ist der Debütroman von Siegfried Lenz. Das Buch spielt in Finnland, nach dem ersten Weltkrieg und zu Zeit des Finnischen Bürgerkriegs. Stenka, ein verhafteter Lehrer, flieht vor der Regierung und findet Arbeit beim Blumenhändler Leo. Ebenso findet er dort einen Verbündeten, Erkki, einen ehemaligen Schüler. Doch auf Stenka ist ein Kopfgeld ausgesetzt und die Regierung ist weiterhin auf der Suche nach ihm. Ein kleines Buch, aber voller Moral, den Widerstand Einzelner gegen die Ganze Regierung und die moralischen Ansprüche, die man an sich selbst stellt.

    13. Nov. 2025

  • bastiliest
    bastiliest

    60 Follower

    3,5

    In der Geschichte passiert nicht viel nach und nach merkt man wie alle zusammen gehören es gibt nicht nur den Lehrern der geflohen ist sondern auch einen Mann der in der Wildnis lebt und auf Rache aus ist. Das Ende war OK

    20. Okt. 2024

Autorin / Autor

Über Siegfried Lenz

Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, gestorben 2014 in Hamburg, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seit seinem Debütroman Es waren Habichte in der Luft von 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Mit den masurischen Geschichten So zärtlich war Suleyken hatte er 1955 seinen ersten großen Erfolg, Sein Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (z. B. Der Mann im Strom, 1957, oder Brot und Spiele, 1959) und mit dem Nationalsozialismus bzw. seiner Aufarbeitung. Zu Lenz’ größtem Erfolg wurde der 1968 erschienene Roman Deutschstunde. Bis heute ist die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht, eine bestechende Entlarvung eines pervertierten Pflichtgefühls. Das Buch wurde verfilmt, avancierte zur Pflichtlektüre an Schulen und war international ein großer Erfolg. Der Deutschstunde folgten viele weitere große Romane (Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994, Landesbühne, 2009), welche Siegfried Lenz neben Schriftstellern wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren machte. Sein zweiter Roman Der Überläufer erschien postum im Jahr 2016 und wurde ein großer Erfolg. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Gerhart-Hauptmann-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009.

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