Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Selim Özdogan wurde 1971 geboren und lebt in Köln. Er veröffentlichte die Romane "Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist" (1995), "Nirgendwo&Hormone" (1996), "Mehr" (1999) und "Ein Spiel, das die Götter sich leisten" (2002) sowie "Ein gutes Leben ist die beste Rache" (Stories, 1998) und "Trinkgeld vom Schicksal" (Geschichten, 2003).
Beiträge
Coming of Age in Moll 🥃💔📖
Alex ist Anfang 20, lebt in Köln, hat einen besten Freund namens Henry, viele Zweifel, zu viel Alkohol im Blut – und plötzlich eine große Liebe: Esther. Die beiden lernen sich kennen, schlafen miteinander, leben für einen Moment das, was man für Glück halten könnte. Doch während Alex sich noch für unbesiegbar hält, zieht ihm das Leben längst schon wieder die Beine weg. Zwischen WG-Küche, Altstadt-Kneipe und Erinnerungen an vergangene Verliebtheiten taumelt er durch eine Zeit, in der alles möglich ist – und nichts hält. Und über allem hängt ein dumpfer Nebel aus Einsamkeit, Orientierungslosigkeit und der Suche nach irgendwas, das sich nach Zuhause anfühlt. “Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist” ist kein Roman, der durch seinen Plot fesselt – das tut er nämlich nicht. Es passiert: wenig. Und genau das ist der Punkt. Selim Özdogan schreibt keine Story, er schreibt Gefühl. Schmerz. Schwere. Mit einfachen, klaren, manchmal fast schmerzhaft ehrlichen Sätzen bringt er das diffuse Chaos der Zwanziger auf den Punkt – die Mischung aus Größenwahn und Selbstzweifel, aus Melancholie und Glück, aus Bierfahne und Beziehungsangst. Ja, die Handlung ist vorhersehbar. Ja, manche Figuren wirken fast beliebig. Und nein, Alex ist kein Held, in den man sich sofort reinfühlt. Aber das macht nichts. Denn es geht hier nicht um Charakterentwicklung oder Plot Twists – sondern um das Gefühl, das viele kennen, die mal jung, überfordert und hoffnungsvoll waren. Um Nächte, in denen man die Decke anstarrt und sich fragt, wie’s weitergehen soll. Um kleine Wahrheiten, die einem auf dem Klo einfallen und die man trotzdem wieder vergisst. Um große Fragen, die keiner beantwortet. Der Schreibstil? Toll. Manchmal poetisch, manchmal derb, oft lakonisch – aber immer ehrlich. Özdogan braucht keine ausgefeilte Metaphorik, um zu berühren. Es reicht ein Satz wie ein Schlag in die Magengrube. Oder ein Halbsatz, der bleibt. Fazit: Wer Plot braucht, wird sich langweilen. Wer Drama will, wird enttäuscht. Wer aber eine feinfühlige Momentaufnahme einer verlorenen Generation sucht – irgendwo zwischen Rausch, Hoffnung und Selbstverlust – wird dieses Buch lieben. Ein leiser Roman über das große Ganze, das oft so klein aussieht. Und über eine Zeit im Leben, die hinter den typischen Pubertätskrisen oft zurückbleibt. ⭐️⭐️⭐️
Wie hat es der Autor geschafft, in meinen Kopf zu schauen? Und in mein Herz? Ich bin etwas schockiert, wie sehr ich mich stellenweise im Ich-Erzähler wiedererkennen konnte. Das Buch hat eine ganz eigene Stimmung. Melancholisch, aufgeputscht, betrübt, euphorisch und manchmal resignierend. Stellenweise war es mir zu sex- und alkohollastig, aber das machen der gute Stil und der an sich sehr in-sich-gekehrte Inhalt wieder wett.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Selim Özdogan wurde 1971 geboren und lebt in Köln. Er veröffentlichte die Romane "Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist" (1995), "Nirgendwo&Hormone" (1996), "Mehr" (1999) und "Ein Spiel, das die Götter sich leisten" (2002) sowie "Ein gutes Leben ist die beste Rache" (Stories, 1998) und "Trinkgeld vom Schicksal" (Geschichten, 2003).
Beiträge
Coming of Age in Moll 🥃💔📖
Alex ist Anfang 20, lebt in Köln, hat einen besten Freund namens Henry, viele Zweifel, zu viel Alkohol im Blut – und plötzlich eine große Liebe: Esther. Die beiden lernen sich kennen, schlafen miteinander, leben für einen Moment das, was man für Glück halten könnte. Doch während Alex sich noch für unbesiegbar hält, zieht ihm das Leben längst schon wieder die Beine weg. Zwischen WG-Küche, Altstadt-Kneipe und Erinnerungen an vergangene Verliebtheiten taumelt er durch eine Zeit, in der alles möglich ist – und nichts hält. Und über allem hängt ein dumpfer Nebel aus Einsamkeit, Orientierungslosigkeit und der Suche nach irgendwas, das sich nach Zuhause anfühlt. “Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist” ist kein Roman, der durch seinen Plot fesselt – das tut er nämlich nicht. Es passiert: wenig. Und genau das ist der Punkt. Selim Özdogan schreibt keine Story, er schreibt Gefühl. Schmerz. Schwere. Mit einfachen, klaren, manchmal fast schmerzhaft ehrlichen Sätzen bringt er das diffuse Chaos der Zwanziger auf den Punkt – die Mischung aus Größenwahn und Selbstzweifel, aus Melancholie und Glück, aus Bierfahne und Beziehungsangst. Ja, die Handlung ist vorhersehbar. Ja, manche Figuren wirken fast beliebig. Und nein, Alex ist kein Held, in den man sich sofort reinfühlt. Aber das macht nichts. Denn es geht hier nicht um Charakterentwicklung oder Plot Twists – sondern um das Gefühl, das viele kennen, die mal jung, überfordert und hoffnungsvoll waren. Um Nächte, in denen man die Decke anstarrt und sich fragt, wie’s weitergehen soll. Um kleine Wahrheiten, die einem auf dem Klo einfallen und die man trotzdem wieder vergisst. Um große Fragen, die keiner beantwortet. Der Schreibstil? Toll. Manchmal poetisch, manchmal derb, oft lakonisch – aber immer ehrlich. Özdogan braucht keine ausgefeilte Metaphorik, um zu berühren. Es reicht ein Satz wie ein Schlag in die Magengrube. Oder ein Halbsatz, der bleibt. Fazit: Wer Plot braucht, wird sich langweilen. Wer Drama will, wird enttäuscht. Wer aber eine feinfühlige Momentaufnahme einer verlorenen Generation sucht – irgendwo zwischen Rausch, Hoffnung und Selbstverlust – wird dieses Buch lieben. Ein leiser Roman über das große Ganze, das oft so klein aussieht. Und über eine Zeit im Leben, die hinter den typischen Pubertätskrisen oft zurückbleibt. ⭐️⭐️⭐️
Wie hat es der Autor geschafft, in meinen Kopf zu schauen? Und in mein Herz? Ich bin etwas schockiert, wie sehr ich mich stellenweise im Ich-Erzähler wiedererkennen konnte. Das Buch hat eine ganz eigene Stimmung. Melancholisch, aufgeputscht, betrübt, euphorisch und manchmal resignierend. Stellenweise war es mir zu sex- und alkohollastig, aber das machen der gute Stil und der an sich sehr in-sich-gekehrte Inhalt wieder wett.






